Rammingen (Bayern)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Türkheim | |
| Höhe: | 650 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,27 km² | |
| Einwohner: |
1.410 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86871 | |
| Vorwahl: | 08245 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 209 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Friedhofstraße 2 86871 Rammingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Anton Schwele (Fr. Wählergem./ Unabh. Wählergem.) | |
| Lage der Gemeinde Rammingen im Landkreis Unterallgäu | ||
Rammingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Rammingen liegt ca. 40 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
[Bearbeiten] Ausdehnung des Gemeindegebietes
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Unterrammingen und Oberrammingen.
Zu Rammingen gehören die Orte Unterrammingen und Oberrammingen, sowie ein Aussiedlerhof (Moosgerum) und eine aus 5 weiteren Gehöften bestehende Ansiedlung um den etwa 1,5 km entfernten ehem. Bahnhof Unterrammingen
[Bearbeiten] Geschichte
Ober- und Unterrammingen gehörten u. a. den Fuggern und den Grafen Toerring-Seefeld als ein Teil der mit dem Blutbann begabten Herrschaft Mattsies. Die erstmalige Erwähnung des Adelsgeschlechts der Herren von Rammingen (Ramunger) erfolgte 1147 n. Chr. Knapp ein halbes Jahrhundert zuvor tauchte die Gegend um Rammingen erstmals in einer Besitzschrift des Reichsstifts Weingarten auf, das bereits 1094 und später nochmals um 1143 Grundbesitz in Rammingen erworben hatte. Diese Verbindung zum Kloster währte bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1802. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Reichsherrschaft Mattsies, die von 1598 bis 1680 im Besitz der Fugger war. Späterer Landesherr war dann das Kurfürstentum Bayern. Die Bildung der politischen Gemeinden Ober- und Unterrammingen erfolgte 1818. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden diese im Zuge der Gebietsreform 1973 – auch als „(Kommunale) Neugliederung“ bezeichnet – zur Gemeinde Rammingen zusammengeschlossen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.014, bei der Volkszählung 1987 dann 1.164 und im Jahr 2008 1.383 Einwohner gezählt.
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Anton Schwele (Fr. Wählergem./Unabh. Wählergem.).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 522.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 59.000 €.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 20. Oktober 1978 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.
Blasonierung: „Gespalten; vorne wieder gespalten von Blau und Gold mit zwei Steinbockhörnern in verwechselten Farben, hinten schräg gekreuzt zwei goldene Reuthauen.“
Für die Geschichte der Gemeinde sind die Ramunger als Ortsadelsgeschlecht der frühen Zeit und das Reichsstift Weingarten wegen seines 1094 und 1143 verbindlich verbürgten Grundbesitzes in Rammingen von besonderer Bedeutung. Es wurden deshalb die Bockshörner der Ramunger mit den Reuthauen des Stiftwappens in Verbindung gesetzt. Die Schildfarben Gold und Blau im gespaltenen Wappen erinnern an die lange Zugehörigkeit zur Reichsherrschaft Mattsies, die 1598 bis 1680 im Besitz der Familie Fugger war.
Das Wappen wurde vom Heimatpfleger Josef Striebel entworfen und vom Heraldiker Karl Haas aus Kronach gestaltet.
[Bearbeiten] Flagge
Die Flagge ist Blau - Gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der Gemeinde gehört die Kirche St. Magnus zu den Sehenswürdigkeiten mit überregionaler Bekanntheit.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 173 und im Bereich Handel und Verkehr 21 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 428. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.288 ha, davon waren 831 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Bildung
Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 52 Kindern
- Volksschulen: Grundschule
[Bearbeiten] Bauwerke
Siehe: St. Magnus (Unterrammingen), katholische Kirche
[Bearbeiten] Literatur
Elisabeth Lukas-Götz: Rammingen. Ein Dorf am Wörthbach. Von Höfen und Häusern. Hg. von der Gemeinde Rammingen, Rammingen (Gemeinde) 2006.
[Bearbeiten] Weblinks
- Rammingen (Bayern): Wappengeschichte vom HdBG
- Rammingen (Bayern): Amtliche Statistik des LStDV (PDF-Datei; 1 MB)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
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