Raju Sharma

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Raju Sharma (2008)

Raju Sharma (* 28. Juli 1964 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (ehemals DKP, SPD und Die Linke) und seit Anfang 2015 Büroleiter bei dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Albig. Er wurde bei der Bundestagswahl 2009 in den Bundestag gewählt. Nach seinem Austritt aus der Partei Die Linke (2014) hat Sharma erneut die Aufnahme in die SPD beantragt.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Raju Sharma kam in Hamburg als Kind eines indischen Vaters und einer deutschen Mutter zur Welt. Nach dem Abitur 1983 studierte er Rechtswissenschaft (Einstufige Juristenausbildung) an der Universität Hamburg und in Mumbai. Im Jahr 1990 arbeitete er kurzzeitig als niedergelassener Rechtsanwalt in Hamburg.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten]

Seit Juli 1990 war Raju Sharma im schleswig-holsteinischen Landesdienst, u.a. als Leiter des Ministerbüros, Justitiar, Europareferent im Sozialministerium, Gruppenleiter beim Landesrechnungshof (Personalratsvorsitzender) und Referatsleiter in der Staatskanzlei (Haushalt, Verwaltungsmodernisierung). Von 2003 bis 2005 war Sharma Geschäftsführer der DFB-Kulturstiftung. Dort war er für das Kunst- und Kulturprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unter André Heller zuständig. 2006 war er Kurzzeitexperte der EU beim Twinning-Projekt zum Aufbau der öffentlichen Finanzkontrolle in Bulgarien.

Von 2005 bis 2009 war Sharma in der Schleswig-Holsteinischen Staatskanzlei (Kulturabteilung) Leiter des Referats für Nationale Minderheiten, Heimatpflege, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Soziokultur, kulturelle EU-Angelegenheiten und Denkmalpflege sowie stellvertretender Vorsitzender des Hauptpersonalrats und der Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte bei den obersten Landesbehörden. Nach dem Ende seines Bundestagsmandats kehrte Sharma zurück in die Kieler Staatskanzlei. Von Januar 2014 bis Dezember 2014 leitete er dort das Referat für Ressortkoordinierung Justiz, Kultur und Europa.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Seit den 1970er-Jahren engagierte sich Raju Sharma in der Friedensbewegung. Er war Mitglied der SDAJ, der DKP und des MSB Spartakus.

1992 trat er in die SPD ein.

2005 wechselte er in die Linkspartei Schleswig-Holstein. Seit Juni 2007 war er Mitglied der Bundesfinanzrevisionskommission der Linken (Stellvertretender Vorsitzender seit Mai 2008). 2009 war Raju Sharma Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Kiel und trat gegen den SPD-Kandidaten Torsten Albig an.[1] Von 2009 bis 2013 war er religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion seiner Partei.[2][3] Er wurde bei der Bundestagswahl 2009 über die Landesliste Schleswig-Holstein der Linken in den 17. Deutschen Bundestag gewählt.[4] Auf dem Bundesparteitag im Mai 2010 wurde Raju Sharma zum Bundesschatzmeister gewählt. Auf dem Göttinger Bundesparteitag der Linken am 3. Juni 2012 setzte sich Raju Sharma gegen Heinz Bierbaum erneut als Bundesschatzmeister durch.[5] Bei dem 4. Parteitag am 10. Mai 2014 unterlag er Thomas Nord und schied damit aus dem Parteivorstand aus.[6] Bei der Bundestagswahl 2013 misslang seine Kandidatur. 2014 trat er aus der Partei Die Linke wieder aus.[7]

Seit Januar 2015 ist Sharma Büroleiter des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD). Einen Mitgliedsantrag für diese Partei hat er nach Selbstauskunft bereits gestellt. [7]

Werke[Bearbeiten]

  • INRI – Die Schatulle von Thorsberg (Historienthriller). 2. überarb. Auflage. Eckernförde 2013, ISBN 978-3-00-042008-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raju Sharma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die-Linke.de: Linke nominieren Raju Sharma als OB-Kandidaten, 17. November 2008
  2. http://lafontaines-linke.de/2010/02/kaessmann-ruecktritt-ramelow-sharma/
  3. http://linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1218580004
  4. Bundeswahlleiter: Verzeichnis der vorläufig gewählten Landeslistenbewerber, 28. September 2009
  5. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, abgerufen am 15. Mai 2010..
  6. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, abgerufen am 10. Mai 2014.
  7. a b Sharmas neuer Job, Neues Deutschland, 9. Januar 2015.