Rama III.
Rama III., eigentlich Maha Chetsadabodin, in Thailand später als Phra Nang Klao bekannt (Thai: พระบาทสมเด็จพระปรมินทร มหาเจษฎาบดินทร์ฯ พระนั่งเกล้าเจ้าอยู่หัว, Aussprache – [máʔhǎː t͡ɕètsàʔdaːbɔːdin pʰráːnâŋklâw t͡ɕâwjùːhǔa]) (* 31. März 1788; † 2. April 1851 in Bangkok, Thailand) war von 1824 bis 1851 König von Siam.
Leben und Wirken [Bearbeiten]
Bangkok bestand bereits mehr als vierzig Jahre, als sich Phra Nang Klao durch den Kronrat ernennen ließ. Viele Gebäude bedurften einer Renovierung und Festigung. Schon sein Vater, König Rama II., nannte ihn Chao Sua („Handelsherr“), da er bereits als Prinz eine glückliche Hand bei Geschäften mit dem Ausland beweisen konnte. Ein überlieferter Trick: er sorgte für den Export wertvoller Waren und für die Einfuhr von Waren mit hohem Gewicht, was dazu führte, dass stets Schiffe mit ausreichend hoher Tonnage in Bangkok vor Anker lagen. So durfte er schon als Prinz den Hafen von Bangkok leiten und war damit zuständig für den Außenhandel und die Handelsbeziehungen.
Um die Wirtschaft weiter anzukurbeln, ließ er Wasserstraßen (auch die Khlongs in Bangkok) ausheben, welche die großen Flüsse des Landes miteinander verbinden sollten. Noch heute sind die großen Wasserstraßen in Betrieb.
Die jahrhundertelangen Kämpfe mit Birma, Kambodscha und Vietnam gehörten größtenteils der Vergangenheit an. Konflikte gab es mit dem laotischen Königreich Vientiane, dessen König Anuvong gegen die siamesische Oberherrschaft rebellierte und auch in den Isan einfiel. Er wurde 1828 von General Bodindecha nach Bangkok gebracht wurde. Dort wurde Anuvong auf Befehl des Königs öffentlich ausgestellt und schließlich zu Tode gemartert. 1838 bis 1839 standen die Malaien in Kedah gegen Siam auf und wurden mühsam niedergeworfen. Zwischen 1841 und 1845 führte Siam den Siamesisch-Vietnamesischen Krieg um Kambodscha. Dabei konnte sich General Bodindecha erneut auszeichnen. Nach dem Friedensschluss wurde der Siam wohlgesinnte König Ang Duong auf den Thron Kambodschas gesetzt.
Die Außenpolitik König Ramas III. war jedoch von großer Vorsicht gegenüber den Europäern gekennzeichnet, schließlich begannen die ersten Kolonisierungsversuche in Südostasien. Er wollte gerne von ihnen lernen, was nützlich war, ohne aber ihren Lebensstil zu übernehmen.
Seinem jüngeren Bruder und Nachfolger Rama IV. (Mongkut), den er selbst nach dessen Fähigkeiten ausgesucht hatte, hinterließ er ein wirtschaftlich gesundes Land, das eine neue Blütezeit der Kultur erlebte und die erfolgreiche Schaukelpolitik den Europäern gegenüber weitergeführt hatte.
Siehe auch [Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rama III. |
| ALTERNATIVNAMEN | Maha Chestabodin; Phra Nang Klao |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Siam |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1788 |
| STERBEDATUM | 2. April 1851 |
| STERBEORT | Bangkok, Thailand |