Rallye Dakar

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Ein Mitsubishi Pajero während der Rallye Dakar 2007
Ein Mitsubishi Pajero während der Rallye Dakar 2007
Ein KAMAS-Truck am Lac Rosé bei Dakar (2004)
Ein KAMAS-Truck am Lac Rosé bei Dakar (2004)

Die Rallye Dakar (früher Rallye Paris-Dakar) ist ein seit Ende der 1970er-Jahre einmal jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenes Offroad-Motorsportrennen und gilt als die berühmteste Wüstenrallye der Welt.

Die erste Rallye Dakar wurde am 26. Dezember 1978 in Paris gestartet und endete am 14. Januar 1979 in Dakar. Gründer der Rallye war der Franzose Thierry Sabine, der 1986 während der „Dakar“ bei einem Helikopter-Unfall ums Leben kam. Für wenige Jahre übernahm sein Vater danach die Rallye, verkaufte sie aber anschließend an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.), die die Rallye bis heute durchführt. Die A.S.O. ist ein großes französisches Sport-Unternehmen, das z. B. auch die Tour de France veranstaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Charakter der Wüstenrallye

2006: Die Streckenführung von Lissabon nach Dakar
2006: Die Streckenführung von Lissabon nach Dakar

Im Gegensatz zu beispielsweise den Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), bei denen während eines langen Wochenendes eine Reihe von kurzen Prüfungen gefahren werden, ist die „Dakar“ als Rallye Raid ein echtes Langstreckenrennen, bei dem einzelne Etappen von über 800 km Länge zurückgelegt werden, der Großteil davon auf Wüstenboden.

Erschwerend wirkt sich die Tatsache aus, dass die Teilnehmer – mit Ausnahme eines Ruhetags in der Mitte des Rennens – jeden Tag unterwegs sind. Insbesondere für Privatiers ohne Werksunterstützung oder Mechanikerteam bedeutet dies eine enorme Belastung: Sind die Etappen innerhalb des festgesetzten Zeitlimits bewältigt, müssen die Privatiers ihr Fahrzeug selber reparieren oder Verschleißteile wechseln. Wenn diese Fahrer das Ziel erst in der Nacht erreichen, müssen Schlaf und Service also reduziert oder der Start zur nächsten Etappe verschoben werden. Insgesamt beträgt die Ausfallquote bei Motorrädern und Autos deshalb jeweils weit über 50 Prozent.

[Bearbeiten] Route

Die Rallye fand ihrem ursprünglichen Namen „Paris–Dakar“ entsprechend zunächst zwischen der französischen und der senegalesischen Hauptstadt statt. Inzwischen variieren jedoch die Streckenführung sowie der Start- und Zielort von Jahr zu Jahr. Die Rallye 2006 führte in 17 Etappen von Lissabon (Portugal) über Spanien, Marokko, West-Sahara, Mauretanien, Mali, Guinea und Senegal zum Zielort Dakar.

1992 nahm man sich sogar eine Woche mehr Zeit und durchquerte ganz Afrika; das Ziel war in Kapstadt. Motorsportlich war diese Route jedoch unbefriedigend, auf den engen Pisten in Zentralafrika konnte kaum überholt werden.

[Bearbeiten] Geschichte

Motorräder der Rallye Dakar auf einer Verbindungsetappe zum Lac Rosé
Motorräder der Rallye Dakar auf einer Verbindungsetappe zum Lac Rosé

Initiiert und konzipiert wurde die Rallye von dem französischen Motorsportler Thierry Sabine, zum ersten Mal ausgetragen wurde sie 1978. Inspiriert hatte Sabine die Teilnahme an der Rallye Abidjan-Nizza, auf der er sich 1977 mit seinem Motorrad in der libyschen Wüste verirrte. Sabines vielzitiertes Motto „If life gets boring, risk it!“ fand seine Erfüllung, als er selbst am 14. Januar 1986 bei einem Hubschrauberabsturz wegen eines Sandsturmes während der Rallye Paris-Dakar ums Leben kam. Zu seinen Gedenken wurde ein Hügel, auf dem ein kleines Bäumchen und etwas Buschwerk wachsen, in Arbre Thierry Sabine benannt. Ein Gedenkstein und ein dort befindlicher Bildband erinnern an den Unfall (siehe Weblink unten).

Wrack des im Januar 1988 mit Todesfolge (Kees van Loevezijn) verunglückten DAF FAV3600 95X2 TurboTwin in der nördlichen Ténéré
Wrack des im Januar 1988 mit Todesfolge (Kees van Loevezijn) verunglückten DAF FAV3600 95X2 TurboTwin in der nördlichen Ténéré

Durch die große Anzahl von Todesfällen bei Rennfahrern, Zuschauern und im Organisationsteam geriet das Rennen immer wieder in die Schlagzeilen, entwickelte sich aber trotzdem (oder auch deshalb) zu einem der bekanntesten Sportereignisse weltweit. Die Rallye hat seit ihrem Bestehen mindestens 56 Menschenleben gefordert (Stand: 20. Januar 2007). Bei der Dakar 2006 starben der australische Motorrad-Pilot Andy Caldecott und zwei junge Zuschauer. Daher wurde die Zeitnahme am letzten Renntag ausgesetzt. Auf Grund der zahlreichen Opfer unter den Zuschauern gilt innerhalb der Ortschaften seit einigen Jahren ein Tempolimit, bei dessen ermittelter Übertretung es drastische Zeitstrafen gibt.

Auch bei der Ausgabe 2007, die von Lissabon nach Dakar führte, gab es zwei weitere Todesopfer zu beklagen. Auf der 4. Etappe starb der 29-jährige südafrikanische Motorrad-Pilot Elmer Symons nach einem Unfall. Auf der 14. Etappe starb der 42-jährige Motorrad-Fahrer Eric Aubijoux aus Frankreich, die Todesursache wurde nicht eindeutig geklärt.

2008 fand die Rallye Dakar erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte nicht statt. Am 4. Januar, nur einen Tag vor dem geplanten Start in Lissabon, sagte der Veranstalter ASO aufgrund einer dringenden Reisewarnung der französischen Regierung den Wettbewerb ab. Neben dem Mord an vier französischen Touristen am 24. Dezember 2007 und einem tödlichen Überfall auf drei Soldaten an der Grenze zu Algerien habe es auch direkte Terrordrohungen gegen die Rallye gegeben.

Im Jahre 2009 wird es die Rallye Dakar nicht mehr geben. Als eine Art Relaunch wird in Südamerika die sogenannte Rallye Buenos Aires stattfinden. Diese Rallye wird am 3. Januar 2009 in Buenos Aires starten und am 18. Januar 2009 dort auch enden. Insgesamt werden rund 9000 km Strecke zu bewältigen sein, dabei wird die Rallye nicht nur durch Argentinien, sondern auch durch Chile führen.[1] Dies ist die Konsequenz aus der Terrordrohung und der darauffolgenden Absage des Jahres 2008. Über die Dauer der Verlegung nach Südamerika gab die ASO bislang nichts bekannt.

[Bearbeiten] Sieger

Jutta Kleinschmidt hat 2001 als erste Frau die Rallye Dakar gewonnen
Jutta Kleinschmidt hat 2001 als erste Frau die Rallye Dakar gewonnen


Die BMW, auf der Gaston Rahier 1985 die Rallye gewann (im Zweirad-Museum Neckarsulm)
Die BMW, auf der Gaston Rahier 1985 die Rallye gewann (im Zweirad-Museum Neckarsulm)

Der bisherige Rekordsieger der Dakar ist der Franzose Stéphane Peterhansel. Er gewann die Motorradwertung sechsmal in den Jahren 1991–1993, 1995, 1997 und 1998.

Die Automobilwertung konnte er bisher dreimal 2004, 2005 und 2007 mit seinem Beifahrer Jean-Paul Cottret gewinnen. Neben Peterhansel ist Hubert Auriol der Einzige, der das Rennen sowohl auf zwei Rädern (in den Jahren 1981 und 1983) als auch auf vier Rädern (im Jahr 1992) gewonnen hat.

Der erfolgreichste Autofahrer ist der Finne Ari Vatanen, mit vier Siegen zwischen 1987 und 1991. Im Jahr 2001 war die Deutsche Jutta Kleinschmidt die erste Frau, die die Autowertung der Dakar gewinnen konnte.

Der erfolgreichste Auto-Rennstall ist Mitsubishi Motors, mit 12 Gesamtsiegen.

[Bearbeiten] Die Sieger und Strecken der Rallye Dakar seit 1979

Jahr Autos Motorräder Trucks Strecke
Fahrer Marke Fahrer Marke Fahrer Marke
1979 Cote d'IvoireCote d'Ivoire F. Genestier Range Rover FranceFrance C. Neveu Yamaha ParisAlgierDakar
1980 SwedenSweden F. Kottulinsky Volkswagen FranceFrance C. Neveu Yamaha AlgeriaAlgeria Ataouat Sonacome Paris–Algier–Dakar
1981 FranceFrance R. Metge Range Rover FranceFrance H. Auriol BMW FranceFrance A. Villette Alm/Acmat Paris–Algier–Dakar
1982 FranceFrance C. Marreau Renault FranceFrance C. Neveu Honda FranceFrance G. Groine Mercedes Paris–Algier–Dakar
1983 Belgium (civil)Belgium (civil) J. Ickx Mercedes FranceFrance H. Auriol BMW FranceFrance G. Groine Mercedes Paris–Algier–Dakar
1984 FranceFrance R. Metge Porsche Belgium (civil)Belgium (civil) G. Rahier BMW FranceFrance P. Lalleu Mercedes Paris–Algier–Dakar
1985 FranceFrance P. Zaniroli Mitsubishi Belgium (civil)Belgium (civil) G. Rahier BMW GermanyGermany K.-F. Capito Mercedes Paris–Algier–Dakar
1986 FranceFrance R. Metge Porsche FranceFrance C. Neveu Honda ItalyItaly G. Vismara Mercedes Paris–Algier–Dakar
1987 FinlandFinland A. Vatanen Peugeot FranceFrance C. Neveu Honda the Netherlandsthe Netherlands J. de Rooy DAF Paris–Algier–Dakar
1988 FinlandFinland J. Kankkunen Peugeot ItalyItaly E. Orioli Honda CzechoslovakiaCzechoslovakia K. Loprais Tatra 815 Paris–Algier–Dakar
1989 FinlandFinland A. Vatanen Peugeot FranceFrance G. Lalay Honda Paris–Tunis–Dakar
1990 FinlandFinland A. Vatanen Peugeot ItalyItaly E. Orioli Cagiva ItalyItaly Villa Perlini Paris–Tripolis–Dakar
1991 FinlandFinland A. Vatanen Citroën FranceFrance S. Peterhansel Yamaha FranceFrance J. Houssat Perlini Paris–Tripolis–Dakar
1992 FranceFrance H. Auriol Mitsubishi FranceFrance S. Peterhansel Yamaha ItalyItaly F. Perlini Perlini Paris–SirteKapstadt
1993 FranceFrance B. Saby Mitsubishi FranceFrance S. Peterhansel Yamaha ItalyItaly F. Perlini Perlini Paris–Tanger–Dakar
1994 FranceFrance P. Lartigue Citroën ItalyItaly E. Orioli Cagiva the Czech Republicthe Czech Republic K. Loprais Tatra Paris–Dakar–Paris
1995 FranceFrance P. Lartigue Citroën FranceFrance S. Peterhansel Yamaha the Czech Republicthe Czech Republic K. Loprais Tatra Granada–Dakar
1996 FranceFrance P. Lartigue Citroën ItalyItaly E. Orioli Yamaha RussiaRussia V. Moskovskikh KAMAS Granada–Dakar
1997 JapanJapan K. Shinozuka Mitsubishi FranceFrance S. Peterhansel Yamaha AustriaAustria P. Reif Hino Ranger Dakar–Agadez–Dakar
1998 FranceFrance J. Fontenay Mitsubishi FranceFrance S. Peterhansel Yamaha the Czech Republicthe Czech Republic K. Loprais Tatra Paris–Granada–Dakar
1999 FranceFrance J.-L. Schlesser Schlesser-Renault FranceFrance R. Sainct BMW the Czech Republicthe Czech Republic K. Loprais Tatra Granada–Dakar
2000 FranceFrance J.-L. Schlesser Schlesser-Renault FranceFrance R. Sainct BMW RussiaRussia V. Chagin KAMAS Paris–Dakar–Kairo
2001 GermanyGermany J. Kleinschmidt Mitsubishi ItalyItaly F. Meoni KTM the Czech Republicthe Czech Republic K. Loprais Tatra Paris–Dakar
2002 JapanJapan H. Masuoka Mitsubishi ItalyItaly F. Meoni KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS ArrasMadrid–Dakar
2003 JapanJapan H. Masuoka Mitsubishi FranceFrance R. Sainct KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS MarseilleScharm El-Scheich
2004 FranceFrance S. Peterhansel Mitsubishi SpainSpain N. Roma KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS Clermont-Ferrand–Dakar
2005 FranceFrance S. Peterhansel Mitsubishi FranceFrance C. Despres KTM RussiaRussia F. Kabirov KAMAS Barcelona–Dakar
2006 FranceFrance L. Alphand Mitsubishi SpainSpain M. Coma KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS Lissabon–Dakar
2007 FranceFrance S. Peterhansel Mitsubishi FranceFrance C. Despres KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN Lissabon–Dakar
2008 Am 4. Januar 2008, einen Tag vor dem geplanten Start, aus Sicherheitsgründen abgesagt.[2] Geplant: Lissabon–Dakar

[Bearbeiten] Ergebnisse der Rallye Dakar 2007

Datum Autos Motorräder Trucks Etappe Strecke
Fahrer Marke Fahrer Marke Fahrer Marke
6. Januar PortugalPortugal C. Sousa VW Touareg PortugalPortugal R. Faria Yamaha the Netherlandsthe Netherlands G. de Rooy Ginaf 1 LissabonPortimão
7. Januar SpainSpain C. Sainz VW Touareg PortugalPortugal H. Rodrigues Yamaha 2 Portimão-Málaga
8. Januar South AfricaSouth Africa G. de Villiers VW Touareg SpainSpain M. Coma KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS 3 Nador–Er Rachidia
9. Januar FranceFrance J.-L. Schlesser Schlesser-Ford SpainSpain M. Coma KTM RussiaRussia V. Chagin KAMAS 4 Er Rachidia–Ouarzazate
10. Januar SpainSpain C. Sainz VW Touareg SpainSpain I. Esteve Pujol KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 5 Ouarzazate–Tan Tan
11. Januar the United Statesthe United States R. Gordon Hummer SpainSpain J. Viladoms KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 6 Tan Tan–Zouérat
12. Januar South AfricaSouth Africa G. de Villiers VW Touareg FranceFrance C. Despres KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 7 Zouérat–Atar
14. Januar South AfricaSouth Africa G. de Villiers VW Touareg SpainSpain M. Coma KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 8 Atar–Tichit
15. Januar FranceFrance J.-L. Schlesser Schlesser-Ford LatviaLatvia J. Vinters KTM the Netherlandsthe Netherlands W. van Ginkel Ginaf 9 Tichit–Néma
16. Januar QatarQatar N. Al Attiyah BMW X3 PortugalPortugal H. Rodrigues Yamaha the Netherlandsthe Netherlands A. Brouwer Ginaf 10 Néma–Néma
17. Januar Verbindungsetappe 11 Néma–Ayoun
18. Januar SpainSpain C. Sainz VW Touareg SpainSpain I. Esteve Pujol KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 12 Ayoun–Kayes
19. Januar SpainSpain C. Sainz VW Touareg FranceFrance C. Despres KTM the Czech Republicthe Czech Republic A. Loprais Tatra 13 Kayes–Tambacounda
20. Januar SpainSpain C. Sainz VW Touareg BrazilBrazil J. de Azevedo KTM FranceFrance P. Jacquot MAN 14 Tambacounda–Dakar
21. Januar South AfricaSouth Africa G. de Villiers VW Touareg LatviaLatvia J. Vinters KTM the Netherlandsthe Netherlands A. Brouwer Ginaf 15 Dakar–Dakar
Gesamt FranceFrance S. Peterhansel Mitsubishi FranceFrance C. Despres KTM the Netherlandsthe Netherlands H. Stacey MAN 15 LissabonDakar

[Bearbeiten] Kontroversen

Die Rallye Dakar ist sehr umstritten, vor allem wegen der mindestens 56 Todesfälle, die sie seit 1979 verursacht hat:

  • Thierry Sabine, der Gründer der Rallye, der Sänger Daniel Balavoine, der Pilot François Xavier-Bagnoud, der Funker Jean-Paul Le Fur und eine Journalistin der Wochenzeitung Le Journal du Dimanche, Nathalie Odent, starben, als ihr Hubschrauber am 14. Januar 1986 abstürzte.
  • Neun Kinder wurden von Rallyeteilnehmern angefahren, obwohl die Veranstalter seit einigen Jahren verschiedene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben (Tempolimits beim Durchfahren der Ortschaften, verbunden mit Strafen bei Nichtbeachtung, Maßnahmen gegen mögliche Gefahren für die Einwohner, unter Benutzung von Plakaten in der Lokalsprache).
  • 32 Teilnehmer aller Fahrzeugklassen sowie sieben Journalisten kamen ebenfalls ums Leben. 2006 starb der australische Motorradpilot Andy Caldecott, ein Jahr nach dem Tod von Fabrizio Meoni und Juan-Manuel Perez, obwohl vor dem 2006er-Wettbewerb bereits beschlossen worden war, die Geschwindigkeit zukünftig auf 160 km/h zu begrenzen.

Der Protest nahm durch die Aktion des Verbands CAVAD (Collectif Actions pour les Victimes Anonymes du Dakar; dt. Aktionskollektiv für die anonymen Opfer der Rallye Dakar) eine internationale Dimension. Das CAVAD ist ein Zusammenschluss von Vereinen aus Frankreich, Portugal, Spanien, Marokko, Mali, Guinea und Senegal. Dieser Verband wurde 2006 nach dem Tod von zwei Kindern, Boubacar Diallo und Mohamed Ndaw, gegründet und fordert die Abschaffung der Rallye. Ein Lied, „Stoppez le Dakar“ („Stoppt die Dakar“), komponiert von einer Kinderband aus Marseille, wurde ihnen gewidmet.

Ihre Kritiker sind auch der Auffassung, dass die Rallye eine ökologische Aggression und eine menschliche Verachtung der afrikanischen Länder darstellt. Dieser Protest kommt auch in dem Song „500 connards sur la ligne de départ“ („500 Arschlöcher auf der Startlinie“) des französischen Chansonniers Renaud zum Ausdruck.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Dakar 2008 - Die Karawane zieht über die Anden (Deutsch)
  2. A.S.O. sagt die Auflage 2008 der Rallye Dakar ab (engl.)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Rallye Dakar – Bilder, Videos und Audiodateien
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