Rauer Hahnenfuß

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Rauer Hahnenfuß
Rauer Hahnenfuß (Ranunculus sardous)

Rauer Hahnenfuß (Ranunculus sardous)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Ranunculeae
Gattung: Hahnenfuß (Ranunculus)
Art: Rauer Hahnenfuß
Wissenschaftlicher Name
Ranunculus sardous
Crantz
Rauer Hahnenfuß: Zurückgeschlagene „Kelchblätter“

Der Raue Hahnenfuß oder Sardische Hahnenfuß (Ranunculus sardous) ist eine Art aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) und damit der Familie der Hahnenfußgewächse.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Raue Hahnenfuß ist eine zweijährige Pflanze, er wird 10 bis 30 Zentimeter hoch. Er besitzt neben Ranunculus bulbosus als einzige mitteleuropäische Hahnenfuß-Art (Ranunculus) zurückgeklappte kelchartige Perigonblätter, die halb so lang wie die lebhaft gelben, kronblattartigen Honigblätter sind. Besonders charakteristisch ist zudem die dichte Behaarung des hohlen Stängels.

Die Art kommt diploid und tetraploid vor, die Chromosomenzahl ist 2n = 16 oder 32.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Raue Hahnenfuß besiedelt feuchte bis nasse Äcker, kurzlebige Unkrautfluren, Kriech- und Trittrasen, feuchte Wegränder und Gräben. Er ist kennzeichnend für die Assoziation Myosuro-Ranunculetum sardoi und ist zentral-europaweit gefährdet. In Deutschland steht er auf der Roten Liste und ist dort als 3 eingestuft. Besonders die Beseitigung von Acker-Söllen, die intensivierte Landwirtschaft und die Trockenlegung von Feuchtwiesen gefährden die Pflanze.

Sein Verbreitungsgebiet reicht in Europa von Spanien und Großbritannien bis Sizilien und der Balkanhalbinsel, im Osten bis zur Ukraine und im Norden bis Südschweden[1].

Unterarten[Bearbeiten]

Der Raue Hahnenfuß kommt in Europa in zwei Unterarten vor[2]:

  • subsp. sardous
  • subsp. xatardii (Lapeyr.) Rouy & Fouc.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band, Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
  •  Franz Fukarek, Heinz Henker: Flora von Mecklenburg-Vorpommern. Farn- und Blütenpflanzen. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-07-6.

Belege[Bearbeiten]

  1. Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Seite 141-142, Helsinki 1989. ISBN 951-9108-07-6
  2. Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Seite 141-142, Helsinki 1989. ISBN 951-9108-07-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ranunculus sardous – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien