Randow

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Fluss Randow im Nordosten Deutschlands; weitere Bedeutungen finden sich unter Randow (Begriffsklärung).
Randow
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Wasserwanderrastplatz an der Randow.JPG
Daten
Gewässerkennzahl DE: 9688 (nördlicher Teil)
Lage Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, BrandenburgVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_fehlt
Abfluss über Uecker → Stettiner Haff →  → Ostsee
Ursprung: Pseudobifurkation Brücke der Brücke der A11
53° 17′ 43″ N, 14° 7′ 43″ O53.295214.128512.5
Quellhöhe 12,5 m ü. NHN LGB
Mündung im Süden: nördlich von Passow in die Welse
53° 9′ 41″ N, 14° 7′ 35″ O53.16138888888914.126388888889

im Norden: in Eggesin in die Uecker53.69039214.065440Koordinaten: 53° 41′ 25″ N, 14° 3′ 56″ O
53° 41′ 25″ N, 14° 3′ 56″ O53.69039214.065440

Mündungshöhe m ü. NHN LUNG MV (nördliche Mündung)
Höhenunterschied 12,5 m
Linke Nebenflüsse Grenzgraben, Seegraben
Rechte Nebenflüsse Kleine Randow, Plöwenscher Abzugskanal, Prahmgraben, Winkelmanns Graben, Schillerbach
Kleinstädte Eggesin
Ucker/Uecker, Randow und Welse

Die Randow ist ein Fluss im Osten der Norddeutschen Tiefebene, der von seitlichen Zuflüssen und Sumpfland gespeist wird und an beiden Enden eine Mündung hat. Die Gewässerstrecke zwischen beiden Mündungen beträgt 68 km. Der Wasserspiegel im Scheitelbereich liegt bei 12,5 m ü. NHN.

In slawischer Siedlungszeit wurde die u.a. durch Löcknitz fließende Randow auch als "Lochnitza" (slawisch für "Fluss der Pfützen", "Sumpfloch" oder "Grubenniederung") bezeichnet. In einer Schenkungsurkunde von 1216 wurde der Fluss zum ersten Mal mit diesem Namen erwähnt, ein weiteres Mal 1288 in einer Urkunde die die Grenzen der Uckermark beschreibt.[1] Für den Fluss setzte sich um 1700 dann jedoch die Bezeichnung Randow durch.

Der Scheitelbereich liegt zwischen den Orten Schmölln (Gemeinde Randowtal) und Grünz (Stadt Penkun). Von hier fließt das Wasser sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung ab. Man kann also von einer Pseudobifurkation sprechen.

Die Randow verläuft in einem Urstromtal, dessen feuchter Grund Randowbruch genannt wird. Nahe Löcknitz ist dieses Tal etwas enger und bildet eine seit Jahrhunderten strategisch wichtige Furt zur Überquerung des Flusses, weiter flussabwärts wird es dann wieder weiter. An der breitesten Stelle der Randow zwischen Eggesin und Gumnitz bestand schon vor dem Dreißigjährigen Krieg eine Brücke, die zum Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Zugbrücke ersetzt wurde. Die heutige Brücke an dieser Stelle ist aus Beton.

Ab 1905 begannen Meliorationsarbeiten, die das nördliche Randowbruch (zwischen Gorkow und Jägerbrück) trockenlegten. Durch mehrere Abzugsgräben konnte so im Frühjahr der Boden schnell entwässert werden. Auch heute ist das Randowbruch noch von vielen Entwässerungsgräben durchzogen. Bekannt ist auch die sogenannte Moordammkultur bei Retzin. Hier ist eindrucksvoll zu sehen und auch nachzulesen, wie die ansässigen Bauern im 19. und 20. Jahrhundert dem Moor der Randowaue fruchtbares Weideland abzugewinnen.

Obere Randow und Welse bildeten traditionell die Grenze zwischen Brandenburg und Pommern. Auf etwa 20 Kilometern ist die Randow auch heute die Grenze zwischen den Landkreisen Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern und Uckermark in Brandenburg. Die Namen der 1994 bei Kreisgebietsreformen gebildeten Landkreise beziehen sich auf die Flussnamen „Ucker“ bzw. „Uecker“ und „Randow“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Förderverein Burgfried Löcknitz e.V. (Hrsg.): Ortschronik von Löcknitz (Teil I). Von der Erstbesiedlung bis 1945, Schibri Verlag, Milow 1999.

Heimatkreis Pasewalk-Ueckermünde in Gemeinschaft mit dem Pommerschen Zentralverband e.V. Zsgest. unter Mitarb. zahlr. Landsleute von Manfred Vollack [Hrsg.]: Der Kreis Ueckermünde bis 1945; ein pommersches Heimatbuch.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Förderverein Burgfried Löcknitz e.V. (Hrsg.): Ortschronik von Löcknitz (Teil I): Seite 10-12.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Randow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien