Rama Yade

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Rama Yade, 2007

Rama Yade (* 13. Dezember 1976 in Dakar; eigentlich Ramatoulaye Yade-Zimet; gebürtig Mame Ramatoulaye Yade) ist eine französische Politikerin des PRV (zuvor UMP). Seit Juni 2007 war sie Staatssekretärin im Außenministerium, zuständig für auswärtige Angelegenheiten und Menschenrechte. Nach einer Kabinettsumbildung im Juni 2009 wurde sie Staatssekretärin für Sport.

Rama Yade wurde 1976 als Tochter eines ranghohen Beraters des senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor und einer Professorin in Dakar geboren. Die Familie übersiedelte aufgrund der Tätigkeit des Vaters im diplomatischen Dienst nach Colombes in Frankreich, als Yade elf Jahre alt war. Nach Rückkehr ihres Vaters in den Senegal verblieb sie mit ihrer Mutter und den drei Schwestern in der Vorstadtsiedlung, wo sie auch aufwuchs.[1] Obwohl sie muslimischen Glaubens ist, ging sie auf eine katholische Schule. 1994 absolvierte sie dort ihr Abitur. Anschließend studierte sie am Institut d’études politiques de Paris (IEP).

2002 absolvierte sie erfolgreich das Auswahlverfahren für eine Beschäftigung in der Verwaltung des französischen Senats. Ihre Tätigkeit für die Senatsverwaltung wurde von 2005 bis 2006 unterbrochen von einer Tätigkeit als stellvertretende Programmdirektorin, später Kommunikationsdirektorin des Fernsehsenders „Public Sénat“ des Senats. Am 19. Juni 2007 wurde sie zur Staatssekretärin beim Außenminister berufen.

Ihre politische Karriere begann während der Tätigkeit in der Senatsverwaltung. 2005 trat sie in die UMP ein, obwohl sie, inzwischen mit dem Sozialisten Joseph Zimet verheiratet, eher linke Neigungen hatte.[2] In ihrer Partei wurde sie gefördert und stieg bald zur Nationalsekretärin für die Frankophonie auf. Am 14. Januar 2007 hielt sie auf einem Parteikongress in Versailles eine Rede, die neben anderen Zuhörern den damaligen Parteichef Nicolas Sarkozy beeindruckte,[1] der sie später zu einer der Sprecherinnen für die UMP in seinem Präsidentschafts-Wahlkampf ernannte.

Mit deutlichen Äußerungen zu Menschenrechtsverletzungen hatte sie wiederholt Außenminister Bernard Kouchner und Staatspräsident Sarkozy gegenüber Staatsgästen, etwa dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi, in Verlegenheit gebracht. Dies wird als Grund für ihre Versetzung auf den Posten einer Staatssekretärin für Sport im Zuge einer Kabinettsumbildung im Juni 2009 gesehen.[3]

Im Zuge einer Kabinettsumbildung am 14. November 2010 verlor Rama Yade ihr Amt als Staatssekretärin in der Regierung des neuen Premierministers François Fillon.[4] Von Januar bis Juni 2011 war Rama Yade Botschafterin Frankreichs bei der UNESCO.[5]

Im Jahr 2013 war sie zweimal wegen Verleumdung verurteilt.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b vgl. Gerd Kröncke in Süddeutsche Zeitung Nr. 140, vom 21. Juni 2007; Seite 4
  2. vgl. http://www.lepoint.fr/content/direct_qg/article.html?id=188784 abgerufen am 23. Juni 2007 (franz.)
  3. So Spiegel-Online, 23. Juni 2009
  4. focus.de: Neues Kabinett soll Weg für Sarkozys Wiederwahl ebnen
  5. [1]
  6. Rama Yade condamnée pour diffamation et injure, TF1 news, 25. April 2013.
  7. « Rama Yade de nouveau condamnée pour diffamation », Liberation, 4. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]