Rattiszell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rattiszell
Rattiszell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rattiszell hervorgehoben
49.02471912.659316363Koordinaten: 49° 1′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stallwang
Höhe: 363 m ü. NHN
Fläche: 22,16 km²
Einwohner: 1518 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94372
Vorwahl: 09964
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 179
Gemeindegliederung: 37 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straubinger Str. 18
94375 Stallwang
Webpräsenz: www.rattiszell.de
Bürgermeister: Manfred Reiner (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Rattiszell im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Rattiszell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stallwang.

Die Pfarrkirche St. Benedikt

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rattiszell liegt in der Region Donau-Wald im vorderen Bayerischen Wald. Der Hauptort Rattiszell liegt im Kinsachtal zwischen Pilgramsberg (618 m) und Gallnerberg (697 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Rattiszell hat 37 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen: Eggerszell, Haunkenzell, Herrnfehlburg, Pilgramsberg und Rattiszell.

Geschichte[Bearbeiten]

Rattiszell gehörte den Herren von Buchstätt. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Rattiszell war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bereits 1927 wurde Herrnfehlburg eingemeindet. 1946 folgten Teile von Eggerszell.[3] Am 1. Mai 1978 wurde Haunkenzell, das bereits 1876 Maiszell und 1946 Teile von Pilgramsberg und Eggerszell[3] eingemeindet hatte, eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.176 Einwohner
  • 1970: 1.268 Einwohner
  • 1987: 1.314 Einwohner
  • 2000: 1.394 Einwohner
  • 2011: 1.442 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

1. Bürgermeister ist seit 2007 Manfred Reiner, der am 17. Juni 2007 in einer Stichwahl gewählt wurde. Sein Vorgänger war seit 1987 Josef Schneider (CSU). Er verstarb am 3. März 2007.

Gemeindesteuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 575.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 119.000 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Benedikt wurde 1697 an Stelle einer älteren Kirche unter Verwendung eines spätmittelalterlichen Turms mit Barockaufsatz erbaut. Sie enthält eine geschnitzte Marienstatue um 1500 und eine Sebastiansfigur um 1720.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 3, im produzierenden Gewerbe 351 und im Bereich Handel und Verkehr 27 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 68 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 453. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 89 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1157 ha, davon waren 573 ha Ackerfläche und 581 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Volksschulen: 1 mit 3 Lehrern und 66 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/192748&attr=OBJ&val=852
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rattiszell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien