Rastlinien

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Ermüdungsbruch an einem gegossenen Aluminium-Pedalarm
Hell: der Spröd- bzw. Gewaltbruch
Dunkel: der Ermüdungsbruch mit Rastlinien

Rastlinien sind das makroskopische Kennzeichen für einen Ermüdungsbruch, diese lassen das zyklische Risswachstum auf der Bruchfläche erkennen. Sie entstehen durch Korrosion am Rissende bei einer langfristigen Änderung der Mittelspannung. Diese ändert sich oft bei einem Wechsel des Betriebszustandes, zum Beispiel einem Anlagenstillstand über Nacht oder einer Drehrichtungsumkehr. Abhängig von Werkstoff und Umgebungsbedingungen werden zwischen 30 Minuten und wenigen Tagen benötigt, um eine sichtbare Rastlinie entstehen zu lassen. Wenn eine Aufzeichnung der Betriebszustände vorliegt, kann mit Hilfe der Rastlinien ein Startzeitpunkt des Anrisses abgeschätzt werden.

Bei einem Schwingungbruch müssen nicht zwangsläufig Rastlinien erkennbar sein. Diese entstehen nur dann, wenn nicht ausschließlich eine einstufige Beanspruchung vorlag.