Ramadan-Revolte
| Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Mit Ramadan-Revolte werden die Hintergründe des Umsturzes im Irak während des Ramadan im November 1963 bezeichnet, die zum ersten vorübergehenden Machtverlust der Baath-Partei führten, die erst im Februar 1963 durch einen Militärputsch gegen Abd al-Karim Qasim an die Macht gekommen war.
[Bearbeiten] Das Vorspiel
Hauptverantwortlich für die folgenden Ereignisse war der Generalsekretär der irakischen Sektion der Baath-Partei, Ali Salih as-Sa´di, zugleich Innenminister und Vizepremier unter dem Baath-Premier Ahmad Hasan al-Bakr. Im Oktober 1963 hatte as-Sa´di auf dem gesamtarabischen Sechsten Parteitag der Baath-Partei in Damaskus die Abwahl der Gründerväter Aflaq und Bitar betrieben. Am 11. November beriefen as-Sa´di und seine Anhänger eine „außergewöhnliche Parteikonferenz“ ein, um al-Bakr und andere Rivalen aus der Partei auszuschließen. Bakr-treue Baath-Offiziere verhafteten sie, woraufhin am 13. November der as-Sa´di-Vertraute Wandawi, abgesetzter (aber nicht zurückgetretener) Chef der Nationalgarde, Ziele in Bagdad bombardierte und fünf Tage lang in der Hauptstadt wütete. Hassan al-Bakr rief den an sich rein repräsentativen Präsidenten Abd as-Sallam Arif zu Hilfe, der als Oberbefehlshaber der Armee wieder Ruhe und Ordnung herstellte.
[Bearbeiten] Der Sturz
Die um Arif versammelten Gegner der Baath-Partei nutzten den Machtzuwachs des Präsidenten. Durch einen Putsch Arif-treuer Militärs wurde al-Bakr am 18. November als Premier abgesetzt, Arif selbst übernahm zunächst die Regierungsgeschäfte. Von der Baath-Partei wird dieses Ereignis als die eigentliche Ramadan-Revolte, die Revolte gegen ihre Herrschaft, dargestellt. Hassan al-Bakr verblieb das machtlose Vizepräsidentenamt, das er im Frühjahr 1964 ebenfalls aufgeben musste. Neuer Premier wurde der Ex-Baathist und Neu-Nasserist Tahir Yahya.
Übrigens warfen sich sowohl die einander bekämpfenden Fraktionen der Baath-Partei als auch Baath-Partei und Arif gegenseitig vor, zu den „Rechten“ bzw. reaktionären Kräften zu zählen.
[Bearbeiten] Auswirkungen
Mit der Ramadan-Revolte 1963 wurde der Irak von einer „parlamentarischen“ Republik (unter einem Premierminister) zu einer Präsidialrepublik unter Arif (bis 1966/68). 1964 bis 1968 war allerdings das Amt des Vizepräsidenten abgeschafft.