Ravengiersburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Ravengiersburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ravengiersburg hervorgehoben
49.9369444444447.4780555555556340Koordinaten: 49° 56′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern/Hunsrück
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 6,29 km²
Einwohner: 313 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55471
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: Ravengiersburg
Ortsbürgermeister: Karl-Peter Breuer
Lage der Ortsgemeinde Ravengiersburg im Rhein-Hunsrück-Kreis
Boppard Badenhard Beulich Bickenbach (Hunsrück) Birkheim Dörth Emmelshausen Gondershausen Halsenbach Hausbay Hungenroth Karbach (Hunsrück) Kratzenburg Leiningen (Hunsrück) Lingerhahn Maisborn Mermuth Morshausen Mühlpfad Ney (Hunsrück) Niedert Norath Pfalzfeld Schwall (Rhein-Hunsrück-Kreis) Thörlingen Utzenhain Alterkülz Bell (Hunsrück) Beltheim Braunshorn Buch (Hunsrück) Dommershausen Gödenroth Hasselbach (Hunsrück) Hollnich Kastellaun Korweiler Lahr Mastershausen Michelbach (Hunsrück) Mörsdorf Roth (Rhein-Hunsrück-Kreis) Spesenroth Uhler Zilshausen Bärenbach (Hunsrück) Belg Büchenbeuren Dickenschied Dill (Gemeinde) Dillendorf Gehlweiler Gemünden (Hunsrück) Hahn (Hunsrück) Hecken (Hunsrück) Heinzenbach Henau (Hunsrück) Hirschfeld (Hunsrück) Kappel (Hunsrück) Kirchberg (Hunsrück) Kludenbach Laufersweiler Lautzenhausen Lindenschied Maitzborn Metzenhausen Nieder Kostenz Niedersohren Niederweiler (Hunsrück) Ober Kostenz Raversbeuren Reckershausen Rödelhausen Rödern (Hunsrück) Rohrbach (Hunsrück) Schlierschied Schwarzen Sohren Sohrschied Todenroth Unzenberg Wahlenau Womrath Woppenroth Würrich Argenthal Benzweiler Dichtelbach Ellern (Hunsrück) Erbach (Hunsrück) Kisselbach Liebshausen Mörschbach Riesweiler Rheinböllen Schnorbach Steinbach (Hunsrück) Damscheid Laudert Niederburg Oberwesel Perscheid Sankt Goar Urbar (Rhein-Hunsrück-Kreis) Wiebelsheim Bubach Riegenroth Laubach (Hunsrück) Horn (Hunsrück) Klosterkumbd Budenbach Bergenhausen Rayerschied Wahlbach (Hunsrück) Altweidelbach Pleizenhausen Mutterschied Niederkumbd Simmern/Hunsrück Neuerkirch Wüschheim (Hunsrück) Reich (Hunsrück) Biebern Külz (Hunsrück) Kümbdchen Keidelheim Fronhofen Holzbach Nannhausen Tiefenbach (Hunsrück) Ohlweiler Sargenroth Schönborn (Hunsrück) Oppertshausen Belgweiler Ravengiersburg Mengerschied Hessen Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Birkenfeld Landkreis Bernkastel-Wittlich Rhein-Lahn-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-ZellKarte
Über dieses Bild

Ravengiersburg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück an. Im Ort befindet sich die unter dem Namen „Hunsrückdom“ bekannte St. Christophorus-Kirche.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Ravengiersburg liegt im Simmerbachtal zentral im Hunsrück. Der Dorfkern ist rund um die Klosterkirche eng bebaut. Zum Ort Ravengiersburg gehört der in südlicher Richtung gelegene Weiler Neuhof. Westlich von Ravengiersburg mündet der Kauerbach in den Simmerbach.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die gesamte Gemeindefläche beträgt 6,16 km², davon sind 2,29 km² mit Wald bedeckt.

Geschichte[Bearbeiten]

Hunsrückdom in Ravengiersburg

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 974. Der Name stammt von dem Grafen Rabangar, der seinerzeit auf dem steilen Felsen über dem Simmerbach eine Burg erbaute. Die Gründung des Augustiner-Chorherren-Stifts Ravengiersburg geht auf das Jahr 1074 zurück.[2] Das Kloster wurde an Stelle der salischen Burg der Grafen im Trechirgau gegründet. In der Schenkungsurkunde von Ländereien an das Kloster wird zum ersten Mal der Hundesrucha, der Hunsrück erwähnt.

1410 kamen Kloster und Ort an das neu geschaffene Herzogtum Pfalz-Simmern. Das Kloster entwickelte sich zum größten Grundbesitzer zwischen Mosel und Nahe. 1564 wurde es jedoch bei Einführung der Reformation im Herzogtum aufgelöst, mehrere Versuche der Wiederbelebung schlugen fehl. 1631 wurde das Kloster schließlich durch schwedische Truppen während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt. 1673 wurde die Kurpfalz Landesherr. Die heutige Kirche ließ zwischen 1718 und 1722 Kurfürst Karl III. Philipp von der Pfalz errichten. Mit der Besetzung des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen 1794 wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise wieder französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ravengiersburg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vereinsleben[Bearbeiten]

Aktive Vereine sind der „Ravenger e.V. für Brauchstumpflege“, ein Anglerverein und der HSV 70 (Sportverein). Außerdem betrieb bis 2006 die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB, ein großes Berufsbildungswerk in den Klostergebäuden. Weiterhin erwähnenswert ist ein seit 1978 funktionierender Jugendtreffpunkt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Kloster Ravengiersburg mit der romanischen Doppelturmfassade der St. Christophorus-Kirche. Die imposante Kirche wird auch „Hunsrückdom“ genannt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Ravengiersburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Ravengiersburg – Quellen und Volltexte
 Commons: Ravengiersburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  H. Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden Mittelrheinischen Territorien. Band 1: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169, Koblenz 1860, S. 431 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen