Rajka

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Rajka
Wappen von Rajka
Rajka (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nyugat-Dunántúl
(Westtransdanubien)
Komitat: Győr-Moson-Sopron
Kleingebiet: Mosonmagyaróvár
Koordinaten: 48° 0′ N, 17° 12′ O47.99694444444417.198333333333Koordinaten: 47° 59′ 49″ N, 17° 11′ 54″ O
Fläche: 52,63 km²
Einwohner: 2.550 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 96
Postleitzahl: 9224
KSH kódja: 26587
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Kiss Vince
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Rajka (deutsch Ragendorf) ist ein Dorf in Westungarn an der Grenze zur Slowakei und zu Österreich. Die im Kleingebiet Mosonmagyaróvár des Komitats Győr-Moson-Sopron gelegene Gemeinde ist der Grenzort an der Autobahn M15 und auch der Eisenbahn der Bahnstrecke Bratislava–Hegyeshalom.

Bahnhof von Rajka
Zweisprachige Ortstafel

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Dorf wurde 1297 zum ersten Mal schriftlich als Royka erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte war der Ort stark von der Donau abhängig, viele Einwohner arbeiteten als Fischer oder waren in der Landwirtschaft tätig. Der Ort lag bis 1923 im Komitat Wieselburg („Moson“), war hier Verwaltungssitz eine Stuhlbezirks und 1910 lebten hier 1860 Einwohner, von denen 960 Ungarn, 560 Deutsche und 260 Slowaken waren. Somit war zu Beginn des 20. Jahrhundert die Bevölkerung zu einem beträchtlichen Teil deutschsprachig. Dies änderte sich bis zur Aussiedlung der Deutschen im Frühjahr 1946 nicht wesentlich.

1918 sollte Rajka als Teil des Burgenlandes zu Österreich kommen, die Alliierten entschieden aber auf Grund strategischer Erwägungen anders. 1947 sollte dann, um den Bratislavaer Brückenkopf zu vergrößern, der Ort mit fünf anderen Orten auf Wunsch der Tschechoslowakei von Ungarn abgetreten werden, er verblieb aber zusammen mit Bezenye bei Ungarn.

Durch die hohen Grundstückspreise in Bratislava und Umgebung haben viele Slowaken nach dem Beitritt Ungarns und der Slowakei zur Europäischen Union im Jahre 2004 billigere Grundstücke im Ungarn gekauft und somit eine wachsende slowakische Minderheit im Ort geschaffen.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Hennin-Zichy-Schloß, Starhemberg-Haus, Haus des Großvaters von Franz Liszt.
  • St Martin Kirche (XIII. Jh. - mehrmals umgebaut)
  • Evangelische Kirche

[Bearbeiten] Literatur

  • Bernd Zimmermann: Der „Blaue Edelhof“ von Ragendorf, Unsere Post-Heimatzeitung der Ungarndeutschen, Stuttgart, 41. Jg., Nr. 9, September 1986, S. 20

[Bearbeiten] Weblinks

Ragendorf/Rajka (Mitte oben) um 1873, (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)
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