Ramsey Lewis

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Ramsey Lewis; 2006

Ramsey Emmanuel Lewis (* 27. Mai 1935 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Jazzpianist und -Keyboarder eines unterhaltenden, genre-übergreifenden Soul- und Popjazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lewis erhielt ab vier Jahren klassischen Klavierunterricht. Mit fünfzehn Jahren war er Mitglied der siebenköpfigen Jazzband The Cleffs, aus der sich später das Ramsey Lewis Trio mit Bassist Eldee Young und Schlagzeuger Isaac „Red“ Holt abspaltete. Ihr erstes Album Ramsey Lewis and the Gentlemen of Swing kam 1956 heraus. 1958 wirkten Lewis und sein Trio am Debütalbum des Vibraphonisten Lem Winchester mit. Ramsey Lewis wurde 1965 durch sein Album The In Crowd international bekannt, das Platz 2 der Pop-Charts erreichte und ihm 1966 einen Grammy (Best Jazz Performance Small Group) einbrachte. Anschließend wandte er sich mehr dem Pop- und Rhythm and Blues-Bereich zu. Aus diesen Jahren bekannt sind auch Wade In The Water, Hold it right there (Grammy 1967 für die beste Rhythm and Blues-Band) sowie Radio-Evergreens wie Hang On Sloopy (Grammy 1974 für Rhythm & Blues Instrumental) oder die stilistisch breit angelegte Another Voyage.

Seit 1999 lässt sich eine veränderte musikalische Ausrichtung erkennen: Im Album Appassionata verarbeitete er klassische Themen im „Ramsey-Lewis-Swing“. [1] Ferner lieferte er Beiträge für drei Projekte des Labels Narada Jazz: „Urban Knights“ und die Duos „Simple Pleasures“ und „Meant To Be“ mit der Sängerin Nancy Wilson. Für ersteres erhielt er den NAACP Image Award in der Kategorie „Outstanding Jazz Artist“. Auf Time Flies (2004) gibt Lewis eine Übersicht über seine musikalische Welt – vom Rhythm’n’Blues über Jazz zu den Wurzeln von Gospel, dem klassischen Training seiner Jugend.[Anmerkung 1] 2005 erschien sein Gospel-inspiriertes Album With one Voice.

Daneben war und ist Ramsey Lewis auch ein bekannter Radio-Moderator, zunächst auf dem Chicagoer Smooth Jazz-Sender WNUA mit seiner Show Legends of Jazz, in der er ab 1990 berühmte Jazzmusiker auch in Interviews und Live-Aufnahmen vorstellte. Die Sendung war in 60 Städten der USA zu hören und wurde von ihm auf dem Sender WTTW fortgesetzt. Seit 2006 hat er auch die Ramsey Lewis Morning Show im Smooth Jazz Network. Er ist auch in der Nachwuchsförderung aktiv, beispielsweise mit einer eigenen Stiftung, die gefährdeten Jugendlichen die Musik näherbringen soll, und beim Ravinia Jazz Festival in Highland Park, Illinois.

Für 2007 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Ramsey Lewis Trio[Bearbeiten]

1966 verließen Holt und Young das Trio, um eine eigene Band zu gründen; Lewis ersetzte sie durch den Bassisten Cleveland Eaton und den Schlagzeuger Maurice White. White wiederum wurde 1970 durch Maurice Jennings abgelöst. In den 1970er Jahren wurde das Trio auch bisweilen durch einen Keyboarder ergänzt; 1979 kam Gitarrist Henry Johnson in die Gruppe (bis 1983). Seit vielen Jahren sind Larry Gray (Bass, Cello) und Leon Joyce Jr. am Schlagzeug seine Begleiter.

Trivia[Bearbeiten]

Wade in the Water ist als Titelmelodie der Sendung Berichte von heute des Norddeutschen und Westdeutschen Rundfunks bekannt.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hörprobe
  2. WDR: Berichte von heute

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Verwendet werden die 3. Sinfonie von Johannes Brahms und eine Suite von J.S.Bach. Dem Gospel sind „Hosanna“ und „Open My Heart“ gewidmet, wobei der in Chicago lebende Künstler als Gospelchor die dortigen Chicago Gospel Voices engagierte. Time Flies enthält auch drei neue Nummern (teilweise im Stil des Modern Jazz Quartet), dazu zwei frühere Erfolge in neuen Arrangements: Wade In The Water und The In Crowd (siehe oben), in Kooperation mit dem Trio seines Sohnes Frayne und in zeitgenössische Rhythmen gesetzt.