Rauchpulver
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Rauchpulver beschreibt ein pyrotechnisches Pulver, das zur Erzeugung von Rauch dient (Rauchsatz). In Deutschland ist die Herstellung dieses Pulvers ohne Genehmigung verboten.[1]
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[Bearbeiten] Weißes Rauchpulver
Sogenanntes weißes Rauchpulver enthält eine Mischung aus:
- 40 Gew-% Ammoniumchlorid,
- 30 Gew-% Oxidationsmittel wie Kaliumchlorat (wobei nur Kaliumchlorat verwendet werden darf, ansonsten besteht die Gefahr der Bildung von instabilem Ammoniumchlorat)
- 30 Gew-% organische Naturstoffe in Pulverform (Harze, Zucker, etc.).
Funktion:
Durch die Verbrennung von organischen Stoffen entsteht Wärme, die das Ammoniumchlorid in Chlorwasserstoffgas und Ammoniakgas zersetzen lässt. Diesen Vorgang nennt man Thermische Dissoziation. Die Gase steigen auf, verlieren an Temperatur und reagieren dadurch zum Ammoniumchlorid zurück (Säure-Base-Reaktion nach Brönsted). Es entsteht ein dichter weißer Ammoniumchloridrauch (die Bezeichnung Ammoniumchloridnebel ist falsch, da es sich nicht um Flüssigkeitströpfchen, sondern um Feststoffteilchen handelt).
NH4Cl → NH3 + HCl Thermische Dissoziation
HCl + NH3 → NH4Cl Säure-Base-Reaktion nach Brönsted
[Bearbeiten] Zuckerrauchpulver
Alternativ dazu kann man auch mit Kaliumnitrat (Salpeter) und Zucker (Mischungsverhältnis 3:2) Rauchpulver herstellen. Der Staubzucker und das Kaliumnitrat werden getrennt voneinander fein zerrieben. Die beiden Pulver werden gut durchmischt. Man darf dieses Rauchpulver aber nur im Freien und auf feuerfesten Unterlagen verwenden.
- Vorsicht
- Die Verbrennung ist stark exotherm.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Nähere Informationen dazu unter Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe

