Rautenberg (Harsum)
| Rautenberg
Gemeinde Harsum
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| Koordinaten: | 52° 13′ N, 10° 2′ O52.22055555555610.03416666666787Koordinaten: 52° 13′ 14″ N, 10° 2′ 3″ O |
| Höhe: | 87 m |
| Postleitzahl: | 31177 |
| Vorwahl: | 05128 |
Rautenberg ist einer von neun Ortsteilen der niedersächsischen Gemeinde Harsum im Landkreis Hildesheim. Der von der Landwirtschaft geprägte Ort hat rund 500 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Der Ort liegt rund sieben Kilometer östlich von Harsum. Eine gute Verkehrsanbindung besteht über die Landesstraße 411, die mitten durch das Dorf verläuft, an die Bundesstraßen 1 und 494. Die Bundesautobahn 7 ist über die Anschlussstelle Hildesheim erreichbar. Einen Bahnanschluss gibt es in Harsum nach Hannover und Hildesheim.
[Bearbeiten] Geschichte
Rautenberg ist eine alte Bauernsiedlung, die wohl aus germanischer Zeit stammt. Der Name der Ortschaft kommt vom Rittergeschlecht derer von Rutenberge, nach denen auch die heutige Hauptstraße, die Rutenbergstraße, benannt ist. Die Überreste der Rutenbergschen Burg, die bei einem Brand im frühen Mittelalter nahezu vollständig zerstört wurde, sind lediglich noch in Form des „Hahnewall“ genannten Burgwalles erhalten. Ein dort befindlicher Brunnen soll noch weitgehend original erhalten sein. Auf dem Grund dieses Brunnens wurden in den 1970er Jahren einige mittelalterliche Waffen, Metflaschen und Gebrauchsgegenstände gefunden. Die Herren von Rutenberg blieben noch bis zu ihrem Erlöschen 1647 Grundherren in Rautenberg, lebten aber in Hildesheim, im Rautenbergschen Hof an der Ecke Michaelisplatz / Langer Hagen, einem hochgekragten Fachwerkbau, der 1945 zerstört wurde, sowie seit dem 13. Jahrhundert auch auf Schloss Rethmar.
Rautenberg wurde aufgrund des Neugliederungsgesetzes im Raum Hildesheim/Alfeld vom 28. Februar 1974 in die Gemeinde Harsum eingegliedert.
[Bearbeiten] Politik
Ortsbürgermeister ist Jürgen Wille (SPD).
[Bearbeiten] Wappen
Der Schild der Ritter von Rautenberg (niederdeutsch: Rutenberg) wurde zum Gemeindewappen. Auf leuchtendem goldenem Felde stehen in schwarz zwei Reihen von Rauten, die quer den Schild durchziehen, fünf Rauten oben, drei Rauten unten. Das Wappen der Ritter zeigte darüber hinaus eine schwarz goldene Helmdecke und auf dem Helm einen roten spitzen Hut mit einer Pfauenfeder (vgl. Blatt 182 des 1605 in Nürnberg erschienenen Wappen-Buchs von Johann Siebmacher, wo sich im Schild in der oberen Reihe allerdings nicht fünf, sondern nur vier Rauten befinden).
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeit
- Evangelische Kirche Cosmas und Damian aus dem frühen 15. Jahrhundert
- Dorfteich
- Metplatz.
[Bearbeiten] Sonstiges
In Rautenberg gibt es einen Kindergarten, einen Sportplatz, einen Friedhof und ein Feuerwehrhaus. Auf dem Hahnewall wurde es eine Rodelbahn eingerichtet mit "Teufelsbahn", "Huckelbahn" und "Babybahn". Ein schöner Rastplatz befindet sich am Dorfteich.
Von hier stammt das heute in Horn (Niederösterreich) befindliche Mirakulose Kreuz von 1618. Dieses wurde im Jahre 1659 von Graf Ferdinand Sigismund Kurz nach einer angeblichen Misshandlung durch Protestanten zu den Piaristen nach Horn gebracht, wo es dann wallfahrtsmäßig verehrt wurde. Heute ist die Wallfahrt erloschen. Das Kreuz ist im Höbarthmuseum der Stadt Horn ausgestellt.[1]
[Bearbeiten] Einzelnachweis
- ↑ Gustav Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Band 2: Niederösterreich und Burgenland. Wien 1955, S, 50.