Ratislaus von Rügen

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Ratislaus von Rügen oder Ratze (* vor 1105; † 1141) war Fürst der Rugier (oder Ranen), wurde auch als König von Rügen bezeichnet.

Er wurde auch Radislaus, Ratibor oder Regbus von den Chronisten genannt.

Er war ein Sohn von Wartislaw. Sein Großvater war Kruto (auch: Crito); sein Urgroßvater Grin (auch: Grimmus). Ratislaus kämpfte unglücklich gegen den Obotritenfürsten Heinrich.

Ratislaus' Gattin soll eine Schwester des Fürsten Mitzlaw von Gützkow gewesen sein, der 1128 von Bischof Otto von Bamberg zum Christentum bekehrt wurde.

Seine Nachkommen waren:

  • Tezlaw († 1170, andere Quelle † 1210), auch bekannt als Tetzlaw oder Tetislaw, der von 1162 bis 1170 erst König, später Fürst von Rügen genannt wurde
  • Stoislaw I. († nach 1193, andere Quelle † 1207), auch bekannt als Stoislaw von Putbus, Stammvater der von Putbus (ausgestorben 1854)
  • Jaromar I. († 1218), ab 1170 Fürst von Rügen

Auf Stoislaw I., dessen Einbindung als Bruder von Tezlaw und Jaromar vage ist, ist möglicherweise die Entstehung der Vilmnitzer Kirche zurückzuführen. In der ersten urkundlichen Erwähnung von 1249 heißt es, dass die Parochie "Vylmenytze" zu den Erbgütern des Borante de Borantenhagen gehöre und schon von seinen Vorfahren gegründet sei. Bereits 1351 wird die Vilmnitzer Kirche als Begräbnisstätte der Familie Putbus erwähnt.

Die Bezeichnung König ist mit Vorsicht zu betrachten, alte Chronisten, wie Saxo usw. benutzten diese Titel häufig, sie widersprechen aber der geschichtlichen Realität. Ob die Aussagen der Chronisten des 18. Jahrhunderts zutreffend sind, ist fraglich, oftmals fehlen urkundliche Nachweise, oder enthalten ungenaue Angaben.

Literatur[Bearbeiten]