Rauch Fruchtsäfte

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Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG
Logo
Rechtsform GmbH & Co OG
Gründung 1919
Sitz Rankweil, Österreich

Leitung

  • Jürgen Rauch
Mitarbeiter mehr als 1400 (2011; inkl. Brauerei Fohrenburg)[1]
Umsatz 803 Mio. Euro (2012)[1]
Branche Getränkeherstellung[2]
Website www.Rauch.cc
Ein Teil des Fruchtsäfteangebots von Rauch im Supermarkt

Das Unternehmen Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG (Eigenschreibweise: RAUCH) ist ein international tätiger österreichischer Fruchtsafthersteller mit Sitz in Rankweil in Vorarlberg. Das Unternehmen, das Werke in Österreich, Ungarn, der Schweiz, Polen und Serbien unterhält, beschäftigt mehr als 1.400 Mitarbeiter.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Familienunternehmen wurde 1919 von Franz Josef Rauch als kleine Mostpresserei für die umliegenden Bauern gegründet. In der Zwischenkriegszeit wurde aber die Fruchtsaftherstellung bereits industriell durchgeführt. Im Jahr 1962 wurde die Firma von der nächsten Generation übernommen und international ausgerichtet.

In den 1970er Jahren wurde Rauch mit den Marken Happy Day und Bravo zum Marktführer auf dem österreichischen Markt. Von Glasflaschen wurde auf Tetra-Pak umgestellt. 1998 wurde das Getränkeangebot auch auf Eistee erweitert. Außerdem wurde die Brauerei Fohrenburg in Bludenz übernommen. Seitdem wurden auch noch weitere Marken verschiedener alkoholfreier Getränke auf dem Markt eingeführt.

In den 1970er Jahren gab es in Österreich eine Kampagne gegen das Rauchen, welche mit dem Spruch „Ohne Rauch geht's auch“ proklamiert wurde. Darauf hat die Firma Rauch den Werbeslogan „Ohne Rauch geht's nicht, wenn man vom Fruchtsaft spricht“ kreiert und war damit bis in die 1980er Jahre bekannt.

Organisation[Bearbeiten]

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Produktion umfasst vier Geschäftsfelder: die eigentliche Fruchtsaftherstellung, Fruchtsaftkonzentrate, die Brauerei Fohrenburg und Lohnabfüllungen (z.B. für Red Bull). [4] Die Produkte werden in über 90 Länder exportiert.

2011 erwirtschaftete Rauch mit über 1.400 Mitarbeitern (mit den Fohrenburg-Mitarbeitern) einen Umsatz in Höhe von 723 Millionen Euro. [1] Neben der Fruchtsaftherstellung ist Rauch heute der einzige Lohnabfüller weltweit für Getränke der Red Bull GmbH, weshalb das Rauch-Logo auch auf den Formel-1-Boliden der Salzburger zu sehen ist. Rauch kooperiert auch mit der deutschen Bitburger-Braugruppe. Im Zuge dieser Kooperation werden seit Februar 2008 Rauch-Produkte von Bitburger vertrieben.[3]

Niederlassungen[Bearbeiten]

Das Unternehmen unterhält insgesamt 13 Niederlassungen in 11 europäischen Ländern, wovon jede Niederlassung einem entsprechenden nationalen Tochterunternehmen von Rauch zugeordnet ist. Es existieren folgende Produktions-Niederlassungen:

Weitere Niederlassungen befinden sich in Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien sowie in Tschechien.[5]

Agrarsubventionen[Bearbeiten]

Aufgrund des freiwilligen Verzichts von Rauch, im Vergleich billigeren Rohrzucker außerhalb der Europäischen Union einzukaufen, und der Verwendung von in der EU angebautem Rübenzucker wird das Unternehmen von der EU mit Agrarsubventionen unterstützt. Im Jahr 2010 war Rauch der mit Abstand am stärksten Begünstigte dieser EU-Agrarsubventionen in Österreich.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rauch in Zahlen, abgerufen am 12. September 2012
  2. Der Wirtschaftszweig ist C 11 Getränkeherstellung laut ÖNACE 2008.
  3. a b ORF Vorarlberg: Rauch kooperiert ab 2008 mit Bitburger, Artikel vom 23. November 2007
  4. Johannes Rauch: Red Bull an allem schuld?, 24. Juni 2008
  5. Niederlassungen von Rauch, abgerufen am 12. September 2012
  6. EU-Agrarsubventionen in Österreich laut Transparenzdatenbank

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rauch Fruchtsäfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien