Ralph Dommermuth

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Ralph Dommermuth (* 19. November 1963 in Dernbach) ist ein deutscher Unternehmer. Er ist Gründer, Vorstandsvorsitzender und größter Aktionär der United Internet AG mit Sitz in Montabaur.

Leben[Bearbeiten]

Ralph Dommermuth ist der Sohn eines Immobilienmaklers in Montabaur und hat einen Bruder. Nach einer Ausbildung bei der Deutschen Bank begann er 1983 in seinem Heimatort Montabaur als freier Mitarbeiter im Vertrieb eines örtlichen PC-Händlers. 1988 gründete er gemeinsam mit einem Partner die 1&1 EDV Marketing GmbH. Als erste Geschäftsidee wurde die „Software-Börse“, ein Marketinginstrument für Softwarehäuser, gegründet. Für diese Idee gewann 1&1 1989 den Deutschen Direktmarketing-Preis. Außerdem organisierte die Gesellschaft unter anderem Sonderausstellungen auf der CeBIT in Hannover wie das Software-Zentrum Mittelstand und Software for Europe. 1992 hatte dann Dommermuths Konzept zur externen Vermarktung Erfolg, als seine Firma 1&1 von der Deutschen Telekom den Auftrag erhielt, BTX-Zugänge und später T-Online-Zugänge zu verkaufen. Eine weitere Aktivität war auch die später in twenty4help umbenannte 1&1 ServiceLine, die von IBM den Auftrag zur Hotline für OS/2 und PS/2 als auch für die Druckerreihen des Computerherstellers erhielt und in der Folge für Firmen wie Apple, Deutsche Telekom, HP, Microsoft, Sun und AOL tätig war.

Nach dem Erfolg als Marketing-Dienstleister baute Dommermuth 1&1 ab 1996 zum Internet-Service-Provider um. Im März 1998 ging das Unternehmen als erste deutsche Internet-Firma an die Börse. Aufgrund der in diesem Zusammenhang durchgeführten Kapitalerhöhung hatte 1&1 jetzt die Möglichkeit sich an anderen IT-Unternehmen wie GMX, Schlund+Partner AG zu beteiligen. Auf dem Höhepunkt des Internet-Booms Anfang 2000 hielt die 1&1 Holding Beteiligungen an 17 Internet-Firmen und Dommermuth benannte das Unternehmen in United Internet um.

Zwischenzeitlich hat sich United Internet durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen wie WEB.DE, Fasthosts, united-domains, Sedo und Affilinet zu einem der führenden europäischen Internet-Unternehmen entwickelt. 2013 wurden 2,656 Mrd. Euro umgesetzt. Das Unternehmen verfügt über mehr als 13,45 Mio. zahlende Kunden, weitere 33 Mio. Anwender nutzen kostenlose Services wie E-Mail-Dienste von WEB.DE und GMX, welche über Online-Werbung finanziert werden. United Internet beschäftigt ca. 6.900 Mitarbeiter in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Spanien, Italien, Polen, den USA und auf den Philippinen.

Ralph Dommermuth besitzt 82 Mio. Aktien der United Internet AG – das entspricht 42,27 %. Zudem hält Dommermuth 2,98 % an der freenet AG. Laut Forbes besitzt Dommermuth ein Vermögen von 3.8 Milliarden Dollar und ist damit auf dem 354. Platz der reichsten Menschen der Welt.[1]

Dommermuth hat einen volljährigen Sohn und ist mit dem Fotomodel Judith Berger verheiratet.

Sport-Sponsoring[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 ermöglichte Dommermuth mit dem neu gegründeten United Internet Team Germany die erstmalige Teilnahme eines deutschen Bootes beim America’s Cup. Am 29. April 2005 wurde das Team wenige Stunden vor dem Meldeschluss als Herausforderer für den 32sten America’s Cup akzeptiert. Neben dem von United Internet bereitgestellten Werbebudget steckte Dommermuth rund 20 Millionen Euro aus seinem Vermögen in das Projekt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Thomas Tuma, Janko Tietz: Nicht alle wollen mehr. In: Der Spiegel. Nr. 12, 2008 (online).
  • Wirtschaftsführer im Porträt. Teil 2. Kim-Eva Wempe, Nicolas G. Hayek, Claus Hipp, Franz Fehrenbach, Wulf Bernotat, François-Henri Pinault, Ralph Dommermuth, Heinz Gries, Audio Media-Verlag, München 2005, Reihe Handelsblatt-Audio-Edition [CD], ISBN 3-937847-22-7.

Weblinks[Bearbeiten]

  •  Katrin Wilkens: Alles ganz normal hier. Wie Ralph Dommermuth zu einem der erfolgreichsten Internet-Unternehmer wurde. In: DIE ZEIT Nr. 35, 21. August 2003.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Forbes"-Liste der reichsten Menschen: 57 Deutsche sind Dollar-Milliardäre. www.spiegel.de, 4. März 2013, abgerufen am 12. März 2013 (html).