Rauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rauen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rauen
Rauen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rauen hervorgehoben
52.33305555555614.01666666666773Koordinaten: 52° 20′ N, 14° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Spreenhagen
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 21,43 km²
Einwohner: 1964 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15518
Vorwahl: 03361
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 408
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 13
15528 Spreenhagen
Bürgermeister: Sven Sprunghofer (parteilos)
Lage der Gemeinde Rauen im Landkreis Oder-Spree
Bad Saarow Beeskow Berkenbrück Briesen Brieskow-Finkenheerd Diensdorf-Radlow Eisenhüttenstadt Erkner Friedland Fürstenwalde/Spree Gosen-Neu Zittau Groß Lindow Grünheide Grunow-Dammendorf Jacobsdorf Langewahl Lawitz Briesen (Mark) Mixdorf Müllrose Neißemünde Neuzelle Ragow-Merz Rauen Reichenwalde Rietz-Neuendorf Schlaubetal Schöneiche Siehdichum Spreenhagen Steinhöfel Storkow Tauche Vogelsang Wendisch Rietz Wiesenau Woltersdorf Ziltendorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Rauen ist eine Gemeinde im Südosten von Brandenburg im Landkreis Oder-Spree. Die Gemeinde Rauen gehört dem Amt Spreenhagen an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Gemeinde Spreenhagen.

Geografie[Bearbeiten]

Rauen ist ein Angerdorf und liegt am Anfang der Rauener Berge.

Südlich des Ortes befinden sich die als Naturdenkmal geschützten, auch Markgrafensteine genannten Rauener Steine. Diese Steine gelten als die größten Findlinge in der Mark Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Rauen (von Ruwen) bedeutet am Berghang und auch stiller, heiliger Ort.

Das Dorfbild wurde bis zum 18. Jahrhundert von der Wehrkirche und den Bauerngehöften um den Anger bestimmt. Die Kirche diente durch ihre massive Bauweise als Zufluchtsort und Verteidigungbastion. In Rauen lebten 1518 14 Bauern und ein Kötter; Abgaben wurden nur an die Kirche geleistet. Von 1631 bis 1633, im 30-jährigen Krieg, wurde das Dorf verwüstet und ausgeplündert. 1770 wurden neben dem Anger die ersten Büdnerhäuser gebaut. In ihnen lebten Tagelöhner die im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft betrieben. Von 1827 bis 1829 wurden in Rauen Braunkohlefelder entdeckt. Der Abbau 1842 und die Ansiedlung von Bergleuten aus dem Harz bestimmte wesentlich die weitere Entwicklung Rauens. Auf Grund billiger Eisenbahntarife und günstiger Steinkohlepreise wurden die Kohlegruben 1905 stillgelegt. Die Bodenreform 1945/1946 enteignete drei Großbauern. Das Land wurde an Umsiedler und Neubauern verteilt. Bis 1960 traten alle Bauernhöfe der LPG bei.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Rauen:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 1 089
1890 1 150
1910 1 375
1925 1 380
1933 1 703
1939 2 166
1946 1 784
1950 1 930
1964 1 785
1971 1 798
Jahr Einwohner
1981 1 619
1985 1 556
1989 1 511
1990 1 493
1991 1 473
1992 1 462
1993 1 468
1994 1 521
1995 1 612
1996 1 686
Jahr Einwohner
1997 1 742
1998 1 780
1999 1 833
2000 1 867
2001 1 876
2002 1 892
2003 1 897
2004 1 880
2005 1 886
2006 1 929
Jahr Einwohner
2007 1 913
2008 1 957
2009 1 948
2010 1 948
2011 1 953
2012 1 964

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[2].

Politik[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht seit der letzten Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • Einzelbewerber 3 Sitze
  • Stadtberg-W-K 3 Sitze
  • TR 3 Sitze
  • FfR 2 Sitze
  • Politik für Rauen 1 Sitz

Bürgermeister ist seit einer Stichwahl im Oktober 2008 Sven Sprunghofer.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. November 2000 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine grüne Leiste begleitet oben von einer schwarzen Granitschale mit drei Füßen und unten von einem grünen Dreiberg, belegt mit einer bezinnten und oben schwarz bekreuzten goldenen Kirchturmspitze.“[4]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche in Rauen

In der Liste der Baudenkmale in Rauen und in Liste der Bodendenkmale in Rauen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Konrad Kilper: Wo die großen Steine sind. Ein Rauener erinnert sich. Verlag Die Furt 2010, ISBN 978-3-939960-11-9

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  3. http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/30652/ abgerufen am 5. Mai 2011.
  4. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien