Rauhaariger Backenklee

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Rauhaariger Backenklee
Dorycnium hirsutum01.jpg

Rauhaariger Backenklee (Dorycnium hirsutum)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Loteae
Gattung: Backenklee (Dorycnium)
Art: Rauhaariger Backenklee
Wissenschaftlicher Name
Dorycnium hirsutum
(L.) Ser.

Der Rauhaarige Backenklee (Dorycnium hirsutum), auch Langhaarige Backenklee oder Behaarte Backenklee genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Rauhaarige Backenklee wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter. Die Pflanze entwickelt sich aus einer Knospe, die über dem Boden überwintert. Wegen ihrer kräftigen Behaarung weist die Pflanze ein weißlich-silbriges Aussehen auf. Stängel, Blätter und Kelch sind mit bis zu 2 Millimeter langen, abstehenden Härchen (Trichome) versehen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die dreiteilige Blattspreite und die zwei Nebenblätter ergeben ein fünfteilig wirkendes Laubblatt. Die Teilblättchen sind breit lanzettlich und über der Mitte am breitesten, das unterste Paar befindet sich nebenblattartig am Stängel.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Wenige (fünf bis zehn) Blüten sind in einem köpfchenförmigen Blütenstand vereint. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph, bis zu 2 Zentimeter lang und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf weißen bis hellrosafarbenen Kronblätter stehen zu einer Blütenkrone mit der typischen Form der Schmetterlingsblütler zusammen. Im Unterschied zum Krautigen Backenklee sind beim Langhaarigen Backenklee die Spitzen der Flügel nicht miteinander verwachsen. Die bauchige, gefächerte Hülsenfrucht ist wie der Kelch 8 bis 12 Zentimeter lang und enthält bis zu sechs Samen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Rauhaarige Backenklee ist rund um das Mittelmeer (bis zu den Südalpen), in Portugal, und Westasien beheimatet. Er bevorzugt trockene, felsige Hänge. Vorwiegend gedeiht er in der kollinen Stufe, kommt aber bis in die montane Stufe vor.

Quellen[Bearbeiten]

  •  Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Pietro Zangheri: Flora d’Italia, CEDAM, Padova, 1976