Rangierbahnhof Wedau
Der Rangierbahnhof Wedau war ein großer Verschiebebahnhof in Duisburg-Wedau. Er wurde von 1890 bis 2000 betrieben und 2006 endgültig stillgelegt.
Verschiedene Entwicklungen führten zum Bau des Rangierbahnhofes in Wedau. Zum einen wurden in den Jahren 1880 bis 1886 die Rheinische, die Bergisch-Märkische und die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaften verstaatlicht, sodass die Notwendigkeit der bisherigen parallelen Streckenführungen entfiel. Zum anderen nahm der Güterverkehr entlang der Rheinschiene und im Ruhrgebiet stetig zu, die Hauptbahnhöfe sollten davon entlastet werden. Südlich des Duisburger Hauptbahnhofes, an der Abzweigstrecke von Speldorf nach Troisdorf gab es noch ein genügend großes und freies Gelände.
1890 wurde der Rangierbahnhof Wedau aufgebaut. Zur Nutzung des sumpfigen Geländes mussten große Aufschüttungen vorgenommen werden. Der benötigte Kies stammte aus nahen Baggerseen, die heute zur Sechs-Seen-Platte in Wedau gehören.
Durch die 1901 eröffnete Umgehungsstrecke von Wedau nach Oberhausen erlangte der Rangierbahnhof zentrale Bedeutung. Von 1912 bis 1913 wurde er zu einem der größten damaligen Verschiebebahnhöfe ausgebaut, er hatte danach zwei Ablaufberge, 24 Gleise und über 4 Kilometer Gleislänge. Zeitgleich entstand unmittelbar daneben das Ausbesserungswerk Wedau und das Bahnbetriebswerk Wedau. Zusammen mit dem Personenbahnhof, der Werkstättensiedlung und den Eisenbahnersiedlungen Wedau und Bissingheim ergab sich ein stark Eisenbahn geprägtes Gelände.
Heute liegen die Ablaufberge und sonstigen Rangieranlagen still. Das Stellwerk 2 am Ablaufwerk Nord steht zusammen mit dem dortigen Wasserturm unter Denkmalschutz, beide stammen aus der Zeit des Ausbaus (1912/13). Der Wasserturm aus Ziegelsteinen trägt einen Intze-Behälter mit eisernem Umlauf.
Weblinks [Bearbeiten]
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur
- Gleisplan des Rangierbahnhofes Wedau von 1933
- Eintrag dieses Denkmals (Nummer: 169) in der Denkmalliste der Stadt Duisburg (Zugang)
- Eintrag dieses Denkmals (Nummer: 170) in der Denkmalliste der Stadt Duisburg (Zugang)
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51.3920566.805129Koordinaten: 51° 23′ 31″ N, 6° 48′ 18″ O