Railaco

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Ort Railaco. Für den Subdistrikt siehe Railaco (Subdistrikt).
Railaco
Railaco (Osttimor)
Railaco
Railaco
Koordinaten 8° 40′ S, 125° 26′ O-8.6719444444444125.42583333333Koordinaten: 8° 40′ S, 125° 26′ O
Ermera subdistricts.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Ermera
Subdistrikt Railaco
Suco Liho
Höhe 647 m

Railaco (Railako, Liu) ist der Hauptort des Subdistrikts Railaco liegt im osttimoresischen Distrikt Ermera.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort Railaco liegt im Suco Liho, in einer Höhe von 647 m über dem Meer. Zur Distrikthauptstadt Gleno sind es von Railaco aus etwa 7 km in Luftlinie nach Süden, bis zur Landeshauptstadt Dili etwa 16 km nach Nordosten. In Railaco gibt es eine Grundschule (Escola Primaria Railaco), eine Prä-Sekundärschule, einen Hubschrauberlandeplatz und ein kommunales Gesundheitszentrum.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im März/April 1976 drangen indonesische Truppen auch in den Subdistrikt Railaco ein. Dabei wurden gezielt auch Zivilisten ermordet. Zur besseren Kontrolle des Landes wurden Osttimoresen zwangsumgesiedelt. Dafür wurden sie in Transit Camps untergebracht. Eines der schlimmsten Lager befand sich ab Ende 1979 in Railaco. In ihm wurden Menschen durch das indonesische Bataillon 721 interniert, die besonders lange mit den Widerstandskämpfern in den Bergen gelebt hatten. Überlebende berichten, dass sie Wurzeln und Blättern sammeln mussten, um nicht zu verhungern. Nur einmal bekamen die Internierten von den Soldaten eine kleine Menge Mais und gesalzenen Fisch. Der Fisch verursachte bei den Unterernährten Durchfall, was oft tödliche Folgen hatte. Nie besuchten Hilfsorganisationen das Lager. Nach den Berichten starben bis zu zehn Menschen pro Tag, vor allem Kinder und Alte.[2]

Zu Gewalttaten kam es in Railaco auch nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999 durch pro-indonesische Milizen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 584 kB)
  2. CAVR Chega Files: Part 7.3: Forced Displacement and Famine (PDF; 1,3 MB)