Rawi Hage

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Rawi Hage (* 1964 in Beirut) ist ein preisgekrönter libanesisch-kanadischer Romancier.

Leben[Bearbeiten]

Hage wuchs im bürgerkriegsgeplagten Libanon als Sohn eines Maroniten und einer griechisch-orthodoxen Mutter französisch- und arabischsprachig auf. Er nennt die schlechte Stromversorgung damals als einen Grund warum er lieber las als fern sah. Als Erwachsener wanderte er traumatisiert aus und arbeitete mehrere Jahre in New York als Hilfsarbeiter, Kellner und Taxifahrer. Als er zufällig merkte, dass er ein guter Fotograf ist, zog er nach Montreal um, um am Dawson College der Concordia University das Handwerk zu lernen. Er experimentierte auch mit dem Schreiben, weil er zu seinen Fotos Texte beilegen musste und fand durch Zufall einen Verleger. Für seinen düsteren Erstling "Als ob es kein Morgen gäbe" (De Niro’s Game, 2006) bekam er 2008 gleich den hoch dotierten IMPAC Award. Darin schlagen sich Bassam und sein bester Freund George, ein nihilistischer Milizionär, den alle nur De Niro nennen, im zerbombten und brutalen Ost-Beirut der frühen achtziger Jahre durch.[1] 2008 schrieb er das in Montreal spielende, ebenfalls misanthropische Werk "Kakerlake" über einen Protagonisten, der sich für einen Schabenmenschen hält. 2012 veröffentlichte er "Carnival" über den verlotterten New Yorker Taxifahrer Fly, wieder eine Anspielung auf De Niro.

Romane[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAZ Kritik

Weblinks[Bearbeiten]