Ramsau bei Berchtesgaden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden
Ramsau bei Berchtesgaden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden hervorgehoben
47.607512.896388888889670Koordinaten: 47° 36′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Berchtesgadener Land
Höhe: 670 m ü. NHN
Fläche: 129,18 km²
Einwohner: 1740 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83486
Vorwahl: 08657
Kfz-Kennzeichen: BGL
Gemeindeschlüssel: 09 1 72 129
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Tal 2
83486 Ramsau b.Berchtesgaden
Webpräsenz: www.ramsau.de
Bürgermeister: Herbert Gschoßmann (CSU)
Lage der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden im Landkreis Berchtesgadener Land
Berchtesgaden Eck (gemeindefreies Gebiet) Schneizlreuth Schellenberger Forst Ainring Anger (Berchtesgadener Land) Bad Reichenhall Bayerisch Gmain Berchtesgaden Bischofswiesen Freilassing Laufen (Salzach) Marktschellenberg Piding Ramsau bei Berchtesgaden Saaldorf-Surheim Schneizlreuth Schönau am Königssee Teisendorf Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Ramsau bei Berchtesgaden (amtlich: Ramsau b.Berchtesgaden) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Die Ramsauer Pfarrkirche und der Hintersee sind seit Langem weltbekannte Motive der Landschaftsmalerei, die auch für die Tourismuswirtschaft der Gemeinde werben. Der Nationalpark Berchtesgaden nimmt über 82 Prozent der Gemeindefläche ein.

Geographie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ramsau gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern im Freistaat Bayern und ist Teil der hochalpinen Region im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee und Marktschellenberg liegt Ramsau innerhalb der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel und ist nahezu völlig von den Berchtesgadener Alpen umgeben, deren Gebirgsstöcke sich wiederum im Osten, Süden und Südwesten ins österreichische Bundesland Salzburg erstrecken. Innerhalb des Berchtesgadener Talkessels liegt der heilklimatische Kurort Ramsau wiederum im Ramsauer Tal, das eingebettet zwischen Watzmann, Hochkalter, Reiter Alm und Lattengebirge nochmals ein in sich abgeschlossenes Gebiet bildet.

Der Überlauf bzw. Abfluss (Sillersbach) des Hintersees vereinigt sich mit dem Klausbach zur Ramsauer Ache, die in östlicher Richtung durch das Ramsauer Tal nach Berchtesgaden fließt und mit der Preisenklamm den einzigen Talzugang geschaffen hat. Weitere Zugänge sind die Pässe Schwarzbachwacht, Hirschbichl und Hochschwarzeck.

Die Gemeinde Ramsau ist durch unterschiedliche Höhenlagen gekennzeichnet, die von 630 bis 2.713 m über NN reichen.[2] Das Ortszentrum liegt auf ca. 670 m über NN.[2] Zum Gemeindegebiet gehört der westliche Teil des Watzmannmassivs (2.713 m), der deutsche Teil des Hochkaltermassivs (2.607 m), ein kleiner Teil des Steinernen Meers um den Großen Hundstod 2594 m, der südwestliche Teil des deutschen Teils der Reiter Alm (Stadelhorn mit 2.286 m), der südliche Teil des Lattengebirges (Karkopf 1.738 m) sowie das Klausbachtal und das Wimbachtal (ab Wimbachbrücke in einer Höhe von ca. 630 m).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden auf deutscher Seite gehören wie Ramsau selbst zum Landkreis Berchtesgadener Land. Seine nordwestliche Nachbargemeinde ist Schneizlreuth, dem sich nordöstlich die Gemeinde Bischofswiesen und südöstlich die Gemeinde Schönau am Königssee anschließen. Im weiteren Verlauf ist die Gemeindegrenze zugleich die Staatsgrenze zum Salzburger Bezirk Zell am See (Pinzgau). Richtung Süden grenzt hier die Stadt Saalfelden an, es folgen im Westen Weißbach bei Lofer, Sankt Martin bei Lofer, Lofer und Unken (Salzburg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Der Besiedelung der Gemeinde beschränkt sich auf das Tal entlang der Ramsauer Ache, rund um den Hintersee und an den Südhängen des Lattengebirges bis auf eine Höhe von 1.100 m.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die traditionellen Gnotschaften Antenbichl, Au, Schwarzeck und Taubensee. Als fünfter Ortsteil kommt das Dorf Hintersee hinzu, dessen Fluren traditionell zur alten Gnotschaft Antenbichl gerechnet werden.[3] Aneinander angrenzende Anteile der Gnotschaften Au, Schwarzeck und Taubensee bilden einen im Zusammenhang bebauten Innenbereich, der informell als Dorf Ramsau[4] oder als Ortszentrum[2] bezeichnet wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Urgnotschaft des Klosterstifts Berchtesgaden[Bearbeiten]

Nachdem ab 1201 dem Klosterstift Berchtesgaden in geistlicher Hinsicht die Pfarrei Berchtesgaden inkorporiert wurde, kam bald darauf Ramsau als eine ihrer Filialen hinzu,[5][6] die jedoch erst 1512 mit der Kirche St. Sebastian als eigenem Filialkirchengebäude ausgestattet wurde.[7] Ein Kaufvertrag mit Propst Johann Sax von Saxenau von 1295, laut von Koch-Sternfeld „die erste teutsche Urkunde von Berchtesgaden“, verweist auch auf einen „Heinrich von Ramsau (im Hinterberchtesgaden)“ als einen von mehreren Zeugen dieses Vertrags.[8] Koch-Sternfeld meint auch, dass zu jener Zeit bereits ein „lebhafter Verkehr“ zwischen Berchtesgaden und den Pinzgauer Gütern jenseits des „Hirschbühels und Gerhardsteins“ bestanden habe, um Salz und Vieh auszutauschen – weshalb auch Ramsau und Hintersee „schon vielfältig bewohnt und zum Ackerbau ausgelichtet“ gewesen wären.[9] Nach seiner Beobachtung „verräth die dortige Volksklasse (noch), daß sie mehrern Theils aus dem Unterpinzgau abstammt“.[9] In dem ersten Steuerbuch des Berchtesgadener Landes von 1456 wird Ramsau als eine seiner acht „Urgnotschaften“ mit zwei „Gnotschaftsbezirken“ und ihren sie betreuenden „Gnotschaftern“ aufgeführt. Doch als Gnotschaft dürfte sich Ramsau bereits Ende des 14. Jahrhunderts im Zuge des 1377 ausgestellten „Landbriefs“ von Propst Ulrich Wulp herausgebildet haben[10] und hatte als solche wie die anderen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Bestand.
Siehe zu diesem Absatz auch den Abschnitt: Geschichte in Fürstpropstei Berchtesgaden

Deckenfresko in Maria Kunterweg

Die Reformation fand in Ramsau im Gegensatz zu den meisten anderen Gnotschaften des Berchtesgadener Landes nur wenige Anhänger.[11][12]
Und nachdem im Zuge der Gegenreformation eine große Anzahl der Protestanten und damit 10 Prozent der Bevölkerung[13] aus dem fürstpröpstlich regierten Herrschaftsgebiet vertrieben waren, wurde noch im Jahr ihres Auszugs (1733) in Ramsau die Kirche Maria Himmelfahrt, auch bekannt als Maria Kunterweg, geweiht, in der ein Deckengemälde diese Auswanderung triumphierend dokumentiert. Im unteren Chronogramm zweier Kartuschen ist dazu, aus dem Lateinischen übersetzt, zu lesen:

Auf Fürbitte der unbefleckten Jungfrau und Mutter
ist der verderbende Irrglaube hier von dieser
Kirche ausgetrieben worden. (1733)[14][15]

Siehe zu diesem Absatz auch die Abschnitte: Reformation und Gegenreformation, Vertreibungen und Emigration in Fürstpropstei Berchtesgaden

Säkularisation, Anschluss an Bayern[Bearbeiten]

1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden aufgelöst und das Berchtesgadener Land verlor damit seine politische Eigenständigkeit. Nach drei kurz hintereinander folgenden Herrschaftswechseln wurden 1810 dessen Gebiet und seine Ortschaften, darunter auch Ramsau, dem Königreich Bayern angegliedert.[16]
Unter den Regentschaften des Kurfürstentums Salzburg von 1803 bis 1805 und der des Kaiserreichs Österreich bis 1809 wurde eine Straße über den Hirschbichl in den Pinzgau angelegt, die dem Salztransport und einer engeren wirtschaftlichen Bindung des Territoriums an Österreich dienen sollte.[17]
Siehe zu diesem Absatz auch den Abschnitt: Nach der Säkularisation in Fürstpropstei Berchtesgaden

Mit der Einbindung in das Königreich Bayern unter der direkten Zuständigkeit des Landgerichts Berchtesgaden war Ramsau 1810 dem Salzachkreis zugeordnet und ab 1817 Teil des neu geschaffenen Isarkreises, der seit 1838 Oberbayern heißt. Im Jahr 1868 erfolgte eine Unterteilung des Regierungsbezirks Oberbayern und die Eingliederung des Ortes in das Bezirksamt Berchtesgaden. Das bayerische Herrscherhaus der Wittelsbacher nutzte die umfangreichen Forstflächen Ramsaus als Hofjagdgebiet.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 wurde Ramsau eine selbständige politische Gemeinde und seine zuvor zwei Gnotschaftsbezirke sind in die vier Gnotschaften Antenbichl, Au, Schwarzeck und Taubensee aufgesplittet worden.

Am 1. Mai 1885 erfolgte die Einrichtung einer ersten „ortsfesten Post“ bzw. „Postexpedition“ in Ramsau, die bis 1995 als eigenständiges Postamt Bestand hatte. Nach der Privatisierung der Post und mit der Verlagerung des Zustelldienstes von Ramsau nach Berchtesgaden wurde das Postamt jedoch in eine „Postfiliale“ umgewandelt und 1998 schließlich endgültig aufgegeben. Die bisherigen Aufgaben der Post übernahm dann eine in einer Drogerie eingerichtete Postagentur, die 2003 ebenfalls aufgegeben wurde. Seither gibt es in Ramsau keine ortsfeste Poststelle mehr.[18]

Zeit der Weimarer Republik[Bearbeiten]

Im Zuge der Novemberrevolution wurde Ludwig III. am 7. November 1918 als König von Bayern abgesetzt. Er floh zusammen mit dem restlichen Hofstaat in Automobilen zuerst nach Wildenwart, von dort weiter an den Hintersee. Als auch in Ramsau die Sicherheit des Königs bedroht schien, floh er weiter nach Schloss Anif bei Salzburg in Österreich und entband am 13. November 1918 mit der „Anifer Erklärung“ die bayerischen Beamten und Soldaten von ihrem Treueeid.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Den bereits in den 1920ern erstmals aufkeimenden und vom Markt Berchtesgaden schließlich vorgetragenen Bestrebungen, von Ramsau aus den Watzmann mit einer Seilbahn zu erschließen, erteilte der bayerische Ministerpräsident Ludwig Siebert (NSDAP) mit „Zustimmung des Führers und Reichskanzlers“ am 2. Februar 1935 einen abschlägigen Bescheid.[19]

Zwischen 1934 und 1937 wurde die Deutsche Alpenstraße angelegt, die wie später die zwischen 1968 und 1972 erstellte Straßenverbindung über das Hochschwarzeck nach Loipl (Bischofswiesen) Ramsau nicht nur zum „Zielort, sondern in einem nie vorhergesehenen Ausmaß auch Durchgangsgebiet“ werden ließ.[17]

Das für den Ort zuständige Bezirksamt Berchtesgaden wurde 1939 in Landkreis Berchtesgaden mit gleichem Zuständigkeitsbereich umbenannt.

Paul Giesler (1895–1945), erst Gauleiter der NSDAP von Westfalen-Süd und München-Oberbayern, dann bayerischer Ministerpräsident und gemäß Hitlers politischem Testament ab dem 30. April 1945 Nachfolger von Heinrich Himmler als Reichsminister des Innern, hat am 2. Mai 1945 im Zauberwald nahe beim Hintersee seine Frau erschossen. Dem sei angeblich ein mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter gemeinschaftlich versuchter Suizid mit Schlafmitteln vorangegangen. Auch ein möglicherweise zweiter Suizidversuch nach der Tötung seiner Frau missriet: Durch einen Kopfschuss schwerverwundet, wurde Giesler in ein Lazarett im Bischofswieser Ortsteil Stanggaß gebracht, wo er einige Tage später laut Sterbebuch der Katholischen Pfarrei Berchtesgaden am 8. Mai 1945 starb. Doch insgesamt sind die Angaben zu Gieslers Todesumständen widersprüchlich und ungesichert.[20][21]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte der Ramsauer Forstmeister Georg Küßwetter die weitere Ausbreitung des Tourismus in den Ramsauer Bergen zu verhindern. Er veranlasste ab 1946 mehrere Brandstiftungen an Alm- und Berghütten und ließ anschließend die Mauern des ehemaligen Wehrmachtshauses am Blaueis sprengen. Das Landgericht Traunstein führte 1952 gegen ihn als Hauptbeschuldigten den Prozess im königlichen Schloss in Berchtesgaden. Dieses Gerichtsverfahren fand bundesweites Medieninteresse.[22] Er wurde im September 1952 zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.[23]

1968 gründete die Gemeinde Ramsau zusammen mit dem Markt Berchtesgaden, dem Fremdenverkehrsverband des Berchtesgadener Landes und einigen Privatpersonen die „Watzmannbahn GmbH“ mit dem Ziel, nach dem abschlägigen Bescheid von 1935 einen neuen Anlauf in Sachen Watzmannbahn zu nehmen. Dem folgten juristische Auseinandersetzungen mit Gegnern der touristischen Erschließung des Watzmanns. Und wiewohl der Ramsauer Gemeinderat noch am 13. September 1972 meinte, „der Bau einer Kabinenseilbahn zum Falzköpfl ist für Ramsau ein lebenswichtiges Projekt“, entzogen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts vom 17. Dezember 1969 und der Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 7. Mai 1974 über die Errichtung des Nationalparks Berchtesgaden schließlich dem Projekt die Grundlage und setzten ihm ein neuerliches Ende.[24]

Von der Gebietsreform bis zur Gegenwart[Bearbeiten]

Auch nach der Gebietsreform in Bayern von 1972 blieb Ramsau (offiziell seither: „Ramsau bei Berchtesgaden“) eine eigenständige Gemeinde.

Am 1. Januar 1984 wurden die gemeindefreien Gebiete Forst Hintersee (3489,32 ha), Ramsauer Forst (5685,89 ha) und Forst Taubensee (754,78 ha) aufgelöst und vollständig als eigene Gemarkungen in die Gemeinde Ramsau eingegliedert. Ebenso wurde der südliche Teil des Jettenberger Forsts (Reiter Alm, 963,27 von 2963,27 ha) in die Gemeinde und Gemarkung Ramsau eingegliedert (der größere nördliche Teil mit 2000,00 ha ging an die Nachbargemeinde Schneizlreuth). Diese unbewohnten Flächen liegen vollständig im Nationalpark Berchtesgaden, durch ihre Eingliederung vergrößerte sich die Gemeindefläche erheblich von 22,98 km² auf 129,18 km². Dies schließt auch die zwei Hektar ein, die Berchtesgaden am 1. Juli 1982 bei der Auflösung des gemeindefreien Gebiets Berchtesgadener Bürgerwald erhielt (der Löwenanteil mit 258,9 Hektar ging an die Nachbargemeinde Bischofswiesen).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bei der letzten Volkszählung von 1987 wurden für die Ramsau insgesamt 1.694 Einwohner ausgewiesen,[25] am 31. Dezember 2010 zählte die Gemeinde exakt 1.800 Einwohner.[26]

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen[Bearbeiten]

Ramsau liegt innerhalb der von der Gebirgsgruppe der Berchtesgadener Alpen umschlossenen geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel, in der sich in den nahezu deckungsgleichen historischen Grenzen des fürstpropstlichen Kernlandes die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land herausgebildet hat.[27][28] Diese Kulturlandschaft grenzt sich noch heute soziokulturell unter anderem vom benachbarten Chiemgau und innerhalb des gleichnamigen Landkreises Berchtesgadener Land vom vormals herzoglich bayerischen Bad Reichenhall und vom einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden Rupertiwinkel ab.[29][30][31] Somit gingen und gehen für Ramsau zuständige Gemeindeverbände und Gebietskörperschaften wie der vormalige Landkreis Berchtesgaden und der jetzige Landkreis Berchtesgadener Land der Fläche wie auch den zugehörigen Gemeinden nach weit über die soziokulturelle Begriffseinheit Berchtesgadener Land hinaus.[32]

Bezogen auf die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land hat sich auch der am 26. Januar 1908 gegründete Weihnachtsschützenverein Ramsau[33] den 1925 gegründeten Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes und der Ramsauer Gebirgstrachtenerhaltungsverein „D' Achentaler“ den 1928 gegründeten Vereinigten Trachtenvereinen im Berchtesgadener Land angeschlossen.[34]

Religion[Bearbeiten]

Laut der letzten Volkszählung von 1987 waren in Ramsau von seinerzeit insgesamt 1.694 Einwohnern 1.526 römisch-katholisch und 133 evangelisch, die Religionszugehörigkeit der restlichen 52 Einwohner wurde nicht aufgeschlüsselt. Bis 1987 wurde in den Statistiken der Volkszählungen neben „römisch-katholisch“ und „evangelisch-lutherisch“ stattdessen die Zahl der „Ausländer“ angegeben.[25][35] Von Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften und ihren etwaigen Versammlungsräumen liegen auch aktuell für die Ramsau keine Angaben vor.

Auch wenn die aktuelle Webadresse www.kirche-ramsau.de der römisch-katholischen Kirchengemeinde in Ramsau noch wie zu Zeiten der Gegenreformation nach Alleinstellungsmerkmal bzw. Alleinstellungswerbung klingt, hat sich in den letzten Jahrzehnten das Verhältnis zwischen ihr und der sich seit dem 19. Jahrhundert wieder etablierenden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde im Berchtesgadener Land zu einem partnerschaftlichen Miteinander entwickelt. So verweist www.kirche-ramsau.de unter dem Stichwort Nachbarpfarreien „in geschwisterlicher Verbundenheit“ auch auf die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Berchtesgaden.[36] Und unter www.berchtesgaden-evangelisch.de sind auch die römisch-katholischen Kirchengemeinden der Region inklusive Ramsau verlinkt.[37]

  • Seit dem 13. Jahrhundert eine Filiale der Pfarrei Berchtesgaden, residierte in Ramsau ab 1657 bei der Kirche St. Sebastian ein Chorherr als Vikar, dem 1659 ein Pfarrhof eingerichtet wurde.[38] 1812 wurde für das Gebiet der Gemeinde Ramsau eine eigenständige römisch-katholische Pfarrei begründet und die Kirche St. Sebastian zur Pfarrkirche.[39] Seit mehreren Jahren (Stand: 2012) sind die seelsorgerische Betreuung und die Verwaltung der Pfarrei dem Dekan des Dekanats Berchtesgaden als Pfarradministrator übertragen worden.[40] Laut den „Seelsorgeeinheiten in der Erzdiözese München und Freising nach Planung 2020“ ist die Zahl der Katholiken in der Ramsauer Pfarrei zwischenzeitlich auf 1.473 (Stand: 2008) gesunken und ein Pfarrverband mit der Pfarrgemeinde Unterstein und ihren 3.851 (Stand: 2008) Gemeindemitgliedern geplant.[41][42]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus 12 Gemeinderäten und dem Bürgermeister zusammen.

Seit der Kommunalwahl von 2008 stellt die CSU den Bürgermeister und nimmt acht Sitze, der „Ramsauer Wahlblock“ vier Sitze ein. Die 2 Perioden im Gemeinderat vertretenen unabhängigen Wähler Ramsau (UWR) traten zur Wahl nicht mehr an. Bürgermeister Herbert Gschoßmann und der Gemeinderat Richard Graßl (beide CSU) sind zudem Mitglieder des Kreistages des Berchtesgadener Landes.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Nachfolgend die Bürgermeister von Ramsau bei Berchtesgaden seit Mai 1945:

Bürgermeister der Gemeinde Ramsau
ab Bürgermeister Partei / Fraktion Anmerkungen
1945 Karl Dieterich -- Mai 1945 – Juni 1945
1945 Karl Graßl CSU
1972 Georg Graßl CSU
1984 Hans Flunk FWG Ramsauer Wahlblock  
1996 Hans Datzmann CSU  
2008 Herbert Gschoßmann CSU  

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ramsau pflegt seit dem Jahr 2000 eine Partnerschaft mit der slowenischen Gemeinde Bohinj.[45] Anknüpfungspunkt sind Gemeinsamkeiten wie die Lage in einem Nationalpark und die Erstbesteigung des in Ramsau gelegenen Watzmanns im Jahr 1800 durch den Slowenen Valentin Stanič.

Wahlkreise[Bearbeiten]

Ramsau bei Berchtesgaden gehört zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land für Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Ramsau.png

Blasonierung: In Blau der heilige Vinzenz in silberner, mit goldenen Fransen besetzter Dalmatik über rotem Untergewand, in der Rechten ein „Merschl“ (langstieliges Beil), in der Linken ein „Griesbeil“ haltend.

Die Werkzeuge in der Hand des Vinzenz von Saragossa weisen darauf hin, dass er als Patron der Holzknechte verehrt wird. Neben der Landwirtschaft bildete früher der Holzeinschlag zur Versorgung der Saline Berchtesgaden die nahezu einige Erwerbsquelle für die Bewohner Ramsaus.

Das Wappen wurde 1953 auf der Rechtsgrundlage eines Beschlusses des Gemeinderats und mit Zustimmung des Staatsministeriums des Innern eingeführt. (Die Ministerialentschließungen datieren vom 17. Juli 1953 und vom 16. Oktober 1953.)[46]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturschönheiten[Bearbeiten]

Westlich von Ramsau liegt der Hintersee, den man auch auf einem Weg durch den so genannten Zauberwald erreichen kann. Der Zauberwald ist ein Geotop mit Bergsturztrümmern zwischen den Bäumen, dem eine sich im Namen widerspiegelnde, romantische Atmosphäre nachgesagt wird.

Der Soleleitungsweg zwischen dem Brunnhaus Söldenköpfl und der Schwarzbachwacht wurde ursprünglich als Trasse der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall angelegt und ist nahezu durchgängig eben. An einem Südhang auf einer Höhe von ca. 900 m gelegen, bietet er einen Panoramablick ins Ramsauer Tal und zu den gegenüberliegenden Gebirgsstöcken, wie Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe.

Die Hindenburglinde steht an der Deutschen Ferienroute Alpen-Ostsee (Bundesstraße 305), oberhalb des Tals der Ramsauer Ache.

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt mit der Wimbachklamm und dem Wimbachtal als einziger Alpen-Nationalpark Deutschlands zu großen Teilen auf Ramsauer Gemeindegebiet. Am Eingang des Klausbachtals dient das dorthin translozierte historische Klausbachhaus als Nationalpark-Informationsstelle und bildet den Startpunkt für viele Wanderungen und Exkursionen im Nationalparkgebiet.

Kulturelle Traditionen[Bearbeiten]

Da Ramsau trotz der zwischen 1803 und 1809 angelegten Straßenverbindung vom Hirschbichl in den Pinzgau noch bis in die 1930er „eine vom Berchtesgadener Talkessel abgesonderte Welt für sich“[17] war, hatte sich unter den Einwohnern eine eigene, vom „Berchtesgadnerischen“ abweichende Mundart entwickelt.[17][47]

Die traditionelle alpenländisch-bayerische Kultur wird in Ramsau z. B. durch die Ramsauer Sänger als überregional bekannte Volksmusikanten und den Gebirgstrachtenerhaltungsverein „D' Achentaler“ mit der Berchtesgadener Tracht gepflegt.

Nach den Berchtesgadener Weihnachtsschützen (1874) hat sich am 26. Januar 1908 auch der Weihnachtsschützenverein Ramsau gegründet[48] und sich 1925 mit den anderen Weihnachtsschützenvereinen der Nachbarorte zu den Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes zusammengeschlossen.

Die Musikkapelle Ramsau besteht seit 1909 und spielt zu allen gemeindlichen und kirchlichen Fest- und Feiertagen.[49]

Eine bis ins 16. Jahrhundert reichende und nur noch in der Ramsau ausgeübte kunsthandwerkliche Tradition ist das Schnitzen von Arschpfeifenrössl als Berchtesgadener War.[50][51]

Bauwerke[Bearbeiten]

→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ramsau bei Berchtesgaden

Profangebäude[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Sebastian vom Malerwinkel aus mit Reiteralpe

Der Gasthof Auzinger ist ein traditionsreicher, denkmalgeschützter[52] Gasthof nahe dem Hintersee. Im 19. Jahrhundert war es zusammen mit seinen Vorgängerbauten und deren Wirten Herberge und Anlaufstelle von Künstlern einer am Hintersee etablierten Malerkolonie.[53]

Das in Klausbachhaus umbenannte Bauernhaus aus dem Jahr 1757 wurde Anfang der 1990er vom Laroslehen in der Unterau in die Ramsau transloziert und war dort 1995 bis auf eine Abweichung nach seinem historischen Vorbild wiederhergestellt. Es dient seither als Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden.

Daneben gibt es in Ramsau noch einige weitgehend im Originalzustand erhaltene Bergbauernhöfe, Almkaser und Wirtshäuser.

Sakralgebäude[Bearbeiten]

evangelisch-lutherisch[Bearbeiten]
römisch-katholisch[Bearbeiten]

Die Kirche St. Sebastian wurde 1512 erbaut, seither mehrfach erweitert und 1812 zur Pfarrkirche von Ramsau. Sie erlangte als bereits von zahlreichen Malern des 19. Jahrhunderts wie später auch auf Post- und Weihnachtskarten genutztes Bildmotiv große Bekanntheit.

Die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt (auch bekannt als Maria Kunterweg) wurde 1733 fertig gestellt und gilt als eines der originellsten Werke des bayerischen Rokoko.[54]

Landschaftsmalerei[Bearbeiten]

Konrad Westermayr: Ramsau, zwei Damen mit Sonnenschirm (1911)
Blick etwa vom Riesenbichl in Richtung Dorfmitte Ramsaus mit Kunterwegkogel und Teilen der Reiteralpe.

Im 19. Jahrhundert hatte sich ab den 1830ern am Hintersee eine bekannte Malerkolonie vor allem aus Vertretern der Münchner und Wiener Schule entwickelt,[53] darunter unter anderem: Wilhelm Busch,[53] Carl Rottmann,[53] Ludwig Richter,[55] Carl Schuch,[55] Karl Hagemeister,[55] Thomas Fearnley,[55] Friedrich Gauermann,[55] Ferdinand Waldmüller[55] und Frederik Christian Kiærskou (1805–1891)[55]. Unter ihnen hat dann u.a. Carl Rottmann auch den See selbst zum Bildmotiv erhoben. Vielen von ihnen dienten der Gasthof Auzinger und seine Vorgängerwirtschaft Hint. See Wirth als Treffpunkt und Herberge.[53]

Die Pfarrkirche St. Sebastian wurde von Malern wie Wilhelm Bendz, Thomas Fearnley, Ferdinand Runk, Ferdinand Laufberger, Wilhelm Busch, Otto Pippel und Will Klinger-Franken auf Skizzen, Zeichnungen und Gemälden festgehalten.[56] Während jedoch zum Beispiel Fearnley (1830) und Loos (1836) noch die Perspektive vom Westen her bzw. vom damaligen Dorfkern beim Gasthof Oberwirt in Richtung Kirche mit dem Göll im Hintergrund wählten, wechselte gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Blickwinkel in die entgegengesetzte Richtung, und der heute Malerwinkel genannte Standpunkt mit Ramsauer Ache und Ertlsteg im Vordergrund sowie der Reiter Alpe im Hintergrund setzte sich durch.[57] Zudem dient sie noch heute als zentrales Bildmotiv auf Foto- und Ansichtskarten und findet auch auf einem Puzzle Verbreitung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der gebürtige Ramsauer Konrad Westermayr (1883–1917) als Maler des Spätimpressionismus auch mit seinem Heimatort in Gemälden auseinandergesetzt.

Anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Sebastian richtete innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land als erste Gemeinde die Ramsau als offizieller Veranstalter das „Offene ExTempore für Bildkunst im Berchtesgadener Land“ aus.[58][59] Allein in der Erwachsenen-Kategorie hatten sich weit über 100 Künstler aus dem In- und Ausland für den freien Wettbewerb angemeldet.[60] Vom 21. bis 24. Juni 2012 sind im Rahmen dieses offenen, für jeden zugänglichen Kunst-Symposiums neue Bildwerke zum Thema „Zauber-Wald“ sowie zu einem Landschaftsmotiv aus der Umgebung entstanden.[61] Diese vor Ort entstandenen Extempore-Arbeiten wurden anschließend im Klausbachhaus ausgestellt und dort auch prämiert.[62] Nach einer zweiten Veranstaltung dieser Art 2013 in Berchtesgaden wurde das „III. Offene ExTempore für Bildkunst im Berchtesgadener Land“ vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 erneut in der Ramsau ausgerichtet.[63][64][65]

Filmkulisse[Bearbeiten]

Folgende Filme/Serien wurden (teilweise) in Ramsau gedreht:

  • 1929 Wildschütz Jennerwein
  • 1930 Glühende Berge, brennende Herzen
  • 1931 Von Berchtesgaden in die Ramsau
  • 1936 Prinzessin Dagmar
  • 1938 Die Pfingstorgel
  • 1949 Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies
  • 1952 Zwei Menschen
  • 1952 Des Teufels Erbe
  • 2001 Tierarzt Dr. Engel
  • 2006 Das Geheimnis des Königssees
  • 2007 Zwei Herzen und ein Edelweiß
  • 2008 Dokumentation über Romy Schneider

Sport und Sportvereine[Bearbeiten]

Der Skiklub SK Ramsau veranstaltet Sportwettbewerbe auch außerhalb des Skisports und hat u. a. auch eine Triathlonabteilung.[18] 2010 hat sich die Fußballabteilung vom SK Ramsau gelöst und sich als FC Ramsau e.V. neu gegründet.[18] Der Verein spielt derzeit (Stand: Mai 2012) in der B-Klasse Oberbayern Inn/Salzach.

Daneben gibt es noch die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Ramsau und den Motorsportclub MSC Ramsau.[66]

Feste[Bearbeiten]

Die traditionellen Veranstaltungen sind in Ramsau bis heute stark vom kirchlichen Jahresablauf geprägt. Besonderheiten sind das Ramsauer Holzbier, der Jahrtag der Holzknechte am Rosenmontag und das Patrozinium der Pfarrkirche, der Sebastianitag am 20. Januar (Ramsauer Feiertag), an dem noch heute viele Ramsauer Unternehmen Betriebsruhe halten.[67][68]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Alpenpanorama in Ramsau

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Struktur der Ramsau war früher überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft bestimmt, die für die Bewohner nur sehr karge Erträge abwarf. Zeitweise wurden in Ramsau in großem Ausmaß Mühlsteine aus Ramsauer Nagelfluh gewonnen. Im 19. Jahrhundert begann ein grundlegender Strukturwandel, der den Urlauberreiseverkehr zur Existenzgrundlage vieler Einwohner machte. Heute hat Ramsau im Berchtesgadener Land im Verhältnis zur Zahl der Einwohner die höchsten Übernachtungszahlen. Ein deutlich über dem Landkreisdurchschnitt liegender Teil der einheimischen Bevölkerung arbeitet im Baugewerbe, das weit über den örtlichen Bedarf ausgeprägt ist. Darin besteht eine große Ähnlichkeit mit den benachbarten österreichischen Gebirgsgauen.[69] Ergänzt wird die Wirtschaftsstruktur durch Dienstleistungs- und Handelsbetriebe überwiegend für den regionalen Bedarf. Die Landwirtschaft wird hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben.

Tourismus[Bearbeiten]

Bereits im 19. Jahrhundert hielten sich regelmäßig Mitglieder der bayerischen Königsfamilie (Wittelsbacher) in Ramsau zur Jagd auf. In den 1870er Jahren wurde in Ramsau ein Verschönerungsverein gegründet, mit dem Ziel, den „Fremdenverkehr“ zu fördern.

Die Gemeinde ist mit Sitz und Stimme im Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee vertreten.

→ Für spätere Zeitabschnitte siehe hierzu auch Berchtesgaden (Wirtschaftliche Entwicklung) und den Abschnitt Tourismus unter Berchtesgaden

Verkehr[Bearbeiten]

Die Hauptverkehrsader ist die Deutsche Alpenstraße B 305; sie führt von Inzell über Schneizlreuth und den Pass Wachterl in die Ramsau und von dort weiter nach Berchtesgaden. Das Dorf Ramsau und der Ortsteil Hintersee werden durch eine von der Deutschen Alpenstraße abzweigende Staatsstraße erschlossen. Eine Besonderheit der Straße nach Berchtesgaden ist das Felsentor, durch das die Bundesstraße führt.

Busse der RVO GmbH verkehren vom Bahnhof Berchtesgaden (teilweise über Schönau) nach Ramsau und weiter zum Hintersee. Vom Hintersee fährt auf der für den Individualverkehr gesperrten Hirschbichlstraße im Sommer der Nationalpark Wanderbus über die Staatsgrenze am Hirschbichl und weiter in den Pinzgau nach Weißbach bei Lofer im Salzburger Land (Österreich). Weitere Busverbindungen existieren entlang der Alpenstraße und zum Hochschwarzeck.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ramsau unterhält einen Bergkurgarten[70] sowie einen 1973 angelegten Sportplatz[71] und eine Turnhalle.[71]

Der örtliche Friedhof mit dem seit 1938 erbauten Leichenhaus[71] ist im Eigentum der römisch-katholischen Kirche und wird auch von ihr verwaltet.

Ein Umsetzer zur besseren Fernsehversorgung der Ramsau wurde 1972 am Kunterwegkogel in Betrieb genommen.[71]

1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr Ramsau gegründet. Sie gehört dem Inspektionsbereich Süd der Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land an.[72] 1980/81 wurden am alten Gemeindehaus das Feuerwehr- und Gerätehaus nebst Wohnungen errichtet.[71]

Für Jugendliche in Ramsau ermöglicht der private Jugend-Treff.5 Förderverein e.V. einen betreuten Treffpunkt.[66]

Ramsau nutzt und finanziert wie die Gemeinden Bischofswiesen und Schönau am Königssee die Kläranlage des Marktes Berchtesgaden und finanziert auch wie die vorgenannten Gemeinden und Marktschellenberg den Schlachthof in Berchtesgaden mit.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Ramsau verfügt über eine Grundschule mit insgesamt vier Klassen der Stufen 1 bis 4, die 1999 ein neues Schulgebäude bezogen haben.[73] Zudem unterhält die Gemeinde seit 1985 einen Kindergarten, der 1999 ebenfalls in neue Räumlichkeiten umgezogen ist und 2008 um einen Erweiterungsbau für eine Krippengruppe ergänzt wurde. Neben der Betreuung von Kleinkindern bietet der Kindergarten eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder bis 10 Jahren an.[74]

Trivia[Bearbeiten]

Auf seinem Weg nach Mariapfarr gelangte Joseph Mohr (1792–1848) auch an den Ramsauer Pfarrhof und wurde auf Bitten des Pfarrers vom 29. August bis 10. Oktober 1815 als Pfarrgehilfe eingesetzt.[75][76] Ein Jahr später verfasste Mohr in Mariapfarr den Text des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht.[77]

Das ehemalige inzwischen per Nachqualifizierung denkmalgeschützte Zollhaus in der Hirschbichlstraße 11 wurde 1822 als eingeschossiger Satteldachbau errichtet und 1842 erstmals umgebaut. Knapp 100 Jahre später hatte es Fritz Todt (1891–1942), Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, SA-Obergruppenführer und Reichsminister für Bewaffnung und Munition, erworben, der es 1940/41 durch Gustav Gsaenger zu einem Wohnhaus umbauen ließ.[78] Der wegen Anstiftung zu Sprengungen und mehrfacher Brandstiftung verurteilte Forstmeister Georg Küßwetter aus der Ramsau (→ siehe hierzu den Abschnitt Geschichte unter Blaueishütte) soll neben seinen vollendeten Straftaten auch ohne Erfolg dazu angestiftet haben, das Haus in der Hirschbichlstraße 11 niederzubrennen, da es gleich nach Todt zu Anfang der Nachkriegszeit in den 1940ern von dem Küßwetter „verhassten“ amerikanischen Captain Payton bewohnt wurde.[79]

Im Sommer 2010 wurde Die Martinsklause von Ludwig Ganghofer im Rahmen bislang einmaliger Nationalpark-Festspiele als Freilichtaufführung am Hintersee inszeniert.[80]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat folgende Personen zu Ehrenbürgern ernannt:

  • 1897: Martin Westermayer, Villa Post, Lehrer, Erster Betriebsleiter der Ramsauer Post ab 1885, Vorstand des Verschönerungsvereins und Gründungsmitglied der Feuerwehr Ramsau, dem zu Ehren die Gemeinde 1999 auch einen Gedenkstein im Bergkurgarten errichtet hat.[18]
  • 31. August 1919: Johann Irlinger, Fendten, Kreisrat, 1. Bürgermeister a. D.
  • 29. Januar 1973: Gottfried Raubinger, Pfarrer
  • 10. August 1976: Richard Graßl, Haus Bachrand, Kreisrat, 2. Bürgermeister und Gemeinderat a. D.
  • 12. September 1986: Schwester Guntrama (1914–1992), Gemeindeschwester von 1946 bis 1987

Berühmte Bürger[Bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten wurden zwar nicht in Ramsau geboren, standen bzw. stehen aber in einer engen Beziehung zu der Gemeinde:

  • Hans Brandner (* 1949), Rennrodel-Weltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner im Doppelsitzer, führte mit seiner Familie das Hotel „Hochkalter“ in Ramsau
  • Wolfgang Bartels (1940–2007), Bronzemedaillengewinner im olympischen Abfahrtslauf 1964, führte den von den Eltern übernommenen Gasthof „Wörndlhof“ in Hintersee
  • Hermann Buhl (1924–1957), Erstbesteiger des Nanga Parbat, hatte ab 1951 bis zu seinem Tod den ersten Wohnsitz in Ramsau.
  • Kriemhild Buhl (* 1951), Kinderbuchautorin, wuchs in Ramsau auf
  • Carolin Fernsebner, (* 1986), Skirennläuferin, wuchs in Ramsau auf
  • Franz Graßl (* 1965), Skibergsteiger, lebt in Ramsau
  • Georg Graßl (1926–1995), Landtagsabgeordneter, machte sich in Ramsau als Malermeister selbständig
  • Hartmut Graßl (* 1940), Klimaforscher, wuchs in Ramsau auf
  • Judith Graßl (* 1968), Skibergsteigerin, lebt in Ramsau
  • Will Klinger-Franken (1909–1986), Kunstmaler, ab 1949 regelmäßiger Aufenthalt, ab 1960 bis zu seinem Tod erster Wohnsitz in Ramsau.
  • Manuel Machata (* 1984), Weltmeister im Viererbob 2011, wuchs in Ramsau auf
  • Maria Maltan (1938–2008), Kommunalpolitikerin, Bäuerin, bewirtschaftete das „Sommeraulehen“ und gehörte von 1984 bis 2002 dem Ramsauer Gemeinderat an.
  • Franz Pöschl (1917–2011), Generalleutnant a. D., lebte viele Jahre am Hintersee
  • Jakob Resch, zweimaliger Bronzemedaillengewinner im Bob, lebt in Ramsau und führte den Hotel-Gasthof an der Hindenburglinde.
  • Martin Schwab (* 1926), Volksmusikant, führte das Wirtshaus „Gerstreit“ in Ramsau
  • Willy Schlieker (1914–1980), Großindustrieller, Begründer des Ramsauer Skigebiets Hochschwarzeck, lebte ab Mitte der 1960er in dem Jagdhaus seiner Frau in Ramsau.[81]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 223–224
  • Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982 ISBN 3-87490-528-4, S. 95, 96, 244–249

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c ramsau.de Unter „Zahlen, Daten, Fakten“ die Angabe der Höhenlage des Ortszentrums
  3. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991, S. 71
  4. Sitzungsprotokolle öffentliche Sitzung vom 20. September 2011 des Ramsauer Gemeinderats – auf Seite 3 der PDF-Datei heißt es: „Das Baugrundstück (..), Gemarkung Ramsau, liegt im Innenbereich. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Ramsau ist das Gebiet als Fläche Dorfgebiet ausgewiesen.“
  5. Chorherrenstift Berchtesgaden, Basisdaten und Geschichte:
    Stephanie Haberer:  Fürstpropstei Berchtesgaden – Chorherren und Salzknappen in der Datenbank Klöster in Bayern im Haus der Bayerischen Geschichte
  6. A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 108–109
  7. Michael Petzet: Denkmäler in Bayern, Band 1-2; S. 141
  8. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 128 u., 129 (Volltext in der Google-Buchsuche).
    Hier heißt es: „Im J. 1295 am Markustag verkaufen Friedrich von Rupolding und seine Hausfrau Benedikta, und deren von Megenwarth und von Teisenheim erworbene Söhne Rapoto und Ortolf ihr freyes Eigenthum zu Niedertiesbach (in den Hohlwesen, südwestlich von Berchtesgaden an den Propst Johann. Heinrich von Taufkirchen siegelt den Brief auf des Propsten Haus.*)“
    Und in der Fußnote auf Seite 129: „*) S. und B. II. 58. Soviel bekannt ist dieses die erste teutsche Urkunde von Berchtesgaden. Als Zeugen waren anwesend: (..) Heinrich von Ramsau (im Hinterberchtesgaden), und andere getreue Leute.“
  9. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 131 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  10. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 29 Volltext in der Google-Buchsuche).
    Laut Koch-Sternfeld kritisiert hier ein Berchtesgadener Richter namens Eberhard den Propst Ulrich I. Wulp (1377–1384) für das Auslichten des Waldes und damit Öffnen der natürlichen Begrenzung des Berchtesgadener Landes an der Schwarzache – vom Taubensee den Schwarzbach (siehe: Schwarzbach (Bad Reichenhall)) entlang Richtung Jettenberg (heute: Oberjettenberg und Unterjettenberg).
  11. berchtesgaden-evangelisch.de Alfred Spiegel-Schmidt: Reformation und Emigration im Berchtesgadener Land. Text zur Emigration der Protestanten aus der Fürstpropstei Berchtesgaden.
  12. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 131–132 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  13. Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. siehe Die Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. S. 171–174
  14. notthafft.de Harald Stark: Auf den Spuren des Berchtesgadener Fürstpropsts Cajetan Anton Notthafft, Siehe Ende des vorletzten Absatzes.
  15. berchtesgaden-evangelisch.de Alfred Spiegel-Schmidt: Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. Über WayBack Machine erhaltener Text vom 5. März 2006 mit Übersetzung der Kartusche.
  16. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 3, ab S. 116 f. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  17. a b c d Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 245
  18. a b c d Zu Sport und Martin Westermayer Hinweis auf Ehrenbürgerschaft und Gedenkstein in AA: Vor 125 Jahren eröffnete in Ramsau eine „Postexpedition“ (PDF; 1,5 MB) in Ramsauer Bladl Nr. 42 vom September 2010
  19. Zu Watzmannbahn: Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 95, 96
    Die Begründung des bayerischen Ministerpräsidenten im Wortlaut: „Die zur Zeit in Bayern vorhandenen Bergbahnen (..) werden auf lange Zeit hinaus ein auch noch so gesteigerten Bedürfnis entsprechen und genügen. Zu der vorstehenden Entscheidung habe ich die Zustimmung des Führers und Reichskanzlers erholt. Sie ist deshalb endgültig.“
  20. Die Umstände von Gieslers Tod nach: Karl Höffkes: Hitlers politische Generäle. Die Gauleiter des Dritten Reiches. 2. Auflage, Grabert-Verlag, Tübingen 1997, ISBN 3-87847-163-7, S. 95ff. Dort auch das Sterbebuch im Faksimile. Auf die Darstellung von Höffkes wird trotz des beschönigenden Charakters seines im rechtsradikalen Grabert-Verlag erschienenen Buches bei Lilla, Statisten, und beim Internet-Portal Westfälische Geschichte verwiesen. Gleichwohl muss sie als ungesichert gelten.
  21. „Die verhinderte Alpenfestung“ Dokumentation von Hellmut Schöner, Ilse Lackerbauer und Fritz Hofmann, ISBN 3-927957-00-3, S. 26 „Kampflose Übergabe des Landkreise“ von Karl Theodor Jacob, S.44 „Das Kriegsende in der Ramsau“ von Engelbert Aigner.
  22.  Schaun's in die Ramsau. In: Der Spiegel. Nr. 32, 1952, S. 10–12 (6. August 1952, online).
  23. archiv.preussische-allgemeine.de Zum Urteil gegen Georg Küßwetter in Das Ostpreußenblatt vom 13. September 1952, unter Von Tag zu Tag, PDF-Datei S. 2 von 16
  24. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 95
  25. a b statistik.bayern.de Statistik zur Aufteilung der Bevölkerung nach evangelisch und römisch-katholisch
  26. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende)
  27. www.heimat-bayern.de: Die Kulturlandschaften Bayerns: Vielfalt – Heimat – Schutzgut, PDF-Datei
  28. br-online, 8. Oktober 2010, anlässlich der 200-jährigen Zugehörigkeit des Berchtesgadener Landes zu Bayern
  29. Berchtesgadener Land Tourismus GmbH „Zur Geschichte des Landkreises“: "Der Landkreis „Berchtesgadener Land" bildet sowohl geschichtlich und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit; alle drei Teile – das eigentliche „Berchtesgadener Land" (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und das Land um Laufen – standen seit dem frühen Mittelalter über die Jahrhunderte hinweg bis hin zum Anfang des 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen dem Fürsterzbistum Salzburg und dem Herzogtum Bayern, die den Salzreichtum des Gebietes beide für sich beanspruchten."
  30. Dito: Gebrauch des Begriffs Berchtesgadener Land – „Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns durch die irritierende Landkreisbezeichnung im Zug der Gebietsreform nicht verunsichern!) ist die Bezeichnung des Territoriums des ehemaligen Hochstiftes Berchtesgaden. Der Gebietsumfang des Territoriums ist deshalb exakt zu bestimmen.“ – Günter Kampfhammer: Gebietsnamen in Bayern S. 621; in Dieter Harmening, Erich Wimmer, Wolfgang Brückner (Hrsg.): Volkskultur, Geschichte, Region: Festschrift für Wolfgang Brückner zum 60. Königshausen & Neumann, Würzburg 1992.
  31. www. prangerschuetzen.de: Der Rupertiwinkel
  32. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 18
    Das Berchtesgadener Land umfasst laut Schöner in „seinen historischen Grenzen Schellenberg bis Hallthurm, Schwarzbachwald und Hirschbichl“ beziehungsweise analog zum Berchtesgadener Talkessel lediglich den südlichen Teil des Landkreises mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau, die zusammen, seinerzeit aufgespalten in kleinteiligere Gnotschaften, das Kerngebiet des erst von Stiftspröpsten und zuletzt von Fürstpröpsten regierten Landes Berchtesgaden bzw. Berchtesgadener Landes bildeten.
  33. weihnachtsschuetzenverein-ramsau.de Zur Geschichte
  34. www.berchtesgadener-land.com: Trachtenvereine im Berchtesgadener Land
  35. Ramsau bei Berchtesgaden: Amtliche Statistik des LStDV S. 6 von 29 PDF-Seiten
  36. kirche-ramsau.de „Unsere Nachbarpfarreien“ u. a. auch mit Hinweis auf „Evang.-Luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden“
  37. berchtesgaden-evangelisch.de Linkliste, in der u. a. auch die römisch-katholischen Kirchengemeinden der Region aufgelistet sind.
  38. books.google.de Denkmäler in Bayern, Band 1-2 Von Michael Petzet; S. 141
  39. kirche-ramsau.de Hinweis auf „200 Jahre eigenständige Pfarrei Ramsau“ S. 36 von 36 Seiten der PDF-Datei „Ramsauer Pfarrbrief“, Ausgabe 2/2012
  40. berchtesgaden-evangelisch.de – Anlässlich des ökumenischen Kirchentages 2010 in München ein Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden mit einem Gastbeitrag zur römisch-katholischen Pfarrei in der Ramsau; Gemeindebrief Nr. 130 für Juli-Oktober 2010, s.S. 21 von 32 PDF-Seiten
  41. erzbistum-muenchen.de „Seelsorgeeinheiten in der Erzdiözese München und Freising nach Planung 2020“ als PDF-Datei, eine Seite
  42. Strukturplan 2020: Dekanat Berchtesgaden
  43. berchtesgaden-evangelisch.de Die Pfarrsprengel der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden
  44. berchtesgaden-evangelisch.de Webseite zur evangelischen Kirche Zum Guten Hirten
  45. fwg-ramsau.de Hinweis auf 10-jährige Gemeindepartnerschaft mit Bohinj im Jahr 2010, PDF-Datei S. 6 von 6
  46. Ramsau bei Berchtesgaden: Wappengeschichte vom HdBG
  47. Hellmut Schöner zitiert im Ergänzungsband I auf S. 245 für die eigene Ramsauer Mundart E. Ackermann: Von der Ramsauer Mundart. BH, 1930, Nr. 10–11
  48. weihnachtsschuetzenverein-ramsau.de Zur Geschichte
  49. musikkapelle-ramsau.de Chronik
  50. E. E. Fischer: Souvenirs, Souvenirs: Arschpfeifenrössl. In: Süddeutsche Zeitung vom 26. Februar 2007
  51. R. Mischke: Weihnachtsbaumschmuck nach alten Vorlagen. In: Welt am Sonntag vom 19. Dezember 2010
  52. Wilhelm Neu, Volker Liedke, Otto Braasch: Oberbayern: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, Band 1 von Denkmäler in Bayern, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1986 ISBN 978-3-486-52392-8, S. 141
  53. a b c d e faz.net Weindl, Georg: Ein Leben zwischen Staffelei und Wirtshaus. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Mai 2003
  54. baufachinformation.de – Einschätzung der Wallfahrtskirche Maria Kunterweg durch das Fraunhofer IRB
  55. a b c d e f g auzinger.de Zur Geschichte des Gasthof Auzinger
  56. Zu Fearnley, Runk, Laufberger und Busch: www.ramsau-berchtesgaden.de Malerrundweg Ramsau
  57. Christoph Karbacher: Berchtesgaden als Motiv der Landschaftsmalerei. S. 304, in: Walter Brugger u. a. (Hrsg.): Geschichte von Berchtesgaden. Band III/1, Berchtesgaden 1998, S. 287–312.
  58. kp: Künstlerwettberwerb: Ramsau im Porträt online unter bgland24.de am 23. Mai 2012
  59. Christian Holzner: Offenes Kunstsymposium am Hintersee; ein Beitrag zum „internationalen 'ExTempore' für Bildkunst“ vom 21. bis zum 24. Juni 2012 in der Ramsau für das Regionalfernsehen Oberbayern am 10. Mai 2012
  60. salz-der-heimat.eu Siehe Rückschau: PROJEKTE – Zu I. Offenes ExTempore für Bildkunst im Berchtesgadener Land in Ramsau bei Berchtesgaden
  61. Christian Holzner: Malersymposium am Hintersee beginnt; ein Beitrag zum „internationalen 'ExTempore' für Bildkunst“ vom 21. bis zum 24. Juni 2012 in der Ramsau für das Regionalfernsehen Oberbayern am 22. Juni 2012
  62. kp: Extempore: Bilder mit regionalen Bezügen online unter bgland24.de am 27. Juni 2012
  63. salz-der-heimat.eu Siehe Rückschau: PROJEKTE – Zu III. Offenes ExTempore für Bildkunst im BERCHTESGADENER LAND in Ramsau bei Berchtesgaden
  64. Christian Holzner: Maler rücken die Ramsau ins Bild; ein Beitrag zum „internationalen 'ExTempore' für Bildkunst“ vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 in der Ramsau für das Regionalfernsehen Oberbayern am 4. Juni 2014
  65. Veronika Mergenthal: Landschaftsbildkunst auf hohem Niveau im Berchtesgadener Anzeiger; online am 3. Juni 2014
  66. a b ramsau.de Vereine
  67. Zu Brauchtum und Festen in der Ramsau Albert Scharf, Fritz Resch: Das Ramsauer Brauchtum im Ablauf des Kirchenjahres. Berchtesgadener Anzeiger 2005, ISBN 3-925647-39-2
  68. Gemeinde Ramsau – Brauchtum, Geschichte, Geographie in Ramsau und Berchtesgaden online unter ramsau.de
  69. www.nationalparkregion.at S. 7–8 (PDF; 5,8 MB) für Salzburger Gebirgsregionen
  70. ramsau.de Zum Bergkurgarten
  71. a b c d e Siehe Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 246
  72. feuerwehr-ramsau.de Wir über uns
  73. grundschule.ramsau.de „Wir über uns“ mit Angaben u.a. zur Zahl der Klassen und dem Schulgebäude
  74. ramsau.de Webseite zu „Allgemeine Information über unseren Kindergarten“ in der Ramsau
  75. Otto Franz Gensichen: Mohr, Joseph Franz. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 52, Duncker & Humblot, Leipzig 1906, S. 435.
  76. Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. S. 223–224
    Eintrag in der Ramsauer Pfarrchronik: „Josef Mohr (..) kam am 29. VIII. 1815, da er schon nach Mariapfarr in Lungau bestimmt war, hier an, und blieb mit Bewilligung des Hochwürdigsten Konsistoriums zur Aushilfe da bis 10. X. 1815, an welchem Tag er abgereist war.“ Ferner heißt es bei Helm: „M. war auf dem Wege zu seiner ersten Dienststelle, er wird nun beim Pfarramt in Ramsau wegen Übernachtung vorgesprochen haben.“
  77. www.gratis-gedicht.de Eintrag Joseph Mohr
  78. geodaten.bayern.de (PDF; 141 kB) Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege zu Fritz Todt und dem Haus in der Hirschbichlstraße 11, das als denkmalgeschützt nachqualifiziert wurde.
  79. spiegel.de Zum Jagdhaus von Fritz Todt in der Ramsau – BRANDSTIFTUNG – Schaun's in die Ramsau in Der Spiegel Nr. 32, 1952, S. 10–12 vom 6. August 1952
    „Küsswetter(..) habe außerdem, wenn auch ohne Erfolg: (..) Niederberger im Frühjahr 1947 an mindestens drei verschiedenen Tagen aufgefordert, das Jagdhaus des ehemaligen Reichsministers Todt am Hintersee abzubrennen, weil es von dem amerikanischen Captain Payton bewohnt wurde, der Küsswetter verhaßt war.“
  80. offizielle Festspielhomepage
  81. Nicht einmal der Name blieb. u. a. zum Aufenthalt Schliekers in der Ramsau bei Berchtesgaden in: Die Zeit, Nr. 10/1966

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ramsau bei Berchtesgaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien