Rainer Sachse (Fußballspieler)

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Rainer Sachse 1976

Rainer Sachse (* 15. Juni 1950 in Dresden) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga für Dynamo Dresden und Stahl Riesa und spielte zweimal in der Fußballnationalmannschaft der DDR.

Als sechsjähriger Schüler begann Sachse bei Motor Dresden-Neustadt Fußball zu spielen. 1963 wechselte er zum SC Einheit Dresden, dessen Männermannschaft nach Jahren der Oberligazugehörigkeit zu diesem Zeitpunkt in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Nachdem er mit der A-Jugendmannschaft Bezirkspokalsieger geworden war, gehörte er bereits mit 17 Jahren zum Aufgebot der Dresdner 1. Männermannschaft. Nebenher absolvierte er eine Lehre als Triebfahrzeugschlosser bei der Deutschen Reichsbahn. 1969 holte Dynamo Dresden den talentierten 1,74 m großen Stürmer in seine Oberligamannschaft, in der er ab 1970 seine ersten Spiele absolvierte. Als Dynamo 1970/71 nach 1952/53 seine zweite Meisterschaft errang und obendrein den DDR-Fußballpokal gewann, war Rainer Sachse mit 24 Punktspieleinsätzen und acht Toren bereits zum Stammspieler geworden. Im Pokalendspiel gegen den BFC Berlin (2:1) spielte Sachse als halblinker Stürmer. Für Dynamo Dresden begann mit diesem Doppelerfolg eine überaus erfolgreiche Zeit. Während Sachses Zeit wurde Dynamo noch viermal DDR-Meister und gewann 1977 erneut den Fußballpokal. In diesem Pokalfinale schoss Sachse in der 87. Minute den Siegtreffer zum 3:2 über den 1. FC Lokomotive Leipzig. Ehe sich Sachse nach Ende der Saison 1979/80 von Dresden verabschiedete, hatte er 172 Oberligapunktspiele bestritten und 70 Tore erzielt. In den Europapokalspielen der Dresdner war er 32 Mal eingesetzt worden und hatte dort sechs Tore geschossen.

In der Saison 1976/77 war Sachse hinter seinem Mannschaftskollegen Kreische mit 13 Toren zweitbester Torschütze für Dresden geworden, in der Oberligatorschützenliste landete er auf Rang drei. Dies war für Nationaltrainer Buschner Anlass, Sachse in die A-Nationalmannschaft zu berufen. Nachdem Sachse bereits ein B-Länderspiel und 20 Nachwuchsländerspiele absolviert hatte, kam er am 27. April 1977 in der Begegnung Rumänien - DDR (1:1) zu seinem ersten A-Länderspiel. In der 73. Minute wurde er für den auf rechtsaußen stürmenden Berliner Hans-Jürgen Riediger eingewechselt. Auch im darauffolgenden Länderspiel, am 12. Juli 1977 in Buenos Aires gegen Argentinien erhielt Sachse noch einmal eine Chance. Er wurde diesmal von Beginn an auf rechtsaußen eingesetzt, in der 70. Minute jedoch wieder von Riediger ersetzt. Nach weiteren zwei Einsätzen in der B-Nationalmannschaft war Sachses Länderspielkarriere beendet.

Zu Beginn der Saison 1980/81 wechselte Rainer Sachse 30-jährig elbabwärts zum Oberligakonkurrenten Stahl Riesa. Bereits in seiner ersten Spielzeit musste Sachse die bittere Pille des Abstiegs schlucken, verhalf seiner Mannschaft als DDR-Liga-Torschützenkönig mit 20 Treffern zum Staffelsieg, doch verpasste Riesa mit dem vierten Platz in der Aufstiegsrunde die sofortige Rückkehr in die Oberliga. In der nächsten Saison schoss Sachse 14 Tore, zweitbester Riesaer Torschütze hinter Dietmar Jentzsch (16), und diesmal wurde die Aufstiegsrunde mit Platz eins erfolgreich absolviert, in den acht Spielen war Sachse mit fünf Toren am treffsichersten. Die Oberligasaison 1983/84 konnte Stahl Riesa mit Rang 11 sicher überstehen, danach beendete Sachse seine leistungssportliche Laufbahn. In Riesa hatte er noch einmal 36 Oberligaspiele absolviert, sodass am Ende seiner Karriere 208 Erstligaeinsätze mit insgesamt 82 Toren zu Buche standen.

In den folgenden Jahren war Rainer Sachse als Trainer tätig. Zunächst als Jugendtrainer in Riesa und von 1986 bis 1989 bei Stahl Freital, dessen Mannschaft er 1988 in die Bezirksliga führte. Bis 1997 war er Trainer beim DDR-Ligisten und späteren Oberligisten TSG/SV 08 Meißen, ehe er sich aus gesundheitlichen Gründen vollends vom Sport zurückziehen musste. Bereits 1994 hatte er als ausgebildeter Fachschulökonom in Dresden ein Transportunternehmen für Kleintransporte und Kurierdienste gegründet.

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