Ralph Forbes

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Ralph Forbes Taylor (* 30. September 1896 [1] in London, England; † 31. März 1951 in New York City, New York, Vereinigte Staaten) war ein britischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Ralph Forbes, der sein Geburtsjahr stets mit 1904 angab, wurde unter dem Namen Ralph Forbes Taylor als Sohn von E. J. Taylor, einem Konzertsänger und der Schauspielerin und Theatermanagerin[2] Mary Forbes geboren. Eine seiner beiden jüngeren Schwestern war die Schauspielerin Brenda Forbes, die selber eine erfolgreiche Karriere als Charakterdarstellerin in zahlreichen britischen Filmen hatte.

Er wollte zunächst Geistlicher werden[3], ehe er auf Wunsch seiner Familie am Denston College in Staffordshire Rechtswissenschaften studierte[4]. Forbes brach sein Studium ab und begann ab 1917 unter dem Namen Ralph Forbes als Schauspieler zu arbeiten. Er tourte er einige Jahre mit verschiedenen Bühnen durch die englische Provinz. 1924 gab er sein Debüt Broadway, wo er im selben Jahr seine erste Ehefrau, die Schauspielerin Ruth Chatterton traf. mit der in einigen Stücken gemeinsam auf der Bühne stand. 1926 bekam Forbes eine Rolle in der Verfilmung von Blutsbrüderschaft als Bruder von Ronald Colman und Neil Hamilton. 1931 wiederholte er seine Rolle in dem Sequel Beau Ideal. Der Film war ein kommerzieller Erfolg und Ralph Forbes unterschrieb einen Studiovertrag bei MGM. Er trat unter anderem neben Lillian Gish in The Enemy und Norma Shearer in The Actress auf. Der Film basiert auf einem Bühnenstück von Arthur Wing Pinero. Ende 1928 war er in The Trail of '98 an der Seite von Dolores del Rio zu sehen. Der Film von Clarence Brown schilderte die dramatischen Ereignisse am Chilkoot Pass während des Klondike-Goldrausch und wurde größtenteils vor Ort gedreht. Insgesamt entwickelte sich die Karriere von Ralph Forbes nicht wie erhofft und Anfang 1930 drehte er für Poverty Row Studios, unter anderem Mamba[5], einem Film der Tiffany Pictures.

Erst Ende des Jahres schaffte Forbes eine Comeback, als er auf Fürsprache seiner Ehefrau Ruth Chatterton[6] eine Rolle in ihrem Film The Lady of Scandal, der Verfilmung von Frederick Lonsdales gleichnamigen Theaterstück, übernahm. Der Film schilderte die Erlebnisse einer erfolgreichen Schauspielerin, die einen Adligen heiratet und mit Ablehnung und Snobismus seiner konservativen Familie zurechtkommen muss. Die Handlung ähnelt sehr den Geschehnissen in The Actress. Bei beiden Filmen führte Sidney Franklin Regie. Ralph Forbes spielte in den nächsten Jahren zahlreiche Nebenrollen in weiteren A-Produktionen, unter anderem in The Bachelor Father neben Marion Davies, Napoleon vom Broadway an der Seite von John Barrymore und Carole Lombard sowie Liebesleid, Riptide, The Barretts of Wimpole Street und Romeo und Julia jeweils als Partner von Norma Shearer. Gegen Ende der Dekade übernahm er regelmäßig Nebenrollen in B-Filmen. 1939 spielte Forbes in Der Hund von Baskerville. Es war der erste von 14 Filmen, die anfangs 20th Century Fox und später Universal Pictures bis 1946 mit Basil Rathbone als Sherlock Holmes produzierten. Forbes und Rathbone hatten bereits in The Lady of Scandal zusammengearbeitet hatte.

Ab Beginn der 1940er konzentrierte sich Ralph Forbes zunehmend auf seine Bühnenauftritte und tourte in zahlreichen Stücken.

Ralph Forbes war dreimal verheiratet. Die erste Ehe von 1924 bis 1932 schloss er mit Ruth Chatterton. Seine zweiter Ehe mit Heather Angel fiel in den Zeitraum von 1934 bis 1941. Die dritte Ehe dauerte von 1946 bis zu seinem Tod.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Scott O’Brien, “Ruth Chatterton, Actress, Aviator, Author”, S. 86, mit ausführlicher Begründung des Geburtsjahrs unter Fußnote 311. IMDb listet 1896 als Geburtsdatum. Die englische Wikipedia begründet das Geburtsjahr 1904 lediglich mit dem Hinweis, dass seine Mutter ansonsten bei seiner Geburt 16 Jahre alt gewesen wäre.
  2. Scott O’Brien, aaO, S. 86, mit Hinweis, das Mary Forbes 1916 als Managerin ein Londoner Theater führte.
  3. Scott O’Brien, aaO. mit Hinweis auf ein Interview von R. Forbes aus dem Jahr 1926, Fußnote 312
  4. Scott O’Brien, aaO, Fußnote 312
  5. Ausführliche Darstellung des Films und seiner Entstehung
  6. Scott O’Brien, aaO, S. 112