Rasanztrauma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Rasanztrauma (Plural: Rasanztraumen und Rasanztraumata), in der deutschsprachigen Fachliteratur auch Hochrasanztrauma genannt,[1] bezeichnet man die Einwirkung hoher Werte kinetischer Energie auf den menschlichen Körper, die zu Verletzungen (Traumata) des Körpers führt.

Die kinetische Energie, die das Trauma verursacht, kann sowohl von der Geschwindigkeit des Körpers selbst, als auch von der Geschwindigkeit eines auf den Körper einwirkenden Objektes herrühren. Im Moment der Einwirkung werden hohe Beschleunigungs- (Akzeleration) bzw. Bremswerte (Dezeleration) erreicht. Durch diese hohen Akzelerations- bzw. Dezelerationswerte entstehen unter anderem Scherkräfte, die auf Knochen, Organe und Gefäße einwirken und zu Frakturen (Knochenbruch) beziehungsweise Rupturen (Rissen) führen können.[2]

Die kinetische Energie kann der Körper beispielsweise durch ein Fahrzeug oder einen Sturz aus großer Höhe erhalten. Rasanztraumata entstehen meist als Folge von Verkehrs- oder Sportunfällen. Oft resultiert ein Polytrauma.

Beispiele für typische Rasanztraumata[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. O. Kloeters und M. W. Müller: Crashkurs Chirurgie. Verlag Elsevier, Urban & Fischer, 2004, ISBN 3-437-43230-3
  2. a b J. Freyschmidt (Herausgeber): Handbuch diagnostische Radiologie: Thorax, Band 4. Verlag Springer, 2003, ISBN 3-540-41421-5 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. U. Stöckle u. a.: Zertifizierte medizinische Fortbildung: Der Oberschenkelhalsbruch. In: Dtsch Arztebl 102, 2005, S. A-3426/B-2894/C-2710 pdf
  4. A. Klonz u. a.: Klavikulafrakturen. In: Der Unfallchirurg 104, 2001, S. 70–81. doi:10.1007/s001130050691
  5. P. Hochstein u. a.: Diagnostik und Inzidenz der Verletzungen des hinteren Kreuzbandes. In: Der Unfallchirurg 102, 1999, S. 753–762. doi:10.1007/s001130050477 PMID 10525618