Randow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Fluss Randow im Nordosten Deutschlands; weitere Bedeutungen finden sich unter Randow (Begriffsklärung).
Randow
Wasserwanderrastplatz an der Randow.JPG

Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gewässerkennzahl DE: 9688
Lage Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, BrandenburgVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehltVorlage:Infobox Fluss/QUELLE_fehlt
Mündung im Norden: in Eggesin in die Uecker
im Süden: nördlich von Passow in die Welse53.69039214.06544Koordinaten: 53° 41′ 25″ N, 14° 3′ 56″ O
53° 41′ 25″ N, 14° 3′ 56″ O53.69039214.06544
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Linke Nebenflüsse Grenzgraben, Seegraben
Rechte Nebenflüsse Kleine Randow, Plöwenscher Abzugskanal, Prahmgraben, Winkelmanns Graben, Schillerbach
Kleinstädte Eggesin
Die wichtigsten Flüsse Vorpommerns

Die Randow ist ein Fluss im Osten der Norddeutschen Tiefebene, der von seitlichen Zuflüssen und Sumpfland gespeist wird und an beiden Enden eine Mündung hat. Die Gewässerstrecke zwischen beiden Mündungen beträgt 68 km. Der Wasserspiegel im Scheitelbereich liegt bei 12 m ü. NN.

In slawischer Siedlungszeit wurde die u.a. durch Löcknitz fließende Randow auch als "Lochnitza" (slawisch für "Fluss der Pfützen", "Sumpfloch" oder "Grubenniederung") bezeichnet. In einer Schenkungsurkunde von 1216 wurde der Fluss zum ersten mal mit diesem Namen erwähnt, ein weiteres mal 1288 in einer Urkunde die die Grenzen der Uckermark beschreibt.[1] Für den Fluss setzte sich um 1700 dann jedoch die Bezeichnung Randow durch.

Der Scheitelbereich liegt zwischen den Orten Schmölln (Gemeinde Randowtal) und Grünz (Stadt Penkun). Von hier fließt das Wasser sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung ab. Man kann also von einer Pseudobifurkation sprechen.

Die Randow verläuft in einem Urstromtal, dessen feuchter Grund Randowbruch genannt wird. Nahe Löcknitz ist dieses Tal etwas enger und bildet eine seit Jahrhunderten strategisch wichtige Furt zur Überquerung des Flusses, weiter flussabwärts wird es dann wieder weiter. An der breitesten Stelle der Randow zwischen Eggesin und Gumnitz bestand schon vor dem Dreißigjährigen Krieg eine Brücke, die zum Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Zugbrücke ersetzt wurde. Die heutige Brücke an dieser Stelle ist aus Beton.

Ab 1905 begannen Meliorationsarbeiten, die das nördliche Randowbruch (zwischen Gorkow und Jägerbrück) trockenlegten. Durch mehrere Abzugsgräben konnte so im Frühjahr der Boden schnell entwässert werden. Auch heute ist das Randowbruch noch von vielen Entwässerungsgräben durchzogen.

Obere Randow und Welse bildeten traditionell die Grenze zwischen Brandenburg und Pommern. Auf etwa 20 Kilometern ist die Randow auch heute die Grenze zwischen den Landkreisen Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern und Uckermark in Brandenburg. Die Namen der 1994 bei Kreisgebietsreformen gebildeten Landkreise beziehen sich auf die Flussnamen „Ucker“ bzw. „Uecker“ und „Randow“.

Literatur [Bearbeiten]

  • Förderverein Burgfried Löcknitz e.V. (Hrsg.): Ortschronik von Löcknitz (Teil I). Von der Erstbesiedlung bis 1945, Schibri Verlag, Milow 1999.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Förderverein Burgfried Löcknitz e.V. (Hrsg.): Ortschronik von Löcknitz (Teil I): Seite 10-12.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Randow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien