Rawilpass

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Rawilpass
Himmelsrichtung Nordseite Südseite
Passhöhe 2'429 m ü. M.
Kanton Bern Wallis
Wasserscheide Iffigbach, Simme Liène, Rhône
Talorte Iffigenalp, Lenk Crans-sur-Sierre
Ausbau Saumpfad
Gebirge Berner Alpen
Karte
Rawilpass (Schweiz)
Rawilpass
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Koordinaten 600272 / 13688546.3833317.4421732429Koordinaten: 46° 23′ 0″ N, 7° 26′ 32″ O; CH1903: 600272 / 136885

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Der Rawilpass (französisch Col du Rawil) ist ein 2'429 m hoher Schweizer Bergübergang in den Berner Alpen. Über die Passhöhe verläuft die Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis. Der Pass stellt die Verbindung zwischen Lenk im Simmental und dem mittleren Rhônetal östlich von Sitten her. Durch den Rawilpass wird die Wildhorngruppe im Westen von der Wildstrubelgruppe im Osten getrennt.

Nahe der Passhöhe befinden sich mehrere kleine Bergseen, die Rawilseeleni. Südlich an den Pass schliesst ein Hochtal (Alpage du Rawil) an, das ausgedehnte alpine Weiden besitzt, durchsetzt mit einigen Karren- und Geröllfeldern. Die Liène entwässert das Gebiet des Rawilpasses nach Süden zur Rhône.

Der Pass war bereits in römischer Zeit sowie im Mittelalter begangen und stellte einen wichtigen Übergang vom Berner Oberland ins Mittelwallis dar. Der eigentliche Saumweg über den Rawilpass beginnt im Norden auf der Iffigenalp, die heute mit einem Postautokurs (Kleinbus) oder mit dem Auto über eine zeitlich geregelte Strasse erreicht werden kann. Der Weg schlängelt sich in Serpentinen durch eine Felswand hinauf. Er musste im 18. Jahrhundert aus dem Fels freigesprengt werden. Im Süden endet der Weg beim Stausee Lac de Tseuzier, der ebenfalls durch Postauto oder Auto angefahren werden kann. Am Westhang des Weisshorns östlich der Passhöhe stehen auf 2'791 m ü. M. die Wildstrubelhütten des Schweizer Alpen-Clubs SAC, die bei einer Passüberquerung oft als Unterkunft dienen.

Im Rahmen des Schweizer Nationalstrassennetzes war lange vorgesehen, eine direkte Verbindung zwischen Bern und Sion zu schaffen. Die Autobahn A6 sollte von ihrem heutigen Ende bei Wimmis durch das Simmental weitergeführt werden und den Rawilpass in einem rund 4 km langen Scheiteltunnel unterqueren. Diese Planungen sind jedoch 1984 aufgegeben worden.

Weblinks[Bearbeiten]