Ranuccio Farnese (1530–1565)

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Ranuccio Farnese, 12 Jahre alt, als Maltesischer Ordensritter (Gemälde von Tizian, 1542, National Gallery of Art, Washington, D.C.)

Ranuccio Farnese (* 11. August 1530 in Valentano; † 29. Oktober 1565 in Parma) war ein römisch-katholischer Kardinal aus der Familie Farnese. Er war der Enkel des ebenfalls aus der Farnese-Familie stammenden Papstes Paul III. und der Bruder von Alessandro Farnese, der ebenfalls Kardinal war und der Große Kardinal genannt wurde; dagegen nannte man Ranuccio, cardenalino, also kleiner Kardinal, weil er von seinem Großvater schon mit 15 Jahren zum Kardinal ernannt worden war. Schon als Zehnjähriger wurde er lebenslang Prior von Venedig des Souveränen Malteserordens.[1] Als solcher wurde er von Tizian porträtiert.

Während seiner Zeit als Kardinaldiakon von Santa Lucia in Silice wurde er als großer Mäzen bekannt und war durch seine Rechtschaffenheit hoch angesehen. Seine gemeinsam mit seinem Bruder Alessandro geleisteten Stiftungen ermöglichten den Bau des Oratoriums Santissimo Crocifisso. Karl Borromäus lobte an ihm seine Weisheit und Nächstenliebe. Sein Grab befindet sich in der Lateranbasilika in Rom.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Großpriore der Lombardei und Venetien

Weblinks[Bearbeiten]