Randall Garrett

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Randall Garrett (* 16. Dezember 1927 in Lexington (Missouri); † 31. Dezember 1987 in Waco; eigentlich Gordon Randall Phillip David Garrett) war ein Science-Fiction- und Fantasy-Autor aus den USA.

Leben[Bearbeiten]

Garrett wurde am 16. Dezember 1927 in Lexington im US-Bundesstaat Missouri geboren. Er studierte Naturwissenschaften an der Texas Tech University in Lubbock und schloss mit Bachelor ab. Nach einem kurzen Zwischenspiel bei dem US Marine Corps arbeitete er einige Zeit als Industriechemiker in der Industrie in Michigan und Illinois. 1955 zog er nach New York und baute sich eine Existenz als freier Autor auf.

Seit 1951 schrieb er sehr erfolgreich für fast alle amerikanischen SF-Magazine, teils alleine, teils zusammen mit Autoren wie Robert Silverberg, Harlan Ellison und Laurence M. Janifer. Für einige Jahre war er einer der Hauptschreiber des Astounding Magazins (in zwei Ausgaben waren sogar sämtliche Beiträge von ihm).

Garrett benutzte eine reiche Anzahl von Pseudonymen wie Gordon Aghill, David Gordon, Darrell T. Langart, Johnathan Blake MacKenzie, Jonathan Blake MacKenzie, Johnathan Blake Mac Kenzie, Gerald Vance, Robert Randall (zusammen mit Robert Silverberg) und Mark Phillips (zusammen mit Laurence M. Janifer).

Anfangs der 60er Jahre starb sein Vater. Er hörte für Jahre mit dem Schreiben auf und zog zurück nach Texas in sein Elternhaus. Hier lernte er seine erste Frau kennen und zog mit ihr kurze Zeit später nach Kalifornien. Schon 1963 wurde die Ehe wieder geschieden. Er zog einige Zeit später mit der Schriftstellerin Vicki Ann Heydron zusammen. Von ihr angeregt, begann er wieder zu schreiben. Am 25. Dezember 1978 heirateten die beiden und planten, gemeinsam eine lange Fantasy-Serie namens Gandalara zu verfassen.

Im Mai 1979 zog er sich jedoch eine Enzephalitis zu, von der er sich nicht mehr erholte: Die Krankheit führte zu einem dauerhaften Gedächtnisverlust. Seine Frau zog mit ihm zu seinem Bruder nach Texas, wo sich sein Zustand weiter verschlimmerte. Seit August 1981 war Randall Garett in einer Pflegeeinrichtung in Waco untergebracht. Am 31. Dezember 1987 starb er an einer Lungenentzündung.

Während der Zeit seiner Krankheit schrieb Vicki Ann Heydron nach Garretts Exposés mehrere Gandalara-Romane, die unter beider Namen erschienen.

Im Jahr 1999 erhielt Randall Garrett für seine Lord-Darcy-Serie posthum den Sidewise Award in der Kategorie Special Achievement Award.

Werke[Bearbeiten]

Fantasy als Randall Garrett: Die Lord-Darcy-Serie[Bearbeiten]

  • Komplott der Zauberer Bergisch Gladbach 1981, ISBN 3-404-20033-0, Too many magicians 1966
  • Mord und Magie Bergisch Gladbach 1982, ISBN 3-404-20041-1 Murder and magic 1979
  • Des Königs Detektiv Bergisch Gladbach 1986, ISBN 3-404-20082-9, Lord Darcy investigates 1981
  • Lord Darcy : die vollständigen Ermittlungen in Sachen Mord und Magie Bergisch Gladbach 1989, ISBN 3-404-20127-2
  • Sammelband mit der Erzählung Bitteres Ende als Bonusmaterial

außerdem schrieb Michael Kurland zwei weitere Bücher mit Lord Darcy als Hauptperson:

  • Zehn kleine Zauberer Bergisch Gladbach 1988, ISBN 3-404-20148-5, Ten little Wizards 1988
  • Eine Studie in Zauberei Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-404-20178-7 A Study in Sorcery 1989

SF als Randall Garrett[Bearbeiten]

  • Das elektronische Genie   München 1963 (Unwise child 1962)
  • Der Denker und die Rebellen   München 1966 (But, I don't think)
  • Das verrückte Raumschiff   München 1969 (A spaceship named McGuire 1961)
  • Virus Y   München 1970 (No connections)
  • Die Erfindung des Mister B.   München 1971

SF als Randall Garrett mit Vicki Ann Heydron: Gandalara[Bearbeiten]

SF als Robert Randall (mit Robert Silverberg)[Bearbeiten]

  • Planet der Dämmerung Bergisch Gladbach 1987, ISBN 3-404-22101-X, The shrouded planet / The dawning light 1959

SF als Mark Phillips (mit Laurence M. Janifer)[Bearbeiten]

  • Die Geisterbande Rastatt 1962 (Out like a light 1960)
  • Kampf gegen die Unsichtbaren   Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1962 (The impossibles 1963)
  • Die Lady mit dem 6. Sinn   Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1974 (Brain twister 1959)

SF als Darrel T. Langart[Bearbeiten]

  • Die fremde Macht   München 1967 (Anything you can do 1963)

SF als Gerald Vance[Bearbeiten]

  • Wir - die Maschine Rastatt 1958 (We, the machine 1951)

SF als David Gordon[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alpers/Fuchs/Hahn/Jeschke: Lexikon der Science Fiction Literatur. Heyne, München 1988, ISBN 3-453-02453-2.

Weblinks[Bearbeiten]