Ranuccio Bianchi Bandinelli
Ranuccio Bianchi Bandinelli (* 19. Februar 1900 in Siena; † 17. Januar 1975 in Rom) war einer der bedeutendsten italienischen Klassischen Archäologen des 20. Jahrhunderts. Zu seinen Forschungsinteressen gehörten die Etrusker und ihre Beziehungen zu Römern und Griechen.
Noch als Schüler lernte er den in Siena internierten Karl Julius Beloch kennen. Nach dem Militärdienst studierte er an der Universität Rom vor allem Klassische Archäologie, promovierte 1923 aber über Chiusi in etruskischer Zeit. Nach kurzer Tätigkeit als Gymnasiallehrer in Siena erhielt er 1929 einen Lehrauftrag für Archäologie und Geschichte der Griechischen und Römischen Kunst an der Universität Cagliari, 1930/1931 lehrte er an der Universität Groningen und von 1934 bis 1938 als Ordinarius an der Universität Pisa. Er wurde verpflichtet, zusammen mit dem deutschen Leiter des Kunsthistorischen Institutes in Florenz (KHI) Friedrich Kriegbaum am 9. Mai 1938 Adolf Hitler und Benito Mussolini bei ihrem Besuch in Florenz zu führen.[1]
Seit 1947 war er ordentliches Mitglied der Accademia dei Lincei in Rom.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Schriften
- Klassische Archäologie. Eine kritische Einführung. Beck, München 1978. ISBN 3-406-06769-7
[Bearbeiten] Literatur
- I. Baldassare: Bianchi Bandinelli, Ranuccio In: Dizionario Biografico degli Italiani, 34 (Onlinefassung bei Treccani.it) ital.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Hans W. Hubert, Das Kunsthistorische Institut in Florenz : Von der Gründung bis zum hundertjährigen Jubiläum (1897 - 1997), Florenz 1997, S. 65
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bianchi Bandinelli, Ranuccio |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Klassischer Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 19. Februar 1900 |
| GEBURTSORT | Siena |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1975 |
| STERBEORT | Rom |