Njandomski rajon

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Rajon
Njandomski rajon
Няндомский муниципальный район
Wappen
Wappen
Vorlage:Infobox Rajon in Russland/Wartung/Meta
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Archangelsk
Verwaltungszentrum Njandoma
(Stadt)
Fläche 8050 km²
Bevölkerung 30.244 Einwohner
(Stand: 2010)Vorlage:Infobox Rajon in Russland/Wartung/Daten
Bevölkerungsdichte 3,8 Einwohner/km²
Stadtgemeinden 1
Städte / SsT 1 / 0
Landgemeinden / Dörfer 2 / 155
Oberhaupt des Rajons Wadim Georgijewitsch Strumenski
Rajon gegründet 1929
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81838
Postleitzahlen 164200–164239
Kfz-Kennzeichen 29
OKATO 11 244
OKTMO 11 644
Geographische Lage des Verwaltungszentrums
Koordinaten 61° 40′ N, 40° 12′ O61.66666666666740.2Koordinaten: 61° 40′ N, 40° 12′ O
Njandoma (Oblast Archangelsk)
Njandoma
Njandoma
Njandomski rajon: Lage in der Oblast Archangelsk
Lage innerhalb Russlands
Oblast Archangelsk innerhalb Russlands

Der Njandomski rajon (russisch Ня́ндомский муниципа́льный райо́н/Njandomski munizipalny rajon) ist eine Verwaltungseinheit innerhalb der Oblast Archangelsk, Russland. Er befindet sich südlich der Oblasthauptstadt Archangelsk. Das Verwaltungszentrum ist die Stadt Njandoma.

Geographie[Bearbeiten]

Der Njandomski rajon befindet sich im südwestlichen Teil der Oblast Archangelsk. Im Westen des Rajon grenzt der Kargopolski rajon, nördlich der Plessezki rajon, östlich der Schenkurski rajon, südöstlich der Welski rajon und südlich der Konoschski rajon. Die Fläche des Rajon beträgt 8050 km².[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Njandomski rajon wurde am 15. Juli 1929 als Teil des neu geschaffenen Njandomski krai (Няндомский округ), des Nördlichen Krai (Северный край) gegründet.[2] Zentrum wurde Njandoma, das zu diesem Zeitpunkt den Status einer Arbeitersiedlung hatte. Ab dem Jahr 1936 wurde der Rajon Teil der Sewernaja Oblast (Северная область). Am 23. September 1937 ging der Rajon in das Territorium der neu gegründeten Oblast Archangelsk auf.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen des Njandomski rajon.

Jahr Einwohner
1959 47.376
1970 44.484
1979 39.051
1989 40.601
2002 33.465
2010 30.244

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Der Rajon ist in drei Gemeinden (муниципальное образование) unterteilt, davon eine Stadtgemeinde (городское поселение) und zwei Landgemeinden (сельское поселение). Innerhalb des Rajon befindet sich mit Njandoma als administrativem Zentrum nur ein Ort mit Stadtstatus.[3] Im Njandomski rajon leben 30.244 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010)[4], was 2,6 % der Einwohnerzahl der Oblast Archangelsk entspricht.[Anm 1]

Gemeinde Russischer Name Einwohner
(14. Oktober 2010)
Administratives Zentrum
Stadtgemeinde Njandomskoje Няндомское городское поселение 23.878 Njandoma
Landgemeinde Moschinskoje Мошинское сельское поселение 2.249 Makarowskaja
Landgemeinde Schalakuschskoje Шалакушское сельское поселение 4.117 Schalakuscha

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof in Njandoma

Die Arbeitslosenquote entspricht mit 1,5 % der Durchschnittsquote der Oblast Archangelsk (Stand 2012).[5] Das durchschnittliche Monatsgehalt im Jahr 2011 betrug bei großen und mittleren Organisationen 24128 Rubel und lag damit um 2,8 % niedriger als der Oblastdurchschnitt von 24819 Rubel. [5] [Anm 1] Die wichtigsten Wirtschaftszweige des Rajon sind die Forst- und Landwirtschaft sowie der Eisenbahnverkehr. Insbesondere in der Landgemeinde Schalakuschskoje nehmen Waldindustrie und holzverarbeitende Betriebe einen wesentlichen Stellenwert in der Wirtschaft ein. [6] Der Eisenbahnverkehr ist in der Region das wichtigste Verkehrs- und Transportmittel. Die bedeutendste Eisenbahnverbindung ist die Strecke Konoscha–Njandoma–Archangelsk der Nordeisenbahn. Daneben gab es zu Zeiten der Sowjetunion zahlreiche kleinere Schmalspurbahnlinien, welche vor allem im Bereich der Forstindustrie eingesetzt wurden. Heute bestehen von diesen Linien nur noch die Lepschaer Schmalspurbahn (Лéпшинская узкоколейная железная дорога) sowie die Iwakschaer Schmalspurbahn (Ивакшáнская узкоколейная железная дорога).[7]. Das Straßennetz ist in der Region nicht sehr stark ausgebaut. Über die Regionalstraße R2 besteht eine Straßenanbindung von Njandoma nach Kargopol und zur Fernstraße M8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Njandomski rajon auf terrus.ru (russisch); überprüft am 5. Oktober 2012
  2. a b Gosudarstvennyj archiv Archangel'skoj oblasti. Tom 1. Putevoditel' v dvuch tomach., Archangelsk 2000, ISBN 5-85879-052-6, S. 264-273
  3. Gesetz über den Status und die Grenzen der Gemeindeformationen der Oblast Archangelsk vom 26. September 2007
  4. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5 (PDF; 6,0 MB), S. 12–209; 11 (PDF; 17,5 MB), S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation); Čislennost' naselenija po municipal'nym obrazovanijam i naselennym punktam Archangel'skoj oblasti, vključaja Neneckij avtonomnyj okru Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda (Bevölkerungsanzahl der munizipalen Gebilde und Ortschaften der Oblast Archangelsk einschließlich des Autonomen Kreisen der Nenzen Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010.) Tabelle (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Oblast Archangelsk)
  5. a b Der Njandomski rajon auf der offiziellen Seite der Oblast Archangelsk (russisch); überprüft am 5. Oktober 2012
  6. Informationen über die Wirtschaft des Njandomski rajon auf nyan-doma.ru (russisch); überprüft am 5. Oktober 2012
  7. Schmalspurbahnen der Oblast Archangelsk auf der Webseite von Sergei Bolaschenko (russisch); überprüft am 5. Oktober 2012

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Die Angaben beziehen sich auf die Oblast Archangelsk ohne den Autonomer Kreis der Nenzen

Weblinks[Bearbeiten]