Randy Bernard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Randy Bernard (* 1966 oder 1967[1]) ist ein US-amerikanischer Sport-Funktionär. Er war von 1995 bis 2010 Geschäftsführer der Professional Bull Riders. Seit 2010 ist er Chief Executive Officer des Automobilsport-Veranstalters IndyCar.

Karriere[Bearbeiten]

Professional Bull Riders (1995–2010)[Bearbeiten]

Bernard gründete 1995 die Professional Bull Riders, eine professionelle Liga im Bullenreiten. Er leitete die Professional Bull Riders bis Anfang 2010 als Geschäftsführer. In seiner Zeit entwickelte sich die Professional Bull Riders zu einer „Multi-Millionen-Dollar-Unternehmung“.[1]

IndyCar (seit 2010)[Bearbeiten]

Anfang Februar 2010 wurde Bernard als neuer Chief Executive Officer (CEO) des Rennveranstalters Indy Racing League vorgestellt. Er trat die Nachfolge von Tony George, der bereits im Sommer 2009 zurückgetreten war, an.[1] Bernard ist in dieser Funktion überwiegend für die Organisation der IndyCar Series verantwortlich. Nach eigenen Aussagen hatte er vor diesem Engagement noch nie ein IndyCar-Rennen vor Ort gesehen.[2] Ein Jahr nach Beginn seiner Amtszeit wurde der Veranstalter in IndyCar umbenannt.[3]

In Bernards Amtszeit fällt die Einführung eines neuen Chassis für die IndyCar Series, dem Dallara DW12, sowie die Einführung eines neuen Motorenreglements, dass weitere Hersteller in die Rennkategorie bringt. Ein Ziel Bernards ist es, das Verhältnis von Oval- und Nicht-Ovalkursen in der IndyCar Series ausgeglichen zu gestalten.[4]

Ein weiterer Schwerpunkt von Bernard ist die Steigerung des Marketings der IndyCar Series.[3] Für das Saisonfinale der IndyCar-Series-Saison 2011 lobte er eine Prämie von fünf Millionen US-Dollar aus, für den Fall, dass ein Gaststarter dieses Rennen für sich entscheiden würde.[5] Zwar meldeten sich für das Rennen 34 Fahrer an, was einen neuen Rekord für ein Rennen außerhalb des Indianapolis 500 darstellte, allerdings war kein Gaststarter dabei.[6] Stattdessen erhielt Dan Wheldon die Möglichkeit, mit einem Sieg die Hälfte der Prämie zu gewinnen. Die andere Hälfte wäre an einen Fan gegangen.[7] Allerdings verunglückte Wheldon bei dem Rennen tödlich. Er war in einen Massenunfall mit 15 Fahrzeugen verwickelt.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c „Bernard als neuer IndyCar-Chef vorgestellt“ (Motorsport-Total.com am 3. Februar 2010)
  2. „Ein Bullenreiter als neuer IndyCar-Chef?“ (Motorsport-Total.com am 30. Januar 2010)
  3. a b „Aus für die IRL: Ab sofort nur noch IndyCars“ (Motorsport-Total.com am 12. Januar 2011)
  4. „Neu: Oval-Champion und Rundkursmeister“ (Motorsport-Total.com am 28. April 2010)
  5. „Offiziell: Las Vegas und zwei dicke Überraschungen“ (Motorsport-Total.com am 23. Februar 2011)
  6. „Rekord: 34 IndyCars beim Las-Vegas-Finale“ (Motorsport-Total.com am 7. Oktober 2011)
  7. „Las-Vegas-Millionen: Wheldon-Partner steht fest“ (Motorsport-Total.com am 13. Oktober 2011)
  8. „Dan Wheldon stirbt bei Horrorcrash!“ (Motorsport-Total.com am 17. Oktober 2011)