Ramandolo

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DOC Colli Orientali del Friuli.png
Die DOCG Cialla ist mit einem gelben Pfeil gekennzeichnet
Mit einem violetten Pfeil ist die DOCG Ramandolo markiert

Der Ramandoloist ein süßer Weißwein aus dem Friaul. Er stammt aus der sehr kleinen, nur etwa 50 Hektar Anbaufläche umfassenden DOCG Ramandolo im Gemeindegebiet Nimis nordöstlich von Udine nahe der Grenze zu Slowenien. Erst seit 2001 ist dieses Gebiet als DOCG ausgewiesen, seitdem kommen diese Weine auch in den Handel. Die Weinbaugeschichte und insbesondere die Erzeugung von Süßweinen reicht jedoch viel weiter, zumindest bis ins frühe Mittelalter, zurück.

Die Weine werden ausschließlich aus Trauben des weißen Verduzzo Giallo gekeltert, der wahrscheinlich eine Varietät des Verduzzo Friulano darstellt, oder sogar mit ihm identisch ist. Die oft steilen Rieden liegen an Südhängen in etwa 300−500 Metern Höhe. Nach Norden und Nordosten ist das Gebiet durch den Monte Bernadia geschützt, nach Süden ist es zur Adria hin offen.

Rieden und Hügellandschaft um Ramandolo

Die Lese beginnt erst Mitte Oktober und kann bis Mitte November, in idealen Jahren bis in den Dezember hinein andauern. Üblicher Weise werden die Trauben nicht ausgelegt sondern trocknen am Weinstock aus. [1] Botrytis ist unerwünscht. Nach dem Entrappen werden die sorgfältig gepressten Trauben meist in Stahltanks, in hervorragenden Jahren auch in relativ kleinen Eichenfässern sehr langsam vergoren. Danach werden sie auf neue Barriquefässer umgezogen und reifen zwischen 6 Monaten und einem Jahr. Nach dem Abfüllen in die mit charakteristischen keltischen Spiral- und Radsymbolen versehenen, 0,35 oder 0,5 Liter fassenden Flaschen kommen sie nach einer weiteren Reifezeit von zumindest einem halben Jahr in den Handel. [2] Nur höhere Qualitäten großer Jahrgänge reifen über mehrere Jahre in Fässern. Die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei etwas über 100.000 Litern.

Gelungene Ramandolos gehören zu den herausragendsten Süßweinen Italiens; sie sind qualitativ häufig über den bedeutend kostspieligeren und berühmteren Picolit zu stellen. Ramandolos sind leuchtend goldgelbe bis bernsteinfarbene Weine von einer nuancierten, niemals aufdringlichen Süße und einer differenzierten Säurestruktur; oft weisen sie intensive Mandel -oder Haselnussaromen auf. Ihr Alkoholgehalt liegt zwischen 12 und 14 Volumenprozent, der Gehalt an Restzucker zwischen 5−6 %, was etwas 80–90 Gramm/Liter entspricht. [3] Ein Ramandolo sollte gekühlt, aber nicht kalt getrunken werden. Auf Flaschen gezogene Ramandolos sind bei entsprechender Lagerqualität über viele Jahre hinweg ohne Qualitätsveränderung lagerbar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liquid Gold (1987) S. 270
  2. Liquid Gold (1987) S. 270
  3. Liquid Gold (1987) S. 270

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]