Rapolano Terme

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Rapolano Terme
Wappen
Rapolano Terme (Italien)
Rapolano Terme
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Siena (SI)
Koordinaten: 43° 17′ N, 11° 36′ O43.28333333333311.6334Koordinaten: 43° 17′ 0″ N, 11° 36′ 0″ O
Höhe: 334 m s.l.m.
Fläche: 83 km²
Einwohner: 5325 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einw./km²
Postleitzahl: 53040
Vorwahl: 0577
ISTAT-Nummer: 052026
Volksbezeichnung: Rapolanesi
Schutzpatron: Vergine Maria Assunta (15. August)
Website: Gemeinde Rapolano Terme

Rapolano Terme (meist nur Rapolano) ist ein Ort mit 5325 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Stadttor Porta dei Tintori in Rapolano, entstanden im 14. Jahrhundert
Lage von Rapolano Terme in der Provinz Siena

Der Ort liegt in der Landschaft der Crete Senesi ca. 20 km östlich von Siena und erstreckt sich über 83 km². Durch das Gemeindegebiet fließt der Ombrone.

Er besteht aus den Ortsteilen Armaiolo, Modanella, Poggio Santa Cecilia, San Gimignanello und Serre di Rapolano.

Nachbargemeinden sind Asciano, Bucine (AR), Castelnuovo Berardenga, Lucignano (AR), Monte San Savino (AR), Sinalunga und Trequanda.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Stadtkerns von Rapolano beginnt im 12. Jahrhundert, als die Grafen von Asciano e Berardenga die Herrschaft über den Ort übernahmen. Diese baten 1175 Siena um Protektion. Zu dieser Zeit wurde der Ort zur Kornkammer Sienas. Die Kornlieferungen wurden damals von der Leitung des Hospitals Santa Maria della Scala in Siena organisiert und dauerten bis ins 18. Jahrhundert. Am 30. Mai 1554 wurde Rapolano von den Truppen aus Florenz besetzt und zerstört. Die Beschädigungen ließen nur zwei Stadttore, das Stadttor Porta dei Tintori und das Porta Sant’Antonio sowie sechs Türme intakt. Danach zogen die Truppen aus Florenz weiter, um Siena am 2. August 1554 in der Schlacht von Scannagallo zu besiegen. Mit der Niederlage Sienas wurde auch Rapolano ins Herzogtum Toskana eingegliedert und verblieb dort (mit Ausnahme der napoleonischen Besetzung) auch nach der Einigung Italiens. Seit 1949 darf der Ort den Zusatz Terme (Thermen) tragen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pieve di San Vittore
  • Arcipretura di Santa Maria Assunta, Kirche, die 1646 die Kirchweihe erhielt. Enthält das Werk Madonna del Latte von Paolo di Giovanni Fei.
  • Chiesa del Corpus Domini, enthält das Werk Madonna del Rosario e Santi von Ventura Salimbeni.
  • Chiesa della Compagnia di Santa Caterina della Misericordia, Kirche, enthält die Werke Santa Caterina che riceve il cuore del Redentore und Santa Caterina che dà la veste al povero von Astolfo Petrazzi sowie Madonna in gloria e i Santi Caterina, Rocco e Sebastiano und San Lorenzo e Sant’Andrea von Alessandro Casolani.
  • Chiesa della Madonna della Piaggia a San Gimignanello im Ortsteil San Gimignanello, 1407 entstandene Kirche, enthält das Werk Madonna col Bambino von Lippo Vanni.
  • Pieve di San Vittore, bereits 1029 erwähnte Pieve.
  • Porta dei Tintori (Färbertor), südliches Stadttor an der (mittelalterlichen) Straße nach Siena, im 14. Jahrhundert entstanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Anschlussstelle Rapolano liegt an der Schnellstraße von Siena zur A1 und zur RA6 nach Perugia.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Ortsgebiet wurde bis in die 2000er Jahre hauptsächlich Travertin abgebaut.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Rapolano unterhält seit dem Jahr 2000 eine Partnerschaft mit dem ungarischen Ort Fertőrákos.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rapolano Terme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.