Raspberry Pi

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Logo der Raspberry-Pi-Stiftung
Version 1 des Raspberry Pi
Modell B
Revision 2 des Raspberry Pi
Modell B – made in UK

Der Raspberry Pi ist ein kreditkartengroßer Einplatinencomputer, der von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt wurde.

Der im Vergleich zu üblichen Personal Computern sehr einfach aufgebaute und mit 25 beziehungsweise 35 US-Dollar preisgünstige Rechner wurde von der Stiftung mit dem Ziel entwickelt, jungen Menschen den Erwerb von Programmier- und Hardwarekenntnissen zu erleichtern. Die Platine enthält ein Ein-Chip-System von Broadcom mit einem 700-MHz-ARM11-Prozessor sowie je nach Modell 256 oder 512 MB Arbeitsspeicher. Das Modell B hat zusätzlich eine Ethernet-Schnittstelle und einen zweiten USB-Anschluss. Als Betriebssystem können angepasste Linuxversionen, Android oder andere Betriebssysteme installiert werden, welche die ARM-Architektur unterstützen. Eine eigene Festplatten-Schnittstelle ist nicht vorhanden, stattdessen können SD-Speicherkarten als Bootmedium benutzt werden.

Bis März 2014 wurden mehr als 2,5 Millionen Geräte verkauft. Die Entwickler des Raspberry Pi wurden mit mehreren Innovationspreisen ausgezeichnet. Es existiert ein großes Zubehör- und Softwareangebot für verschiedenste Anwendungsbereiche. Eine verbreitete Anwendung ist die als Mediacenter, da der Rechner Videodaten mit voller HD-Auflösung (1080p) verarbeiten und über die serienmäßige HDMI-Schnittstelle ausgeben kann.

Hintergrund[Bearbeiten]

Idee[Bearbeiten]

Das Motiv hinter der Entwicklung eines preisgünstigen Rechners war die sinkende Anzahl an Informatikstudenten an der Universität Cambridge, sowie deren schlechter werdende Vorkenntnisse der Programmierung. Für einen der Gründe hielt man, dass Computer heute in der Regel teuer und komplex sind und Eltern ihren Kindern deswegen häufig verbieten, mit dem Familien-PC zu experimentieren.[1] Man wollte daher Jugendlichen einen günstigen Computer zum Experimentieren und Erlernen des Programmierens an die Hand geben. Dabei hoffte man, dass sie wie in der Anfangszeit der Heimcomputer (z. B. IMSAI 8080, Apple I, Sinclair ZX80) die Computergrundlagen und -programmierung spielerisch erlernen würden. [2]

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Der Name wird wie raspberry pie ausgesprochen, das englische Wort für Himbeerkuchen. Das „Pi“ steht für „Python interpreter“, ursprünglich sollte der Rechner mit fest eingebautem Interpreter für die Programmiersprache Python geliefert werden, ähnlich wie bei den Heimcomputern der achtziger Jahre fast durchweg ein BASIC-Interpreter eingebaut war.[3] Die „Himbeere“ knüpft an die Tradition an, Computer nach Früchten zu benennen, wie etwa Apple oder Acorn.

Das Logo des Projekts wurde im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs ausgewählt. Es zeigt eine stilisierte Himbeere, deren Form von einer geodätischen Kuppel abgeleitet ist.[4]

Organisation[Bearbeiten]

Eben Upton bei einem Vortrag zum Raspberry Pi

Die Raspberry Pi Foundation ist eine Stiftung und in Großbritannien als Wohltätigkeitsorganisation eingetragen.[5] Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Studium der Informatik und verwandter Themen zu fördern, besonders an Schulen. Sie wurde am 5. Mai 2009 in Caldecote, South Cambridgeshire, Großbritannien gegründet.[6] Die Treuhänder der Stiftung sind:[7]

  • David Braben – Gründer der Computerspielefirma Frontier Developments und Mitautor des Computerspiels Elite
  • Jack Lang – früherer Acorn-Mitarbeiter, Business Angel und Gründer einiger Start-Ups im Umfeld der Cambridge-Universität
  • Pete Lomas – Gründer und MD der Firma Norcott Technologies
  • Robert Mullins – University of Cambridge Computer Laboratory and St. John’s College in Cambridge
  • Alan Mycroft – Professor im Bereich “Computing in University” am Cambridge Computer Laboratory
  • Eben Upton – Ingenieur bei Broadcom Europe, Gründer einiger Software-Start-Ups und früherer Direktor im Bereich Informatik am St. John’s College in Cambridge

Entwicklung[Bearbeiten]

Ein Prototyp mit einem Atmel-ATmega644-Mikrocontroller wurde im Jahr 2006 produziert.[8] Die Schaltpläne der Platine wurden veröffentlicht.[9][8]

Die Leistungen des Gerätes überzeugten die Entwickler nicht. Wegen des damals beginnenden Boom von Smartphones kamen jedoch geeignete ARM-Prozessoren auf den Markt. Man fand mit dem BCM2835 einen günstigen Prozessor mit verhältnismäßig hoher Leistung und entwarf für diese CPU eine neue Mehrlagenplatine. Für den Atmel war man noch mit einer Lochrasterplatine ausgekommen.

50 Alpha-Boards wurden im August 2011 geliefert. Diese Platinen waren funktional identisch mit dem späteren Modell B des Raspberry Pi,[10] aber größer, um Messpunkte zur Fehlersuche zu beherbergen. Die Verkaufsversion hat die Größe einer Kreditkarte. Auf diesen Versuchsplatinen wurde bereits gezeigt, dass die Desktop-Umgebung LXDE unter Debian sowie Quake 3[11] und H.264-Videos[12] mit einer Auflösung von 1080p via HDMI funktionieren. Seit Herbst 2012 wird eine leicht veränderte Version 2 verkauft. Sie hat zwei Befestigungslöcher[13] und einige Pins sind anders belegt.[14] Etwa gleichzeitig konnte wegen der unerwartet großen Verkaufszahlen auch die Produktion von China nach Wales verlegt werden und der Speicher des B-Modells auf 512 MB verdoppelt werden.[15][16][17][18] Inzwischen (Stand: März 2014) wurden 2.5 Millionen Geräte verkauft, wovon über eine Million in Wales produziert wurde.[19]

Am 14. Mai 2013 kam ein Kameramodul für den Raspberry Pi in den Handel.[20] Eine Variante ohne Infrarotfilter ist unter der Bezeichnung Pi NoIR erhältlich (November 2013).[21]

Raspberry Pi Compute Module

Am 7. April 2014 wurde das Raspberry Pi Compute Module, einen Raspberry Pi in der Größe und dem Aussehen eines DDR2-SODIMM-Speicherriegels, angekündigt. Das Modell soll den technischen Spezifikationen des Model B entsprechen, ohne jedoch über eigene IO-Anschlüsse zu verfügen, welche jedoch über ein optionales IO-Board nachgerüstet werden können. [22]

Spezifikationen[Bearbeiten]

Die Spezifikationen der beiden Varianten A und B des Raspberry Pi lauten:

Modell A Modell B
Preisempfehlung: 25 US-$ (exkl. Mehrwertsteuer) 35 US-$ (exkl. Mehrwertsteuer)
Größe: Kreditkartengröße 85,60 mm × 53,98 mm × 17 mm
SoC: Broadcom BCM2835
CPU: ARM1176JZF-S (700 MHz)
GPU: Broadcom VideoCore IV
Arbeitsspeicher (SDRAM): 256 MB 512 MB (bis Oktober 2012 256 MB)
USB-2.0-Anschlüsse: 1 2 (über integrierten Hub)
Videoausgabe: FBAS, HDMI
Tonausgabe: 3,5-mm-Klinkenstecker (analog), HDMI (digital)
Nicht-flüchtiger Speicher: Kartenleser für SD (SDHC und SDXC)/MMC/SDIO
Netzwerk: 10/100-MBit-Ethernet-Controller (LAN9512 des Herstellers SMSC[23])
Schnittstellen: Bis zu 17 GPIO-Pins, SPI, I²C, UART, EGL
Echtzeituhr:
Leistungsaufnahme:[24] 5 V, 500 mA (2,5 Watt) 5 V, 700 mA (3,5 Watt)
Stromversorgung:[24] 5-V-Micro-USB-Anschluss (Micro-B), alternativ 4 × AA-Batterien
Betriebssysteme: GNU/Linux, BSD, RISC OS[25], Plan 9[26]

Hardware[Bearbeiten]

SDHC-Karte anstatt einer Festplatte

Prozessor[Bearbeiten]

Der Prozessor nutzt den ARMv6-Instruktionssatz. Des Weiteren werden die ARM-Instruktionssatz-Erweiterungen Thumb und Java-Bytecode unterstützt (Jazelle[27]).[28] Der Speicher ist über einen 64 Bit breiten Bus angebunden und wird direkt als Package-on-Package auf den Prozessor gelötet.

Da die Raspberry Pi Foundation eine Verringerung der Lebensdauer bei Übertaktung befürchtete, wurde der Prozessor mit einem "Sticky (das bedeutet: nicht rücksetzbares) Bit" ausgestattet, welches unwiderruflich gesetzt wird, sobald der Prozessor übertaktet wird und somit ein Erlöschen der Garantie signalisiert.[29] Nachdem ausführliche Tests zeigten, dass sich ein Übertakten auf bis zu 1 GHz kaum auf die Lebensdauer auswirkt, wurde am 19. September 2012 mit einem Treiber-Update die Möglichkeit geschaffen, sowohl Prozessor als auch GPU und Speicher ohne Garantieverlust zu übertakten. Die Frequenz und Spannung wird dabei im Betrieb nur dann erhöht, wenn die Leistung benötigt wird und die Temperatur des Chips nicht über 85 °C liegt.[30] Das Sticky-Bit wird nur noch gesetzt, wenn stärker als empfohlen übertaktet wird.

Ein starkes Untertakten auf bis zu 50 MHz und Verringern der Spannung ist ebenfalls möglich, was vor allem beim Modell A zu einer deutlich reduzierten Leistungsaufnahme führt.

Grafik[Bearbeiten]

Der ARM11-Prozessor ist mit Broadcoms „VideoCore“-Grafikkoprozessor kombiniert. OpenGL ES 2.0 wird unterstützt, und Filme in Full-HD-Auflösung (1080p30 H.264 high-profile) können dekodiert und über die HDMI-Buchse und FBAS-Cinchbuchse ausgegeben werden.
Am 24. August 2012 wurde bekanntgegeben, dass Lizenzen für das hardwarebeschleunigte Dekodieren von VC1- und MPEG-2-kodierten Videos zusätzlich erworben werden können. Die Lizenz beschränkt sich dabei auf den bei der Bestellung mit der Seriennummer spezifizierten Raspberry Pi, so dass für jeden dieser Mikrorechner eine eigene Lizenz erforderlich ist. Die vorhandene Lizenz zum Dekodieren von H.264-kodierten Videos erlaubt nach Angaben der Raspberry Pi Foundation auch das Kodieren solcher Videos.[31] Im März 2014 legte Broadcom Dokumentation und Treibercode für den SoC BCM21553 offen, mit dem auch ein freier Grafiktreiber für den verwendeten BCM2835 erstellt werden kann.[32] Dieser wurde nach einem mit 10.000 US$ dotiertem Programmierwettbewerbs im März 2014 von einem einzelnen Programmierer veröffentlicht.[33]

GPIO[Bearbeiten]

Der Raspberry Pi bietet eine frei programmierbare Schnittstelle (auch bekannt als GPIO, General Purpose Input/Output), worüber LEDs, Sensoren, Displays und andere Geräte angesteuert werden können.[34] Es gibt 6 GPIO-Anschlüsse, wobei im Allgemeinen nur der Anschluss P1 gebraucht wird. Die GPIO-Schnittstelle P1 besteht aus 26 Pins, wovon

  • 2 Pins eine Spannung von 5 Volt bereitstellen, aber auch genutzt werden können, um den Raspberry Pi mit Strom zu versorgen,
  • 2 Pins eine Spannung von 3,3 Volt bereitstellen,
  • 1 Pin als Masse dient,
  • 4 Pins, die zukünftig eine andere Belegung bekommen könnten, derzeit ebenfalls mit Masse verbunden sind,
  • 17 Pins frei programmierbar sind, wovon einige Sonderfunktionen übernehmen können:
    • 5 Pins können als SPI-Schnittstelle verwendet werden,
    • 2 Pins haben einen 1,8-kΩ-Pull-Up-Widerstand (auf 3,3 V) und können als I²C-Schnittstelle verwendet werden,
    • 2 Pins können als UART-Schnittstelle verwendet werden.

Die in der Revision 2 hinzugekommene GPIO-Schnittstelle P6 erlaubt es, den Raspberry Pi zu resetten bzw. zu starten, nachdem er heruntergefahren wurde. Zur Steuerung der GPIOs existieren Bibliotheken für zahlreiche Programmiersprachen. Auch eine Steuerung durch ein Terminal oder Webinterfaces ist möglich.[35]

CSI[Bearbeiten]

Zur direkten Anbindung einer Kamera ist ein CSI (Camera Serial Interface) vorhanden. Die seit Mai 2013 erhältliche Kamera mit 5 MP wird per CSI angesteuert.[36] Der Fokus ist nicht veränderbar und das Kameramodul verfügt über kein Mikrofon. Die Kamera nimmt Fotos mit einer maximalen Auflösung von 2592*1944, Videos in 640*480,720p oder 1080p bei maximal 30 Bilder pro Sekunde. Bei schlechtem Licht entsteht leicht Bildrauschen. [37]

Seit Oktober 2013 ist auch die Variante "PI NoIR" ohne eingebauten Infrarotfilter verfügbar.[38]

Betriebssysteme[Bearbeiten]

Ein Raspberry Pi als Desktoprechner mit RISC OS 5.

Für den Raspberry Pi sind mehrere Open-Source-Betriebssysteme verfügbar. So kann der Käufer selbst entscheiden, welches er installieren möchte. Die Installation geschieht entweder durch das Klonen eines Images auf die SD-Karte oder seit dem 3. Juni 2013 auch mit der einfacher zu verwendenden Eigenentwicklung NOOBS-Installer (engl. Abk. für New Out Of Box Software), deren Dateien nur auf die Karte kopiert werden müssen.[39] Mit BerryBoot gibt es einen ebenso einfach zu installierenden Bootloader, der es ermöglicht mehrere Betriebssysteme auf einer Karte parallel zu installieren und zu verwenden[40]. Seit Version 1.3 ist dies auch mit NOOBS möglich.[41]

Linux-Systeme[Bearbeiten]

Raspbian[Bearbeiten]

Die empfohlene Linux-Distribution ist das auf Debian basierende Raspbian.[42] Dieses Betriebssystem basiert auf einem Debian-7-System (Debian Wheezy) der ARM-hard-float-Architektur (armhf) mit Anpassungen an den Befehlssatz für den ARMv6-Prozessor. Als grafische Oberfläche wird LXDE vorkonfiguriert. Das etwa 2 GB große Image kann auf SD-Karten mit 4 GB oder mehr übertragen werden. Nach dem Bootvorgang kann die Größe der Raspbian-Partition auf die komplette SD-Karte erweitert werden.

Andere Linux-Systeme[Bearbeiten]

Neben Raspbian wird auch eine für ARM-Prozessoren kompilierte Version von Arch Linux sowie eine Version von Fedora – unter dem Namen Pidora – angeboten. Ebenso gibt es Kali Linux, die Neuauflage der Security-Distribution BackTrack[43] und Bodhi Linux[44] für den Raspberry Pi. OpenSUSE bietet ebenfalls lauffähige Images[45] und mit dem openSUSE Build Service zudem die Möglichkeit, eigene Programmpakete zu erstellen und damit eigene openSUSE basierte Distributionen zu erstellen.[46]

Mit auf dem Media Center XBMC basierenden Distributionen wie OpenELEC, Raspbmc oder XBian lässt sich der Raspberry Pi als Mediacenter nutzen. XBMC lässt sich auch mit der Fernbedienung des Fernsehers nutzen.[47]

Des Weiteren wird das Android-System auf den Raspberry Pi portiert. Eine lauffähige Beta-Version ist als Download verfügbar.[48]

Entgegen ersten Annahmen wird die Linuxdistribution Ubuntu nicht auf dem Raspberry Pi zu installieren sein, da Ubuntu nur die ARMv7-Architektur (Cortex-Familie) unterstützt,[49] der Raspberry Pi hingegen die ARMv6-Architektur (ARM11-Familie) verwendet.[50]

Andere Systeme[Bearbeiten]

Neben den verschiedenen Linux-Distributionen läuft auf dem Raspberry Pi auch eine Entwicklerversion von RISC OS 5[51] sowie Plan 9 auf dem Raspberry Pi.[52] Auch die BSD-Varianten FreeBSD und NetBSD wurden auf den Raspberry Pi portiert.[53]

Obwohl Windows RT auf ARM-Prozessoren lauffähig ist, ist es wahrscheinlich nicht möglich, dieses Betriebssystem auf den Raspberry Pi zu übertragen, da Windows 8 mindestens ein Gigabyte Arbeitsspeicher benötigt, den der Raspberry Pi nicht hat.

Software[Bearbeiten]

Einige Programme wurden für den Raspberry Pi angepasst, um von der hardwarebeschleunigten Grafik durch die GPU zu profitieren. Dazu zählt insbesondere das XBMC Media Center.[54] Im Rahmen der Anpassung von XBMC an den Raspberry Pi wurde auch ein eigenständiger Videoplayer mit GPU-Unterstützung unter dem Namen OMXPlayer entwickelt.[55] Auch das Spiel Minecraft gibt es in einer speziellen kostenfreien Version mit integrierter Programmierschnittstelle.[56] Die Bibliotheken Qt und NGL wurden auf den Raspberry Pi unter dem Namen „QtonPi“ portiert.[57][58]

Seit November 2013 erhält jeder private Benutzer des Raspberry Pi ein kostenloses Exemplar der Software Mathematica.[59]

Medienecho[Bearbeiten]

Ein Prototyp des Computers wurde am 6. Mai 2011 der Presse vorgestellt.[60][61][62] Seit dem Verkauf des Raspberry Pi berichten vor allem technisch ausgerichtete Medien regelmäßig über neue Projekte mit dem Raspberry Pi. Raspberry Pi wurde als Innovation des Jahres beim T3 Gadget Awards 2012 ausgezeichnet.[63] Eben Upton, einer der Entwickler des Raspberry Pi, wurde 2013 mit der Silbermedaille der Royal Academy of Engineering ausgezeichnet.[64]

Im Mai 2012 wurde die erste Ausgabe der Community-Zeitschrift MagPi veröffentlicht.[65] Das Magazin greift alle Themen rund um den Raspberry Pi auf. Seit Juni 2013 gibt es eine englische und seit August 2013 die deutschsprachige Zeitschrift „Raspberry Pi Geek“ vom Medialinx Verlag.[66]

Einsatzmöglichkeiten[Bearbeiten]

Wegen des günstigen Preises und der geringen Leistungsaufnahme des Raspberry Pi ergeben sich abseits der vorgesehenen Nutzung als Schulrechner noch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel als Musik-Streaming-Client, Apple Time Capsule[67], Smart-TV, Media Center, Thin Client oder Server, als Steuerungsplatine in einem Quadrocopter, als Wetterstation, UKW-Radiosender oder als Steuereinheit für dedizierte Bitcoin-Mining-Hardware.[68]

Alternativen[Bearbeiten]

Nach dem großen Erfolg des Raspberry Pi kamen einige ähnliche Einplatinencomputer auf den Markt. Zu nennen sind hier insbesondere das Cubieboard mit einer schnelleren ARM-CPU und mehr Arbeitsspeicher für 49 US-Dollar[69] und das auf dem BeagleBoard basierende BeagleBone Black von CircuitCo mit einem schnelleren Prozessor von Texas Instruments und einer größeren Anzahl an I/O-Schnittstellen für 45 US-Dollar.[70] Das BeagleBone Black unterstützt Android (rowboat), Ubuntu, openSUSE und Ångström, sowie mehrere weitere Betriebssysteme wie FreeBSD, QNX, und Windows Embedded.[71]

Weitere Alternativen sind z. B.:

Für die alternativen Systeme gibt es derzeit keine vergleichbar großen Kern-Communitys, durch die zunehmende Verfügbarbeit unterschiedlichster Standardbetriebssysteme erweitert sich jedoch zugleich die Basis für weitere zukünftige Softwareentwicklungen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raspberry Pi – Sammlung von Bildern
 Wikiversity: Kurs: Wie funktioniert eigentlich ein Computer – anhand eines Raspberry Pi – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Raspberrypi.org: About
  2. Raspberry Pi Foundation. Raspberry Pi Foundation. Abgerufen am 2. Juli 2011.
  3. Farnell zeigt den Raspberry-Pi-Nachwuchs – elektroniknet.de. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  4. Humphries, Matthew: Raspberry Pi selects a very clever logo. geek.com. Abgerufen am 11. Oktober 2011: „[…] Raspberry Pi needed a logo, and decided to turn to the community to come up with ideas. […] 6 designs made the shortlist, and it took several days for the judges to finally decide on the winner. […] It was created by Paul Beech […] the raspberry is a 3D buckyball […]“
  5. RASPBERRY PI FOUNDATION :: OpenCharities. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  6. 1129409 – Raspberry Pi Foundation. Charity Commission for England and Wales. 6. Juni 2011. Abgerufen am 20. November 2011: „The object of the charity is to further the advancement of education of adults and children, particularly in the field of computers, computer science and related subjects.
  7. Electronics Weekly News – Embedded Systems – In depth: Raspberry Pi, the computer on a stick. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  8. a b Wong, George: Build your own prototype Raspberry Pi minicomputer. ubergizmo. 24. Oktober 2011. Abgerufen am 2. November 2011: „From an Atmel ATmega644 microcontroller that ran at 22.1MHz with 512K of SRAM that’s now been replaced by a 700 MHz ARM11 processor and 128/256 MB of SDRAM […] they’ve also decided to share the schematics and PCB layout of the 2006 Raspberry Pi computer.“
  9. Model B schematics – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  10. Raspberry Pi $25 PC goes into alpha production – Chips – Geek.com. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  11. Raspberry Pi – Quake 3 demo – YouTube. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  12. Raspberry Pi video capabilities – YouTube. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  13. Made in the UK! The Raspberry Pi Foundation, 6. September 2012, abgerufen am 15. Oktober 2012 (englisch).
  14. Upcoming board revision – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  15. Model B now ships with 512 MB of RAM – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  16. Made in the UK! – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  17. Raspberry Pi Modell B ab sofort mit 512 MB RAM
  18. Raspberry Pi: Doppelter Arbeitsspeicher bei gleichem Preis » t3n. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  19. raspberrypi.org: 1.75 million sold so far - and 1 million made in the UK
  20. Camera board available for sale! – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  21. Vgl. Pi NoIR - the first photo; Eben at GigaOM sowie Infrared camera - you asked us, so we're making them!
  22. http://www.golem.de/news/raspberry-pi-kleinrechner-weiter-geschrumpft-1404-105673.html (Abgerufen am 8. April 2014)
  23. RPi Hardware. Abgerufen am 3. Februar 2013.
  24. a b Power supply confirmed as 5V micro USB. Abgerufen am 20. November 2011.
  25. RISC OS on Raspberry Pi forum. Raspberry Pi. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  26. Getting Plan 9 running on the Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Dezember 2012: „Installing Plan 9 on the raspberry pi couldn't be much easier. Thanks to Richard Miller of 9fans, there's a ready-to-go image for the Raspberry Pi.“
  27. Jazelle – ARM. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  28. Getting Started with Java SE Embedded on the Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  29. Auswirkungen auf die Garantie durch Übertaktung
  30. Introducing turbo mode: up to 50 % more performance for free – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  31. New video features! MPEG-2 and VC-1 decode, H.264 encode, CEC support – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  32. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Freier-Grafiktreiber-fuer-den-Raspberry-Pi-in-Reichweite-2127970.html
  33. http://www.golem.de/news/raspberry-pi-open-source-grafiktreiber-ist-fertig-1403-105497.html (Abgerufen am 8. April 2014)
  34. Raspberry Pi: 32 Zeichen Hitachi HD44780 Display. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  35. Raspberry Pi-Wiki: Rpi Low-level peripherals
  36. Camera module – ModMyPi! ModMyPi, 25. Mai 2013, abgerufen am 25. Mai 2013 (englisch).
  37. Maik Schmidt, c't Hardware Hacks, Seite 24-29
  38. Pi NoIR, the infrared camera:now avalible! raspberrypi, 29. September 2013, abgerufen am 6. Februar 2014 (englisch).
  39. Raspberry Pi: NOOBS erleichtert die Installation – heise open. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  40. BerryBoot v2.0 – bootloader / universal operating system installer. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  41. Pro-Linux.de: NOOBS 1.3 mit neuen Funktionen erschienen
  42. Downloads – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  43. Security-Linux Kali tritt Nachfolge von BackTrack an – heise Security. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  44. Bodhi Linux. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  45. openSUSE News. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  46. openSUSE Lizards. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  47. Raspberry Pi – XBMC. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  48. Android Pi Wiki. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  49. ARM – Ubuntu Wiki. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  50. RPi Distributions – eLinux.org. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  51. Holwerda, Thom: Raspberry Pi To Embrace RISC OS. In: OSNews. 31. Oktober 2011. Abgerufen am 1. November 2011: „At the RISC OS London show, Theo Markettos, postdoctoral researcher in the University of Cambridge Computer Laboratory talked about RISC OS on the Pi.“
  52. Getting Plan 9 running on the Raspberry Pi – The Bendyworks Blog – Bendyworks – Ruby on Rails, iOS, & Clojure Consultants – Madison, WI. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  53. BSD – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  54. XBMC running on Raspberry Pi. Raspberry Pi Foundation. Abgerufen am 21. Januar 2012.
  55. huceke/omxplayer · GitHub. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  56. Minecraft: Pi Edition – Minecraft: Pi Edition updates and downloads. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  57. piNGL (NCCA Graphics Library) for Raspberry pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  58. Category:QtonPi – Qt Wiki – Qt Project. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  59. Raspberry Pi now includes Mathematica and Wolfram Language for free
  60. Interview mit der BBC auf YouTube
  61. Spielentwickler baut den 17 Euro-PC – Innovationen – derStandard.at › Web. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  62. Stick-PC: Spieleentwickler baut den 17-Euro-Steckcomputer – SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  63. T3.com: T3 Gadget Awards 2012: Winners in pictures
  64. Pro-linux.de: Royal Academy of Engineering zeichnet RPi-Entwickler Upton aus (2. Juli 2013)
  65. The MagPi: a Raspberry Pi community magazine – Raspberry Pi. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  66. Medialinx startet »Raspberry Pi Geek«-Magazin – Pro-Linux. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  67. Blog von Eike Eul, Raspberry Pi als TimeCapsule benutzen. Abgerufen am 18. Februar 2014.
  68. Blog von Peter Piksa, Wie mein Raspberry Pi meinen Sonnenstrom zu Bitcoins macht. Abgerufen am 4. Oktober 2013.
  69. Cubieboard | A series of open ARM miniPC. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).
  70. ARM-Board „BeagleBone Black“ will Raspberry Konkurrenz machen – heise open. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (deutsch).
  71. New BeagleBone Black takes on Raspberry Pi with $45 price tag. Abgerufen am 1. Oktober 2013 (englisch).