Rapid Application Development

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Rapid Application Development (RAD) bzw. schnelle Anwendungsentwicklung ist ein von Barry Boehm entwickeltes Konzept zur Softwareentwicklung mit einem prototypischen Vorgehensmodell.

Das Entwickeln von Applikationen (Application Development) unterscheidet sich vom reinen Programmieren durch vorgelagerte und nachgelagerte Phasen wie die Anforderungsanalyse oder das Testen. Klassische Softwareentwicklungsmodelle wie das Wasserfallmodell durchlaufen diese Phasen sequenziell, was später hinzukommende Anforderungen (beispielsweise während der Umsetzungsphase) nur schlecht berücksichtigen kann. Damit wird der Entwicklungsprozess oft starr und unflexibel.

Um Softwareentwicklungen flexibler zu gestalten und sich an schnell ändernde Anforderungen anpassen zu können, wurde in den 1980er Jahren u.a. von Barry Boehm die Idee des Rapid Application Development (RAD) entwickelt. Grundlage dieses Systems ist das Spiralmodell. Sie sieht ein prototypisches Vorgehen vor, bei dem Anforderungen an eine Software gesammelt und möglichst schnell in ausführbaren Code umgesetzt werden. Dieser wird dem Auftraggeber in einer relativ frühen Phase vorgelegt, um Missverständnisse bei den Anforderungen sowie hinzugekommene Anforderungen zu identifizieren. Die Änderungen werden in einer weiteren Version implementiert und wiederum vorgelegt. Diese Zyklen werden so oft durchlaufen, bis der Auftraggeber mit der Software zufrieden ist und diese abnimmt. RAD Entwicklungsumgebungen unter Windows sind Microsoft Visual Basic und Borland Delphi. Als RAD Tools gelten Visual Studio LightSwitch für .NET sowie XDEV 3 für Java oder der IBM Lotus Domino Designer. Speziell Bedienoberflächen lassen sich mit solchen Werkzeugen visuell entwerfen.