Rat für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft

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Der Rat für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft (englisch Council for International Organization of Medical Sciences, CIOMS) ist eine internationale, regierungsunabhängige und nicht gewinnorientierte Organisation, die im Jahre 1949 durch die Weltgesundheitsorganisation und die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ins Leben gerufen wurde.[1]

Durch seine Mitglieder ist CIOMS ein substanzieller Bestandteil der wissenschaftlichen biomedizinischen Gemeinschaft. Im Jahre 2003 zählte der CIOMS 48 internationale Mitglieder, meist vertreten durch nationale Akademien und Räte aus der medizinischen Forschung.

Hauptziele[Bearbeiten]

  • Die Erleichterung und Förderung internationaler Aktivitäten im Bereich biomedizinischer Wissenschaft
  • Die Pflege der Beziehungen zu den Vereinten Nationen und seinen spezialisierten Agenturen (hauptsächlich der WHO und der UNESCO)
  • Generelle Dienste zum Wohl der wissenschaftlichen Interessen der biomedizinischen Gemeinschaft

Umsetzung der Ziele[Bearbeiten]

Bioethik[Bearbeiten]

Die bioethischen Richtlinien des CIOMS finden sich im Buch International Ethical Guidelines for Biomedical Research Involving Human Subjects.[2]

Entwicklung von Arzneimitteln und deren Nutzen bzw. Risiken[Bearbeiten]

Zu diesem Punkt hat der CIOMS verschiedene Arbeitsgruppen erstellt, die sich um die Belange der Beurteilung und Überwachung von Arzneimittelnebenwirkungen kümmern. Folgendes wurde durch die Arbeitsgruppen entwickelt:

  • CIOMS I[3] für unerwünschte Arzneimittelwirkung und SUSAR
  • CIOMS II für Sammelberichte über einen bestimmten Zeitraum
  • CIOMS III Richtlinien für Kernpunkte der klinischen Forschung (Prüferbroschüre etc.)
  • CIOMS IV Richtlinie zur Wohlfahrt-Risiko Analyse für zugelassene Medikamente und Erkennung von Signalen
  • CIOMS V Änderungen in der Pharmakovigilanz, pragmatische Ansätze (z. B. Standardized MedDRA Queries)
  • CIOMS VI Management von klinischen Prüfungen[4]
  • CIOMS VII Entwicklung eines Sammelberichts für die klinische Forschung[5]
  • CIOMS VIII Früherkennung in der Pharmakovigilanz

Literatur[Bearbeiten]

  • Council for International Organizations of Medical Sciences (CIOMS) in collaboration with the World Health Organization (WHO), International Ethical Guidelines for Biomedical Research Involving Human Subjects, 2002 ISBN 9290360755
  • Council for International Organizations of Medical Sciences (CIOMS,) The report Management of Safety Information from Clinical Trials - Report of CIOMS Working Group VI, ISBN 9290360798
  • Council for International Organizations of Medical Sciences (CIOMS), The Development Safety Update Report (DSUR): Harmonizing the Format and Content for Periodic Safety Reporting During Clinical Trials. Report of CIOMS Working Group VII., ISBN 9290360801

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cioms.ch/jan2008_what_is_cioms.pdf
  2. http://www.cioms.ch/frame_guidelines_nov_2002.htm
  3. http://www.cioms.ch/cioms.pdf
  4. http://www.cioms.ch/frame_management_of_safety_information.htm
  5. http://www.cioms.ch/frame_dsur.htm

Weblinks[Bearbeiten]