Raitbach

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Dieser Artikel behandelt den Ortsteil der badischen Stadt Schopfheim; zum Ortsteil der bayrischen Gemeinde Pörnbach siehe Raitbach (Pörnbach).

47.6835247.859173544Koordinaten: 47° 41′ 1″ N, 7° 51′ 33″ O

Raitbach
Wappen von Raitbach
Höhe: 440–993 m
Fläche: 8,24 km²
Einwohner: 518 (31. Dez. 1990)
Eingemeindung: 1973
Postleitzahl: 79650

Raitbach ist ein Stadtteil von Schopfheim im baden-württembergischen Landkreis Lörrach.

Geographie[Bearbeiten]

Die Streusiedlung Raitbach liegt am Südhang der etwa 993 m (ü. NN.) Hohen Möhr, nordöstlich des Kernbereichs von Schopfheim, und umfasst neben dem Dorfkern auch die Teilgemeinden Scheuermatt, Sattelhof, Schweigmatt sowie im Tal die Siedlung Raitbach am Bahnhof. Raitbach grenzt im Westen an Hausen im Wiesental, im Norden an Zell im Wiesental.

Geschichte[Bearbeiten]

Als erste urkundliche Erwähnung Raitbachs wird oft die Schenkung des Edelherren Walcho von Waldeck an das Kloster St. Blasien im Jahr 1113 angegeben.[1] Allerdings erscheint der Name auch, gemeinsam mit Fahrnau, in einer zwischen 1086 und 1108 datierten Schenkung.[2] Umstritten ist, ob dies als urkundliche Erwähnung gelten kann.[3]

Im 15. Jahrhundert verkaufte Anna von Klingenberg, die Witwe des Ritters Rudolf von Schönau den Ort an den Markgrafen Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg.[4] Um das Jahr 1500 wurde Raitbach erstmals als Vogtei bezeichnet.

1973 schließlich wurde auch Raitbach mit seinen Ortsteilen in die Stadt Schopfheim eingemeindet.

Wappen[Bearbeiten]

Das Raitbacher Ortswappen, welches erst 1976 vom Generallandesarchiv entworfen wurde, ist in einem Goldton gehalten und zeigt eine grüne Tanne auf einem grünen Schildfuß, die links und rechts von den schwarzen Buchstaben R bzw. B eingerahmt wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arbeitskreis Ortschronik Raitbach (Hg.): Raitbach. Spurensuche bis zur Gegenwart. Schopfheim 1998

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. so z.B. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Lörrach (Hrsg.): Der Landkreis Lörrach, Band II (Kandern bis Zell im Wiesental), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1994, S. 533; für die Urkunde, siehe Johann Wilhelm Braun (Bearb.): Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald. Von den Anfängen bis zum Jahr 1299. Teil I: Edition; Teil II: Einführung, Verzeichnisse, Register, Stuttgart 2003, Urkunde Nr. 95
  2. Badische Zeitung, 12. April 2013: Fahrnau hat kein Jubiläum, die entsprechende Urkunde ist u.a. zu finden bei Johann Wilhelm Braun (Bearb.): Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald. Von den Anfängen bis zum Jahr 1299. Teil I: Edition; Teil II: Einführung, Verzeichnisse, Register, Stuttgart 2003, Urkunde Nr. 49
  3. Markgräfler Tagblatt, 18. April 2013: Fahrnau hat doch ein Jubiläum!
  4. Regesten der Markgrafen von Baden und Hachberg 1050 – 1515, herausgegeben von der Badischen Historischen Commission, bearbeitet von Richard Fester, Innsbruck 1892 online, h857