Raju Sharma

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Raju Sharma (2008)

Raju Sharma (* 28. Juli 1964 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (ehemals SPD, nun Die Linke). Er wurde bei der Bundestagswahl 2009 über die Landesliste Schleswig-Holstein der Linken in den 17. Deutschen Bundestag gewählt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Raju Sharma kam in Hamburg als Kind eines indischen Vaters und einer deutschen Mutter zur Welt. Nach dem Abitur 1983 studierte er Rechtswissenschaft (Einstufige Juristenausbildung) an der Universität Hamburg und in Mumbai. Seit 1990 arbeitet er als niedergelassener Rechtsanwalt in Hamburg.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten]

Seit Juli 1990 war Raju Sharma im schleswig-holsteinischen Landesdienst, u.a. als Leiter des Ministerbüros, Justitiar, Europareferent im Sozialministerium, Gruppenleiter beim Landesrechnungshof (Personalratsvorsitzender) und Referatsleiter in der Staatskanzlei (Haushalt, Verwaltungsmodernisierung). Von 2003 bis 2005 war Sharma Geschäftsführer der DFB-Kulturstiftung. Dort war er für das Kunst- und Kulturprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unter André Heller zuständig. 2006 war er Kurzzeitexperte der EU beim Twinning-Projekt zum Aufbau der öffentlichen Finanzkontrolle in Bulgarien.

Von 2005 bis 2009 war Sharma in der Schleswig-Holsteinischen Staatskanzlei (Kulturabteilung) Leiter des Referats für Nationale Minderheiten, Heimatpflege, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Soziokultur, kulturelle EU-Angelegenheiten und Denkmalpflege sowie stellvertretender Vorsitzender des Hauptpersonalrats und der Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte bei den obersten Landesbehörden. Nach dem Ende seines Bundestagsmandats kehrte Sharma zurück in die Kieler Staatskanzlei. Seit Januar 2014 leitet er dort das Referat für Ressortkoordinierung Justiz, Kultur und Europa.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Seit den 1970er-Jahren engagierte sich Raju Sharma in der Friedensbewegung. Er war Mitglied der SDAJ, DKP und des MSB. Von 1992 bis 2005 war er Mitglied der SPD. 2005 trat er in die Linkspartei Schleswig-Holstein ein. Seit Juni 2007 ist er Mitglied der Bundesfinanzrevisionskommission der Linken (Stellvertretender Vorsitzender seit Mai 2008). 2009 war Raju Sharma Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Kiel.[2] Von 2009 bis 2013 war er religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion seiner Partei.[3][4] Auf dem Bundesparteitag im Mai 2010 wurde Raju Sharma mit 82,3 Prozent der Stimmen zum Bundesschatzmeister gewählt. Auf dem Göttinger Bundesparteitag der Linken am 3. Juni 2012 setzte sich Raju Sharma gegen Heinz Bierbaum erneut als Bundesschatzmeister durch.[5]Bei dem 4. Parteitag am 10. Mai 2014 unterlag er Thomas Nord und schied damit aus dem Parteivorstand aus.[6] Bei der Bundestagswahl 2013 gelang ihm nicht erneut der Einzug in den Bundestag.

Werke[Bearbeiten]

  • INRI – Die Schatulle von Thorsberg (Historienthriller). 2. überarb. Auflage. Eckernförde 2013, ISBN 978-3-00-042008-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raju Sharma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundeswahlleiter: Verzeichnis der vorläufig gewählten Landeslistenbewerber, 28. September 2009
  2. Die-Linke.de: Linke nominieren Raju Sharma als OB-Kandidaten, 17. November 2008
  3. http://lafontaines-linke.de/2010/02/kaessmann-ruecktritt-ramelow-sharma/
  4. http://linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1218580004
  5. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, abgerufen am 15. Mai 2010.
  6. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, abgerufen am 10. Mai 2014.