Ramosch
| Ramosch | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | Schweiz | |
| Kanton: | Graubünden (GR) | |
| Bezirk: | Inn | |
| Kreis: | Remüs | |
| Gemeinde: | Valsot | |
| Postleitzahl: | 7556 | |
| Koordinaten: | 824607 / 19112546.8333310.383341236Koordinaten: 46° 50′ 0″ N, 10° 23′ 0″ O; CH1903: 824607 / 191125 | |
| Höhe: | 1'236 m ü. M. | |
| Fläche: | 84.02 km² | |
| Einwohner: | 483 (31. Dezember 2011) | |
| Einwohnerdichte: | 6 Einw. pro km² | |
| Website: | www.ramosch.ch | |
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Ramosch mit der Florinus-Kirche |
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| Karte | ||
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Ramosch (deutsch veraltet und bis 1943 offiziell Remüs) ist der Name einer bis Ende 2012 bestehenden politischen Gemeinde im gleichnamigen Kreis, Bezirk Inn, des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Am 21. Oktober 2011 stimmten die getrennt tagenden Gemeindeversammlungen von Tschlin und Ramosch einem Fusionsvertrag zu, dieser wurde im April 2012 vom Kantonsparlament gebilligt. Die seit 1. Januar 2013 fusionierte Gemeinde heisst Valsot.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: In Silber (Weiss) ein schwarzes, rot bewehrtes Einhorn
Übernahme des überlieferten Siegelbildes der Gemeinde. Das Einhorn ist Wappenbild der Herren von Remüs, Ministerialen des Bischofs von Chur, und erscheint ebenfalls in einem Feld des Wappens der Familie Planta, die Rechte in Ramosch besass.
Geographie[Bearbeiten]
Ramosch ist ein Ort im Unterengadin, der auf ca. 1'236 m ü. M. liegt. Zu Ramosch gehören Vnà, Seraplana und Raschvella. Ebenfalls zu Ramosch gehören Griosch und der obere Teil des Fimbatals (rätoroman. Val Fenga) im ansonsten österreichischen Paznauntal.
Bevölkerung[Bearbeiten]
Sprachen[Bearbeiten]
Die ursprüngliche Sprache der Bewohner ist Vallader, eine bündnerromanische Mundart. Dieser Sprache sind die Bewohner bis heute treu geblieben. Im Jahr 1880 gaben 86 %, 1910 95 % und 1941 92 % Romanisch als Muttersprache an. Trotz einer gemässigt wachsenden deutschsprachigen Minderheit hat sich daran wenig geändert. Einzige Behördensprache ist Romanisch. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Ramosch | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 44 | 9,69 % | 59 | 13,35 % | 61 | 13,86 % |
| Rätoromanisch | 399 | 87,89 % | 363 | 82,13 % | 370 | 84,09 % |
| Italienisch | 9 | 1,98 % | 15 | 3,39 % | 2 | 0,45 % |
| Einwohner | 454 | 100 % | 442 | 100 % | 440 | 100 % |
Durch die konsequente Beibehaltung der Ursprungssprache in Gemeindeangelegenheiten und Schule verstehen fast alle Einwohner Romanisch (1990 90 %, 2000 gar 92 %).
Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]
Von den Ende 2005 479 Bewohnern waren 443 (= 92 %) Schweizer Staatsangehörige.
Geschichte[Bearbeiten]
1880 wurde Ramosch durch eine Feuersbrunst grösstenteils zerstört.
Bauwerke[Bearbeiten]
- Gotische Florinuskirche (16. Jahrhundert)
- Burgruine Tschanüff
Brauchtum[Bearbeiten]
In der Tradition der Übernamen der Engadiner Dörfer heissen die Ramoscher ils süblats, zu deutsch: "die Ahlentreiber".
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Ramosch ist Ausgangsort vieler Wanderungen in die Umgebung. Es gibt einen Schlittelweg von Vnà nach Ramosch. Das nächstgelegene Skigebiet Motta Naluns liegt auf dem Territorium der Nachbargemeinde Scuol.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Valsot
- Tourismus-Website von Ramosch
- Ramosch im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise[Bearbeiten]
Ehemalige Gemeinden: Ramosch | Tschlin
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