Randaberg

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Randaberg
Randaberg (Norwegen)
Randaberg
Randaberg
Basisdaten
Kommunennummer: 1127 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Rogaland
Koordinaten: 59° 0′ N, 5° 37′ O59.0016666666675.6152777777778Koordinaten: 59° 0′ N, 5° 37′ O
Fläche: 24 km²
Einwohner:

10.367 (31. Mär. 2013)[1]

Bevölkerungsdichte: 432 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Tone Tvedt Nybø (KrF) (2007)
Lage in der Provinz Rogaland
Lage der Kommune in der Provinz Rogaland

Randaberg ist eine Kommune in der norwegischen Fylke Rogaland. Sie liegt ganz im Norden der Landschaft Jæren. Die Kommune grenzt an die Kommunen Stavanger, Sola, Rennesøy und Kvitsøy. Die Mehrzahl der Bewohner lebt in den drei Ortschaften: Sentrum (310 Haushalte), Viste Hageby (315 Haushalte) und Grødem (135 Haushalte).

Geschichte[Bearbeiten]

Einige der ersten Bewohner Norwegens haben hier gelebt. Man glaubt, dass die ersten Menschen 12.000 v. Chr. hierher kamen. Es wird angenommen, dass Svarthola (auch bekannt als Vistehola) die Unterkunft für eine Gruppe von 25 Personen war (6000 v. Chr.). Diese Menschen waren hauptsächlich Jäger und Sammler, ab 4000 v. Chr. begannen sie aber auch mit dem Ackerbau. Ab 2000 v. Chr. waren sie hauptsächlich mit der Landwirtschaft beschäftigt.

Um ca. 1630 wurde die alte Stabkirche durch eine einfache Holzkirche ersetzt. Die Altartafel wurde von Gottfried Hendtzschel gemalt, figürlicher Schmuck vom Schnitzer Laurids Snekker geschaffen. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Kirche wiederum zu klein war, errichtete man 1845 nach Typenplänen des Schlossbaumeisters Hans Ditlev Franciscus von Linstow die heute im Kommuneteil Randaberg-Sentrum gelegene Holzkirche. Die Ausstattung wurde zum Teil übernommen.

Am 1. Juli 1922 wurde Randaberg als selbstständige Kommune, damals als Herred bezeichnet, von der Kommune Hetland abgeteilt. Erster Bürgermeister (Ordfører) war Andreas Harestad. In den Namen der Teile der Kommune sind die alten Hofnamen erhalten: Tunge, Sande, Randaberg, Todnem, Harestad, Grødem, Rygg, Goa, Håland, Leikvoll, Viste, Vistnes, Raustein, Vistnes, Vistvik, Ytre Bø, Indre Bø, Tunge.

Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 9. April 1940, wurde Randaberg, wie die gesamte Westküste Norwegens, im Zuge der Operation Unternehmen Weserübung besetzt. Während der Besatzungszeit wurde Randaberg wegen seiner strategischen Lage am Byfjord zur Festung ausgebaut. Der Randaberger Isak Rygh erfasste die deutschen Stellungen und gab die Zeichnungen und Karten an die norwegische Widerstandsbewegung weiter, wofür er 1942 zur Haft in einem deutschen Konzentrationslager verurteilt wurde.

Am 11. Mai 1945 wurden die deutschen Besatzer durch britische Alliierte entwaffnet und gefangengenommen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Randaberg ist auch jetzt noch eine Landwirtschaftskommune. Die ersten Kartoffeln jeden Jahres werden der königlichen Familie geschenkt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Randaberg Kirche
  • Vistnes Tunet, der einzige vollständig erhaltene Hof aus der Zeit von 1875 bis 1900 in Nord Jæren
  • Randaberg Kirke, erbaut 1845
  • Tungenes fyr (Leuchtturm) mit Seefahrtsmuseum
  • Ehemaliger Wehrmacht-Kommandobunker in Bø
  • Grødem kirke, erbaut 2000

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q1 2013

Literatur[Bearbeiten]

  • O. Indrehus: Randaberg Herred. 1837–1937. Dreyers Forlag, Stavanger 1937.
  • Hjørdis Horve: Festung Randaberg. Randaberg Kommune, Randaberg 1995.
  • Inge Bruland: Randaberg. Dagar ved Havet. Eigenverlag, Randaberg 2003, ISBN 82-996760-0-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Randaberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien