Rain (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rain
Rain (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rain hervorgehoben
48.912.466666666667330Koordinaten: 48° 54′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Rain (Niederbayern)
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 14,29 km²
Einwohner: 2747 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94369
Vorwahl: 09429
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 177
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Rain
Schlossplatz 2
94369 Rain
Webpräsenz: www.gemeinde-rain.de
Bürgermeister: Adolf Berger (CSU / UW)
Lage der Gemeinde Rain im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Schloss Rain
Die Expositurkirche Zur Verklärung Christi

Rain ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rain liegt nur etwa 1 km westlich der Einmündung der Kleinen Laber in die Große Laber.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Rain hat vier amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hauptort Rain entwickelte sich aus einer Burg des 13. Jahrhunderts, die von der Familie Rainer von Rain errichtet wurde. 1560 ging nach dem Aussterben der Rainer die Herrschaft an die Leubelfinger und 1783 an die Grafen von Königsfeld über. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Rain war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das einst wohlhabende Schlossgut wurde im 19. Jahrhundert zerteilt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dürnhart, die am 1. Oktober 1950 aus Teilen der Gemeinde Perkam neu gebildet wurde, eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Rain wächst sehr stark mit Baugebieten für Einfamilienhäuser. Das Wachstum besteht hauptsächlich aus Zuwanderung von anderen Orten, wie junge Familien aus Straubing.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

1. Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2014 Anita Bogner (Freie Wähler/ödp/ÜWG). Sie ist Mitglied der ödp. Anita Bogner ist eine Enkelin des Ehrenbürgers und Altbürgermeisters Xaver Berger. Anita Bogner wurde bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 am 16. März mit 54,96 % der gültigen Stimmen zur 1. Bürgermeisterin gewählt. Ihr Gegenkandidat war Franz Lehner (CSU). Er erhielt 45,04 %.

Die vorherigen Bürgermeister der Gemeinde Rain waren:

  • 1930–1945: Heinrich Schiller
  • 1945–1960: Ludwig Bründl
  • 1960–1990: Xaver Berger
  • 1990–2014: Adolf Berger

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen wird wie folgt beschrieben: Gespalten; vorne von Rot und Silber dreimal geteilt, hinten in Silber zwei blaue Schrägbalken.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft sind im Gewerbegebiet Handwerks- und Handelsbetriebe angesiedelt. Weiter befindet sich dort ein Teilbetrieb eines Propellerherstellers.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das ortsprägende Schloss zeigt die Reste der großen mittelalterlichen Burg. Diese wurde 1542 im Renaissancestil erweitert und um 1713 umfassend verändert. Vom Zentralkastell sind noch drei Flügel, ein Eckturm und ein 1561 veränderter hoher Wachturm erhalten. Die Vorburg lässt noch die Position der abgerissenen Ecktürme erkennen, die 1712 erbaute Schlosskapelle war noch lange als Ortskirche in Verwendung. Das Schloss ist als Gemeindeverwaltung und weiteren kommerziellen Nutzungen (Bank/Restaurant) teilweise zugänglich.

Die Expositurkirche Zur Verklärung Christi wurde 1981 eingeweiht. Sie besitzt ornamentale Fenster von Josef Oberberger. In den Nebenorten Wiesendorf und Dürnhart befinden sich einfache gotische bzw. barocke Dorfkirchen.

Vereine[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, einen Sportverein, mit Fußball, Tennis, Ski und Volleyball, einen Eisstockclub, einen Brieftaubenverein, einen Veteranenverein, einen Burschenverein, einen Fischerverein, einen Billardverein, den Obst- und Gartenbauverein, die Bläserfreunde Rain und die KLJB.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/191109&attr=OBJ&val=850
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien