Ramadi

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Ramadi
Lage
Ramadi (Irak)
Ramadi
Ramadi
Koordinaten 33° 26′ N, 43° 18′ O33.42527777777843.303611111111Koordinaten: 33° 26′ N, 43° 18′ O
Staat Irak
Gouvernement al-Anbar
Basisdaten
Einwohner 274.539 (2012)[1]
Bürgermeister Ahmed Al-Dulaimi
Moschee in der Innenstadt von Ramadi
Moschee in der Innenstadt von Ramadi

Ramadi (arabisch ‏الرماديar-Ramādī) ist eine Stadt im Irak, am Euphrat, ungefähr 110 Kilometer westlich von Bagdad, nordwestlich des Habbaniyya-Sees (Haur al-Habbāniyya), mit 274.539 Einwohnern (letzte Änderung 28. Februar 2012)[1]. Ramadi ist die Hauptstadt der Provinz al-Anbar.

Geschichte[Bearbeiten]

Ramadi wurde 1869 von lokalen Herrschern des Osmanischen Reichs entlang der Straße zwischen der Levante und Bagdad gegründet. Die Briten siegten dort in einer wichtigen Schlacht gegen die Osmanen im Jahr 1917 und schnitten Bagdad vom Mittelmeer ab. 1955 wurde ein Damm am Euphrat bei Ramadi fertiggestellt.

Ramadi gilt als südwestlicher Eckpunkt des „sunnitischen Dreiecks“ und galt als eine Hochburg des Widerstands gegen die US-Vorherrschaft im Irak.

Im Dezember 2013 begannen Kämpfer der dschihadistisch-salafistischen Organisation Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) die Städte Falludscha und Ramadi unter ihre Kontrolle zu bringen. Die irakische Regierung entsandte Soldaten der Iraqi Special Operations Forces (ISOF) zur Terrorismusbekämpfung in beide Städte.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ramadi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geonames.org cities15000.zip (ZIP-Datei, 1,8 MB)
  2. Daniel Glaus: Islamisten verkünden im Irak Gottesstaat. In: tagesanzeiger.ch. 2. Januar 2014, abgerufen am 16. Februar 2015.
  3. AFP: Islamistische Rebellen auf dem Vormarsch. In: FAZ.net. 2. Januar 2014, abgerufen am 16. Februar 2015.