Rashkind-Manöver

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Trikuspidalatresie Rashkind.svg
Das Rashkind-Manöver bei einer Trikuspidalatresie

Das Rashkind-Manöver (Syn: Rashkind-Atrioseptostomie, Ballonseptostomie), benannt nach dem amerikanischen Chirurgen W. J. Rashkind, ist ein palliativer Herzkatheter-Eingriff in der Kinderkardiologie. Hierbei wird das Vorhofseptum mit Hilfe eines Ballonkatheters eingerissen, um einen künstlichen Vorhofseptumdefekt mit nachfolgendem Links-Rechts-Shunt zu erreichen, um das Überleben eines Kindes mit Transposition der großen Arterien ohne gleichzeitig wirksamen Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt bzw. Einkammerherzen bis zur Operation zu sichern.

Dabei wird ein noch nicht expandierter Ballon-Katheter durch den rechten Vorhof und das Foramen ovale in den linken Vorhof vorgeschoben. Dann wird der Ballon mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllt, was sowohl ein Komprimieren beim Rückziehen als auch eine embolische Komplikation bei einem Katheterdefekt verhindert. Der gefüllte Ballon wird daraufhin ruckartig durch das Foramen ovale zurückgezogen, so dass das Vorhofseptum aufreißt und ein dauerhafter Septumdefekt entsteht.

[Bearbeiten] Quelle

Mewis, Riessen, Spyridopoulos (Hrsg.): Kardiologie compact. 2 Auflage. Thieme, Stuttgart, New York 2006, ISBN 3-13-130742-0, S. 492.

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