Rauer Hahnenfuß

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Sardischer Hahnenfuß
Sardischer Hahnenfuß (Ranunculus sardous)

Sardischer Hahnenfuß (Ranunculus sardous)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Ranunculeae
Gattung: Hahnenfuß (Ranunculus)
Art: Sardischer Hahnenfuß
Wissenschaftlicher Name
Ranunculus sardous
Crantz

Der Sardische Hahnenfuß[1] (Ranunculus sardous), auch Rauer Hahnenfuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Europa und Nordafrika weitverbreitet und in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.[2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Zurückgeschlagene „Kelchblätter“

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

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Der Sardische Hahnenfuß ist eine sommergrüne,[1] zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Besonders charakteristisch ist die dichte Behaarung (Indument) des hohlen Stängels.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

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Der Sardische Hahnenfuß besitzt neben Ranunculus bulbosus als einzige mitteleuropäische Hahnenfuß-Art (Ranunculus) zurückgeklappte kelchartige Perigonblätter, die halb so lang wie die lebhaft gelben, kronblattartigen Honigblätter sind.

Es kommt Diploidie und Tetraploidie vor, die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16 oder 32.

Ökologie[Bearbeiten]

Beim Sardischen Hahnenfuß handelt es sich um einen helomorphen Therophyten.[1]

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung.[1] Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch der Wind oder Klettausbreitung.[1]

Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Sardischen Hahnenfußes reicht in Europa von Spanien und Großbritannien bis Sizilien und der Balkanhalbinsel, im Osten bis zur Ukraine und im Norden bis ins südliche Schweden.[3]

Der Sardische Hahnenfuß besiedelt feuchte bis nasse Äcker, kurzlebige Unkrautfluren, Kriech- und Trittrasen, feuchte Wegränder und Gräben. Er ist kennzeichnend für die Assoziation Myosuro-Ranunculetum sardoi.

Der Sardische Hahnenfuß ist zentral-europaweit ungefährdet.[1] In Deutschland wurde er 1996 auf der Roten Liste als Stufe 3 = gefährdet bewertet. Nach Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) ist „nicht besonders geschützt“.[1] Besonders die Beseitigung von Acker-Söllen, die intensivierte Landwirtschaft und die Trockenlegung von Feuchtwiesen gefährden den Rauen Hahnenfuß.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Ranunculus sardous erfolgte 1763 durch Heinrich Johann Nepomuk von Crantz in Stirpium Austriarum Fasciculus, 2, S. 84.[2] Ein Synonym von Ranunculus sardous Crantz ist beispielsweise Ranunculus parvulus L.[4]

Ranunculus sardous kommt in Europa in zwei Unterarten vor:[3]

  • Ranunculus sardous Crantz subsp. sardous
  • Ranunculus sardous subsp. xatardii (Lapeyr.) Rouy & Fouc.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Ranunculus sardous Crantz, Sardischer Hahnenfuß. In: FloraWeb.de.
  2. a b Ranunculus sardous im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 28. März 2015.
  3. a b Jaakko Jalas, Juha Suominen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 8. Nymphaeaceae to Ranunculaceae. Akateeminen Kirjakauppa, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6, S. 141-142.
  4. Ranunculus sardous bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 28. März 2015.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band, Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
  •  Franz Fukarek, Heinz Henker: Flora von Mecklenburg-Vorpommern. Farn- und Blütenpflanzen. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-07-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rauer Hahnenfuß (Ranunculus sardous) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien