Rauchabsauger

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Rauchabsauger eines Leopard 2 A4
Rauchabsauger ohne Ummantelung des Rohrs

Ein Rauchabsauger ist ein Teil moderner Geschütze, der verhindert, dass erhebliche Teile der beim Schuss entstehenden Verbrennungsgase das Geschützrohr durch den nach dem Schuss zu öffnenden Verschluss verlassen. Rauchabsauger werden üblicherweise nur bei Geschützen eingesetzt, deren Verschluss sich in einem geschlossenen Kampfraum befindet, um diesen vor übermäßigem Einströmen von Verbrennungsgasen nach dem Öffnen des Verschlusses zu schützen. Anderenfalls können diese Gase die Besatzung beeinträchtigen (Giftwirkungen wie Reizungen und Atembeschwerden) sowie unter Umständen (unvollständige Verbrennung) mit Luft explosionsfähige Gemische bilden.

Wirkungsweise[Bearbeiten]

Der Rauchabsauger besteht als technisches Gerät aus einem Hohlkörper (zum Beispiel aus GFK oder Metall) in Form einer Hülse von etwa 50 bis 70 cm Länge, der über das Geschützrohr geschoben und dort gasdicht fixiert wird. Innerhalb des Bereichs dieser Hülse befinden sich (in der Regel vier) von außen nach innen schräg nach vorn gerichtete Bohrungen in der Außenwand des Geschützrohres. Durch den Treibladungsabbrand bildet sich zwischen Geschoss und Verschlussboden ein Überdruck, der sich – nachdem das Geschoss die Bohrungen passiert hat – auch im Hohlraum des Rauchabsaugers aufbaut. Nachdem das Geschoss das Rohr verlassen hat, fällt dort der Druck schneller ab als im Rauchabsauger, der dort so für kurze Zeit entstehende Überdruck lässt die im Rauchabsauger verbliebenen Rauchgase durch die Bohrungen zurück ins Rohr zur Mündung hin strömen. Wird während dieses Strömungsvorganges der Verschluss geöffnet, werden im Rohr verbliebene Verbrennungsgase in Richtung Mündung gesaugt und aus dem Rohr transportiert. Die Wirkung beruht auf der Funktionsweise der Strahlpumpe.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bore evacuators – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien