Rainy Day Women No. 12 & 35

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Rainy Day Women No. 12 & 35
Bob Dylan
Veröffentlichung April 1966
Länge 4:36
Genre(s) Pop-Rock
Autor(en) Bob Dylan
Label Columbia Records
Album Blonde on Blonde

Rainy Day Women #12 & 35 ist ein Rocksong von Bob Dylan und das Eröffnungsstück seines 1966 veröffentlichten und hochgelobten Studioalbums Blonde on Blonde. Der Song wurde ferner erfolgreich als Single herausgebracht, so belegte der Song den zweiten Platz der Billboard Hot 100[1].

Entstehung und musikalischer Aufbau[Bearbeiten]

Rainy Day Women #12 & 35 war zur Zeit seines Erscheinens ein sehr kontrovers diskutierter Song. Viele Radiostationen boykottierten den Song 1966, da sie im Text eine Aufforderung zum Drogenkonsum sahen. Tatsächlich unterscheidet sich das Stück sehr von den anderen Dylan-Songs dieser Zeit. Das Arrangement deutet völliges Chaos an. So dominieren Bläser den ganzen Song über, und im Hintergrund hört man Menschen lachen und reden.

De facto ist Rainy Day Women (wie er oft abgekürzt wird) ein Bluessong in F, Die Akkordfolge ist typisch für Bluesstücke (F F B C B) und sie bleibt konstant für alle fünf Strophen. Selbiges gilt für die Bläser, die in jedem Chorus die gleichen Noten spielen. Anders ist Dylans Mundharmonika-Part, der variiert und manchmal nicht einmal in derselben Tonart spielt wie die restliche Band.

Der Text[Bearbeiten]

Über die Bedeutung des Textes ist über die Jahre hin viel spekuliert worden. Jeder Vers beginnt mit dem provokativem: They’ll stone ya, woraufhin eine Situation folgt, manchmal etwas völlig Alltägliches oder gar Banales. Die folgenden Verse beenden jede Strophe und können als eine Art Refrain angesehen werden:

But I would not feel so all alone
Everybody must get stoned

Besonders der letztere Vers wird häufig als Aufforderung zum Drogenkonsum gedeutet. Es gibt eine rege Diskussion darüber, was mit stoned eigentlich gemeint ist. Tatsächlich der Drogenkonsum oder das Steinigen von Menschen aus sozialen Gründen?[2]

Sicher ist, dass der Text viel Raum für Interpretationen liefert. Als gesichert gilt, dass Dylan während der Aufnahme im Drogenrausch von Cannabis war.[3]

Coverversionen[Bearbeiten]

Viele Musiker haben Rainy Day Women #12 & 35 gecovert, u.a.Tom Petty and the Heartbreakers, Lenny Kravitz und Sammy Hagar.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. allmusic.com
  2. songfacts.com
  3. Howard Sounes: Down the Highway: The Life Of Bob Dylan. (Doubleday 2001) ISBN 0-552-99929-6, p2034