Rathmannsdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rathmannsdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rathmannsdorf
Rathmannsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rathmannsdorf hervorgehoben
50.92944444444414.140555555556224Koordinaten: 50° 56′ N, 14° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Schandau
Höhe: 224 m ü. NHN
Fläche: 4,37 km²
Einwohner: 956 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01814
Vorwahl: 035022
Kfz-Kennzeichen: PIR, DW, FTL, SEB
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 320
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Dresdner Str. 3
01814 Bad Schandau
Webpräsenz: www.rathmannsdorf.de
Bürgermeister: Rainer Hähnel (CDU)
Lage der Gemeinde Rathmannsdorf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Altenberg (Erzgebirge) Bad Gottleuba-Berggießhübel Bad Schandau Bahretal Bannewitz Dippoldiswalde Dohma Dohna Dorfhain Dürrröhrsdorf-Dittersbach Freital Glashütte Gohrisch Hartmannsdorf-Reichenau Heidenau Hermsdorf Klingenberg Hohnstein Sebnitz Königstein (Sächsische Schweiz) Kreischa Liebstadt Lohmen Müglitztal Neustadt in Sachsen Pirna Klingenberg Rabenau Rathen Rathmannsdorf Reinhardtsdorf-Schöna Rosenthal-Bielatal Dippoldiswalde Sebnitz Sebnitz Stadt Wehlen Struppen Stolpen Tharandt Wilsdruff Sachsen Tschechien Landkreis Bautzen Dresden Landkreis Meißen Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild
Aussichtsturm auf der Rathmannsdörfer Höhe

Rathmannsdorf ist eine Gemeinde in Sachsen in der Nähe der Städte Hohnstein und Pirna. Die Gemeinde liegt etwa zwei Kilometer elbabwärts von Bad Schandau im rechtselbischen Naturraum des Elbsandsteingebirges und grenzt an den Nationalpark Sächsische Schweiz. Rathmannsdorf bildet zusammen mit Bad Schandau und Reinhardtsdorf-Schöna die Verwaltungsgemeinschaft Bad Schandau.

Geografie[Bearbeiten]

Der tiefste Punkt des Gemeindegebietes befindet sich im Elbtal beim Ortsteil Wendischfähre auf einer Höhe von 120 m ü. NN.

Der höchste Punkt liegt mit etwa 290 m ü. NN im Ortsteil Höhe auf der Ebenheit oberhalb Bad Schandaus. Hier befindet sich auch der im Jahre 2008 eröffnete 15 Meter hohe barrierefreie Aussichtsturm, der einen beeindruckenden Panoramablick auf die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges bietet. Der Turm besitzt nicht nur eine futuristische Architektur, sondern auch einen Aufzug, welcher es älteren und gehbehinderten Menschen gleichfalls ermöglicht den Turm zu besuchen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen von sieben Ringen gehaltenen Anker. Es geht damit auf eine Fähre zurück, welche die Elbe in Höhe der Mündung des Lachsbaches querte. Die sieben Ringe symbolisieren die sieben Fährtage der Woche.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1445 wurde Rathmannsdorf erstmals urkundlich erwähnt (Rademsdorff) und wurde in Form eines Waldhufendorfs errichtet. Rathmannsdorf gehörte nach seiner Gründung zur Herrschaft Wildenstein, welche das Geschlecht der Berken von der Duba besaß. 1451 mussten die Berken die Herrschaft jedoch an den sächsischen Kurfürsten abtreten. 1467 wurde Rathmannsdorf von der Stadt Schandau gekauft. 1569 erfolgte die Rückgabe an das Amt Hohnstein, jedoch kam das Dorf 1602 erneut an Bad Schandau zurück. Schließlich ging die Gerichtsbarkeit über Rathmannsdorf 1852 an das Königreich Sachsen und es wurde vom Gerichtsamt in Schandau verwaltet. Ab 1875 wurde das Dorf von der Amtshauptmannschaft Pirna verwaltet. 1952 ging die Verwaltung an den Landkreis Pirna und 1994 an den Landkreis Sächsische Schweiz. 1937 wurde der bis dahin selbständige Ort Wendischfähre eingemeindet.

Der Ortsname „Rathmannsdorf“ hat sich im laufe seiner Geschichte mehrfach geändert und es gab verschiedene Schreibweisen. Folgende Schreibweisen sind aus historischen Quellen überliefert [2]: 1445: Rademstorff, 1446: Radmenstorff, 1451: Ratmansdorff, Rademastorff, 1547: Ransdorf, 1554: Randorf, 1598: Renßdorf, 1791: Rathmansdorf

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

  • 1547/51: 18 besessene Mann, 17 Inwohner
  • 1764: 0017 besessene Mann, 27 Häusler
  • 1834: 0341 Einwohner
  • 1871: 0499 Einwohner
  • 1890: 0830 Einwohner
  • 1910: 1253 Einwohner
  • 1925: 1276 Einwohner
  • 1939: 1850 Einwohner
  • 1946: 2172 Einwohner
  • 1950: 2083 Einwohner
  • 1964: 1810 Einwohner
  • 1990: 1284 Einwohner
  • 1999: 808 Einwohner im OT Rathmannsdorf und 363 Einwohner im OT Wendischfähre[3]
  • 2000: 1190 Einwohner
  • 2007: 1058 Einwohner
  • 2009: 1030 Einwohner
  • 2010: 1011 Einwohner
  • 2011: 1006 Einwohner
  • 2012: 0981 Einwohner
  • 2013: 0956 Einwohner
Blick vom Rathmannsdorfer Aussichtsturm auf den Ortsteil Rathmannsdorf-Höhe und die Berge des Elbsandsteingebirges

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 62,6 % (2009: 67,8 %)
 %
50
40
30
20
10
0
37,3 %
17,2 %
n. k.
45,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 50
 45
 40
 35
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-16,9 %p
-17,5 %p
-11 %p
+45,5 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a BI Rathmannsdorf

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 10 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Wählervereinigung Rathmannsdorf (WVR): 5 Sitze
  • Bürgerinitiative Rathmannsdorf (BI): 4 Sitze
  • CDU: 1 Sitz

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Rathmannsdorf ist Haltepunkt an der Sebnitztalbahn.

Rathmannsdorf wird von den Linien 253 und 260 der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH bedient.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Rathmannsdorf besteht aus den Ortsteilen Rathmannsdorf und Wendischfähre (1937 eingemeindet).

Rathmannsdorfer Ortsteil Wendischfähre und die Carolabrücke.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rathmannsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen.
  3. Einwohnerzahl von Bad Schandau sinkt, Sächsische Zeitung (Ausgabe Pirna) vom 26. Januar 2010
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014