Rax

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Rax(alpe)
Südostansicht des Raxmassivs mit Standort Sonnwendstein. Links der westliche Abschluss des Massivs mit der Heukuppe (2007 m und höchste Erhebung der Rax) und rechts der Gsolhirn (1547 m) mit dem anschließenden Abfall ins Höllental

Südostansicht des Raxmassivs mit Standort Sonnwendstein. Links der westliche Abschluss des Massivs mit der Heukuppe (2007 m und höchste Erhebung der Rax) und rechts der Gsolhirn (1547 m) mit dem anschließenden Abfall ins Höllental

Höchster Gipfel Heukuppe (2007 m ü. A.)
Lage Steiermark und Niederösterreich, Österreich
Teil der Rax-Schneeberg-Gruppe (AVE); Schneebergalpen, Niederösterreichische Kalkalpen (Trimmel)
Einteilung nach Trimmel 1853 Raxalpe
Rax(alpe) (Alpen)
Rax(alpe)
Koordinaten 47° 41′ N, 15° 41′ O47.68944444444415.6877777777782007Koordinaten: 47° 41′ N, 15° 41′ O
Typ Plateauberg
Gestein Wettersteinkalk
Alter des Gesteins 230 Mio. Jahre (Ladin)
Besonderheiten Raxseilbahn (1925)
p1

Die Rax, auch als Raxalpe bezeichnet, ist ein Bergmassiv in den Nördlichen Kalkalpen an der steirisch-niederösterreichischen Grenze.

Die höchste Erhebung des Kalkstockes ist die Heukuppe mit 2007 m ü. A., welche in der Steiermark liegt. Die Scheibwaldhöhe mit 1943 m ist die höchste Erhebung auf der Rax in Niederösterreich.

Das Raxalpengebiet gehört, gemeinsam mit der Schneealpe und dem Schneeberg, zum Einzugsgebiet der I. Wiener Hochquellenwasserleitung. Schneeberg und Rax zählen zu den Wiener Hausbergen und sind die wesentlichen Berge der Rax-Schneeberg-Gruppe.

Geographie[Bearbeiten]

Rax von Osten (Zufahrt auf Payerbach)
Südostseitige Ansicht der Rax. Im Vordergrund Hirschwang, etwas rechts der Bildmitte die Bergstation der Raxseilbahn und von der wiederum rechts der Rax-Sender.

Lage und Landschaft[Bearbeiten]

Die Rax liegt etwa 85 Kilometer südwestlich von Wien, 60 Kilometer südlich von Sankt Pölten, gut 40 Kilometer westlich von Wiener Neustadt und 12 Kilometer nordwestlich des Semmering. Die wichtigsten Talorte sind Reichenau an der Rax, Hirschwang an der Rax und Schwarzau im Gebirge, beiderseits des Höllentals der Schwarza, sowie Kapellen im oberen Mürztal und Altenberg an der Rax oberhalb.

Der Stock zieht sich über etwa 13 km von Südwesten Richtung Nordosten und hat eine Hochfläche von rund 34 km².[1] Die Gipfelflur steigt weit über die Baumgrenze und ist ein zertaltes Karstplateau.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen[Bearbeiten]

Nach der österreichischen Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel[2] hat die Gruppe die Nummer 1853, und gehört als Teilgruppe zu den Schneebergalpen (1850), einer Untergruppe der Niederösterreichischen Kalkalpen (1800). Die Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) stellt sie in die Rax-Schneeberg-Gruppe der Nördlichen Ostalpen.

Sie umgrenzt sich nach Trimmel (von Norden im Uhrzeigersinn, Grenzzüge kursiv, Hoch- und Tiefpunkte mit Kote):

Teil des Semmeringgebietes 2860, Gruppe Cetische Alpen und oststeirisch-burgenländisches Hügelland der Zentralalpen; in der AVE-Gliederung noch Teil der Rax-Schneeberg-Gruppe, aber geologisch sehr unterschiedlich.
∗∗ Nach AVE schon Gutensteiner Alpen

Gliederung und Gipfel[Bearbeiten]

Der höchste Punkt der Rax, die Heukuppe
Das Große Höllental an der Nordostseite des Raxmassivs mit den Steilabbrüchen. Im Hintergrund der westliche Teil des Schneebergmassivs mit den Fronbachwänden.

Der Hauptstock der Gruppe ist der der Heukuppe (2007 m ü. A.) im Südwesten, mit dem Gamseck (2007 m ü. A.) als westlichem Vorberg. Er streicht in Ost–West-Richtung.

Am Ostende setzte der Hauptgrat an, der sich zwischen dem Hochtal Krummtal und dem Großen Höllental, einem Nebental des Höllentals der Schwarza. nordnordostwärts über Predigtstuhl (1902 m ü. A.) zum Dreimarkstein (1948 m ü. A., ein alter steirisch-österreichischer Grenzberg) zieht.

Am Dreimarkstein beginnt ein zweites Plateau, mit Bieskogel (1924 m ü. A.), Waxriegel (1943 m ü. A.), Scheiblwaldhöhe (1943 m ü. A.) und etlichen anderen Gipfeln, das dann steil über den Kloben (1697 m ü. A.) und dessen Klobenwand ins Höllental abfällt, und in einem Grat zum Naßtal den Großen Kesselgraben ostwärts umfasst.

Südlich des Großen Höllentals zieht sich ein Kamm über die Preinerwand (1697 m ü. A.) nach Reichenau. Das Gebiet zum Höllental ist ebenfalls stark in Kämme und Tälchen gegliedert.

Geologie[Bearbeiten]

Der Raxstock ist aus Wettersteinkalk (früher „unterer Alpenkalk“) aufgebaut, einem stabilen und feinstrukturierten Kalkgestein, der die typischen mächtigen, steilflankigen Bergmassive der Kalkalpen aufbaut. Er ist ein Riffkalk, also ein altes Korallenriff, stammt aus dem Ladinium (mittleres Trias) und ist rund 230 Millionen Jahre alt.[3] Bei der Auffaltung der Alpen ist er nach Osten abgeglitten.

Der West- und Südrandrand des Massivs ist Werfen-Formation, unterlagert von Grauwackenzone, der eine hydrogeologische Sperrschicht darstellt, die von 700 m bei Naßwald auf 1300 m am Naßkamm ansteigt, am Preiner Gscheids noch auf derselben Höhe liegt, und dann gegen Hirschwang bis auf etwa 500 m Seehöhe abfällt. Diese Zone zieht sich wohl vollständig unter der Rax-Schneeberg-Gruppe durch.[4] Von Hinternaßwald über den unteren Kesselboden und das Kleine Höllental zieht sich eine Störung, die dem SEMP-System (Salzach–Enns–Mariazell–Puchberg-Störung) zuordenbar ist, eine der fundamentalen Querverschiebungen der Ostalpen. Vom Preiner Gscheid über das Große Höllental läuft eine weitere Blattverschiebungen durch das Massiv. Der Quellhorizont tritt zum einen um Hinternaßwald zutage (Übeltalquelle, Albertwiesquelle, Schütterlehnenquelle und die Reistalquelle), zum anderen aber in den kräftigen Höllentalquellen (Schüttung bis 100.000 Kubikmeter täglich), die als „Hauptdrainage“ des Raxstocks gesehen werden können. Diese geologische Situation hat die I. Wiener Hochquellenwasserleitung, die alle diese Quellen sammelt und das Raxmassiv nordöstlich umrundet, möglich gemacht.

Auch sonst sind Naßtal und Höllental (dieses aber mehr auf der Schneebergseite) höhlenreich, ebenso das Hochplateau, besonders die Westabbrüche des Heukuppenstocks.

Naturschutz[Bearbeiten]

Die Raxalpe ist Teil des Europaschutzgebietes Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand–Schneeberg–Rax und des Landschaftsschutzgebietes Rax–Schneeberg in Niederösterreich sowie des Landschaftsschutzgebietes Veitsch–Schneealpe–Raxalpe und des Naturparks Mürzer Oberland in der Steiermark. Ausserdem ist das ganze Massiv Wasserschongebiet Rax–Schneeberg–Schneealpe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste bekannte alpinistische Besteigung fand um 1575 durch den Botaniker Charles de l’Écluse statt.[5]

Alpinhistorisch wichtig ist das Erscheinen des ersten Raxführers 1894, in dem der Autor Fritz Benesch den Versuch unternahm, mit einer „Vergleichsweisen Rangeinteilung der Steige nach ihrer Schwierigkeit“ die erste alpine Schwierigkeitsbewertung zu definieren. Diese Benesch-Skala hatte sieben Schwierigkeitsstufen, I war am schwierigsten, VII am leichtesten.[5] Die Raxalpe gilt auch als Geburtsstätte der Wiener Alpinschule. Die Rax war durch viele Jahrzehnte Refugium und Klettergebiet von Viktor Frankl. Mehrere Klettersteige sowie eine Straße in Reichenau tragen seinen Namen.

Durch ein Lawinenunglück mit drei Todesopfern im Jahre 1896 wurde die Gründung des Alpinen Rettungsauschusses Wien inspiriert, des ersten Bergrettungsdiensts der Welt.[5]

Durch die Raxseilbahn in Hirschwang, die die erste touristische Seilbahn auf dem Gebiet der heutigen Republik Österreich war (Baubeginn 1925), ist das weitläufige Hochplateau der Rax ein leicht erreichbares Ausflugsgebiet. Viele der Steige sind vom Österreichischen Alpenverein und den Naturfreunden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut worden. Die steilen Flanken des Plateaus können heute über eine Vielzahl von Klettersteigen in verschiedensten Schwierigkeitsgraden bezwungen werden.

1963 veröffentlichte Georg Kreisler das skurrile Chanson vom Max auf der Rax.

Erschließung, Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Durch die Seilbahn ist der Berg vor allem bei Ausflüglern aus Niederösterreich und Wien sehr beliebt. Er ist aber auch für Bergsteiger – Gipfelfahrten wie anspruchsvolle Überschreitungen – und auch für Kletterer interessant.

Schigebiet auf der Rax[Bearbeiten]

Basisdaten
Anzahl der Liftanlagen: 2
Anzahl der Pistenkilometer: 14 km
Tiefstgelegener Punkt des Skigebietes: 535 m ü. A.
Höchstgelegener Punkt des Skigebietes: 1630 m ü. A.

Im Winter bietet die Rax – zusätzlich zur Seilbahn – durch einen am Hochplateau gelegenen Schlepplift ein kleines, für niederösterreichische Verhältnisse jedoch recht schneesicheres Skigebiet. Die Abfahrten im Skigebiet weisen den größten Höhenunterschied aller niederösterreichischen Skigebiete auf, wobei es sich dabei um keine präparierten Pisten handelt. Präparierte Pisten gibt es nur entlang des Schleppliftes. Weiters bieten Routen von der Bergstation über das Hochplateau Möglichkeiten zum Skitourengehen in einem relativ lawinensicheren Gebiet.

Hütten im Raxalpengebiet[Bearbeiten]

Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Hütten im Raxalpengebiet: OSM oder Bing
Am oberen Naßkamm (Gamsecksteig) im Westen der Rax. Ehemals offene Unterstandshütte, die seit März 2011 wegen Einsturzgefahr gesperrt ist.[6]
Am oberen Naßkamm (Gamsecksteig) im Westen der Rax; privat und nicht bewirtschaftet.
Rund einen Kilometer westlich vom Großen Höllental bzw. rd. 600 m nordnordwestlich des Klobentörls auf 1548 m. Ursprünglich eine Halterhütte, erfolgte 1932/34 ein Ausbau, wobei zu diesem Zeitpunkt im Groben die heutigen äußeren Abmessungen der Hütte erreicht wurden. Besitzer ist die Gemeinde Wien und Betreiber der ÖGV[7] (nur an Samstagen ab 14 Uhr, Sonntagen und Feiertagen geöffnet).
Nordwestseitig des Raxmassivs an der Landesgrenze zwischen Niederösterreich und Steiermark auf 1786 m gelegen. Betreiber der 1899 eröffneten Schutzhütte ist der ÖGV.
Im Süden des Raxmassivs, zwischen Heukuppe und Predigtstuhl, und vier Kilometer nordwestlich vom Preiner Gscheid auf 1804 m gelegene Schutzhütte. Die nach Karl Ludwig benannte Hütte wurde 1876/78 erbaut. Betreiber ist der ÖTK.
Nordwestlich der Preinerwand bzw. nordöstlich des Predigtstuhls auf 1643 m. Der Vorgängerbau wurde 1894 errichtet und der jetzige von 1951 bis 1954. Betreiber ist der ÖTK.
Im Südosten des Raxmassivs, am Fuße des Jakobskogels und etwa einen Kilometer westlich des Berggasthofes der Raxseilbahn auf 1644 m gelegen. Die nach Erzherzog Otto benannte Hütte wurde 1892/93 errichtet und mehrfach erweitert. Betreiber ist der OeAV.
Gipfelstation der Raxseilbahn: Im Osten des Raxmassivs auf 1547 m. Privat, erbaut um 1925 im Zuge der Seilbahnerrichtung.[8]
Am Trinksteinsattel am Ende des Großen Höllentals auf einer Höhe von 1858 m. Eine offene Unterstandshütte des Bergrettungsdienstes, die 1914 auf Initiative der Alpinen Gesellschaft Raxgmoa errichtet wurde.[9] In den Jahren 1941/42 wurde an die Raxgmoa-Hütte eine Bergwacht-Diensthütte angebaut und nach dem Alpinisten und Sportfunktionär Johann (Hans) Nemecek benannt (Hans-Nemecek-Diensthütte).[10][11]
Am Reißtalersteig im Süden der Rax; privat und nicht bewirtschaftet (erbaut 1888).
Südöstlich des Predigtstuhls am Eingang zum Siebenbrunnkessel bzw. nördlich vom Preiner Gscheid, knapp unterhalb der Baumgrenze auf 1361 m. Betreiber der 1923/24 errichteten Hütte sind die Naturfreunde.
Am Oberen Gaislochboden in der Mitte der Rax (Talschluss des Großen Höllentals, 1477 m); ganzjährig offene Unterstandshütte des ÖTK, nicht bewirtschaftet.[12]

Wanderungen und Steige[Bearbeiten]

Tafel nächst der Höllentalaussicht beim Ausstieg des Alpenvereinssteiges, der vom Großen Höllental auf das Raxmassiv führt
Das Preinerwand-Kreuz nächst dem Ausstieg des Hans-von-Haid-Steiges.
(Auswahl)
  • Alpenvereinssteig: Großes Höllental – Otto-Schutzhaus
  • Altenbergsteig: Altenberg – Heukuppe
  • Alter Wetterkogelsteig: unschwierige Umgehung der Schrofenwand des Gretchensteiges
  • Amaliensteig: Preiner Gscheid – Heukuppe
  • Bärenloch: Hinternasswald – Bärengraben
  • Bismarcksteig: Karl-Ludwig-Haus – Neue Seehütte
1899 von der alpinen Gesellschaft „Reißtaler“ errichtet und 1986 vom ÖAV wiederhergestellt.
  • Brandschneide: Kaiserbrunn – Bergstation Raxbahn
  • Großes und kleines Fuchsloch: Reißtalerhütte – Heukuppe
  • Gaislochsteig: Großes Höllental – Wolfgang-Dirnbacher-Hütte
  • Göbl-Kühn-Steig: Waxriegelhaus - Neue Seehütte
1921 errichtet und nach den Funktionären Franz Göbl und Henry Kühnach der alpinen Gesellschaft „D’Holzknecht“ benannt.[13]
  • Gamsecksteig: Nasskamm – Grasbodenalm
1875 vom ÖTK als „erster Felsensteig für Touristen auf die Rax“ eröffnet.[14][15] Der Steig führt über die nach Westen gerichtete Felsflanke des "Zahmen Gamsecks" zur höchsten Erhebung der Raxalpe, der Heukuppe. Ausgangspunkt ist Hinternaßwald, dabei müssen rund 1300 Höhenmeter überwunden werden.[16]
  • Gretchensteig: Preiner Gscheid – Karl-Ludwig-Haus[17]
  • Großes Wolfstal: Kaiserbrunn – Otto-Schutzhaus (unmarkiert, Schiabfahrt)
  • Großer Kesselgraben: Höllental – Gloggnitzer Hütte (Schiabfahrt)
  • Gsolhirnsteig: Hirschwang an der Rax - Bergstation Raxbahn
  • Gustav-Jahn-Steig: Verbindung Alpenvereinssteig – Ausstieg Gaislochsteig
  • Hans-von-Haid-Steig: Prein an der Rax – Preiner Wand
  • Hoyossteig: Großes Höllental – Rudolfsteig
  • Kaisersteig: Rehboden – Scheibwald
  • Karl-Kantner-Steig: Waxriegelhaus – Karl-Ludwig-Haus[18]
  • Kontrußsteig: Reißtalerhütte – Waxriegelhaus
  • Martinssteig (Neuer Wetterkogelsteig): Reißtalerhütte – Karl-Ludwig-Haus
  • Peter-Jokl-Steig: Hinternasswald – Scheibwald
  • Preinerwandsteig: Prein an der Rax – Preiner Wand
  • Preintalersteig: Großes Höllental – Wachthüttelkamm
  • Reißtalersteig: Preiner Gscheid - Raxenmäuer - Heukuppe[19]
1887 von der 1881 gegründeten „Alpine Gesellschaft Reißtaler“ errichtet, die den Steig noch immer betreut (Stand 2012).[20] Bei einer Winterbegehung 1896 verunglückten drei bekannte Wiener Bergsteiger tödlich. Das Unglück war Auslöser für die Gründung der weltweit ersten Bergrettungsorganisation.[21]
  • Rudolfssteig: Höllental – Klobentörl
  • Schlangenweg: Preiner Gscheid - Siebenbrunnenkessel - Karl-Ludwig-Haus
1876 im Zuge der Errichtung des Karl-Ludwig-Hauses für den Materialtransport angelegt. Er führt in Serpentinen über den Siebenbrunnenkessel auf das südwestliche Hochplateau und ist vom Preiner Gscheid aus der meist begangene Aufstieg.[22]
  • Schüttersteig: Verbindungsstraße Nasswald / Hinternasswald – Scheibwald
  • Seeweg: Otto-Schutzhaus – Neue Seehütte
  • Teufelsbadstubensteig: Großes Höllental – Wachthüttelkamm
  • Törlweg: Knappenhof – Otto-Schutzhaus
  • Wachthüttelkammsteig: Höllental – Otto-Schutzhaus
  • Waxriegelsteig: Predigtstuhl – Waxriegelhaus
  • Wetterkogelsteig: Verbindung Gretchensteig – Ausstieg Wetterkogel
  • Wildes Gamseck: Nasskamm – Grasbodenalm
  • Wildfährte: Hinternasswald – Grasbodenalm[23]
  • Zikafahnlsteig: Scheibwald – Habsburghaus

Gedenkstätten auf der Rax[Bearbeiten]

Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Gedenkstätten auf der Rax: OSM oder Bing
Eine kleine Kapelle, rund 200 m südlich vom Karl-Ludwig-Haus, zum Gedenken an die in den Bergen verunglückten Alpinisten.[24] Das Kirchlein wurde über ein Komitee, an dessen Spitze der alpinistische Erschließer der Hohen Wand, Höhlenforscher, Präsident des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) und Domprälat Alois Wildenauer (1877–1967) stand, vom Baumeister Hermann Kubacsek nach den Plänen des Architekten Edmund Zacher errichtet und am 20. September 1936 vom Kardinal Erzbischof Theodor Innitzer feierlich geweiht.[25] Es gehört zwar zur Diözese Graz-Seckau, untersteht aber der Wiener Pfarre Prein (Vikariat Unter dem Wienerwald); Bergmessen werden hin und wieder von diversen Pfarren gestaltet.[26]
Auf der höchsten Erhebung der Rax, der Heukuppe, wurde 1926 vom ÖTK den Weltkriegsopfern ein Denkmal errichtet. Die Inschrift wurde mehrmals verändert und lautet aktuell (Stand 2012): „Dem Gedenken der Mitglieder des Österreichischen Touristenklubs, die in den Weltkriegen 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 für ihre Heimat gefallen sind, und jener Mitglieder, die in den Bergen ihren Tod gefunden haben.“
Etwa 50 m südlich des Otto-Schutzhauses befindet sich ein 1931 errichtetes pyramidenstumpfförmiges Denkmal mit einer Gedenktafel zu Ehren von Fritz Benesch, dem Verfasser der ersten alpinistischen Rax- und Schneeberg-Führer (1894).[27]
Unmittelbar südlich des Habsburghauses wurde 1925 in Gedenken an Daniel Innthaler (1847–1923), Bergführer und Erstbesteiger der Nordwand der Planspitze (1885), ein Denkmal errichtet.
Etwa 250 m südöstlich vom Habsburghaus erinnert ein Marterl an den Pächter des Habsburghauses, Karl Jahn, der an dieser Stelle am 8. Februar 1919 bei einem Schneesturm ums Leben kam.
Direkt bei der Höllentalaussicht mit Blick über das Große Höllental ist eine Gedenktafel für Hedwig Kronich angebracht, Wirtin des Otto-Schutzhauses und Gattin von Camillo Kronich.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Rax – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiener Alpen in Niederösterreich; abgerufen am 2. Juni 2012
  2.  Lukas Plan, Verband Österreichischer Höhlenforscher (Hrsg.): Verbale Beschreibung der Umgrenzung der Teilgruppen des Österreichischen Höhlenverzeichnisses. Stand: 08. Jän. 2008. (pdf, hoehle.org, abgerufen am 2012).
  3. Harald Lobitzer: Bericht 1984/85 über fazielle Untersuchungen im Wettersteinkalk des Raxplateaus auf Blatt 104 Mürzzuschlag. in: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Band 129/Heft 2, 1986, ISSN 00167800, 411–413 (Artikel, pdf, geologie.ac.at).
  4. Hermann Stadler, Ralf Benischke, Elmar Strobl: Hydrogeologie Schneeberg/Rax. Endbericht. Studie des Instituts für WasserRessourcenManagement Hydrogeologie und Geophysik, im Auftrag der Stadt Wien MA31 (im Rahmen von KATER II), Graz, März 2008, insb. 3.1.6. Interpretation der hydrogeologischen Verhältnisse: 1. Geologischer Rahmen, S. 12 f und 2. Störungsmuster 13 f (pdf, auf ccwaters.eu, abgerufen 7. Mai 2015, dort Seitenzahl +1).
  5. a b c Kurt Schall, Harald Braun, Alfred Kapfenberger: Schneeberg und Raxalpe. 1. Auflage. Verlag Kurt Schall, Wien 1989, OBV (da ISBN unrichtig). (Abschnitt Schneeberg und Rax – vorgestern und gestern von Karl Lukan).
  6. Alpine Gesellschaft Gamsecker; abgerufen am 4. Juni 2012
  7. Chronik der Gloggnitzerhuette; abgerufen am 2. Juni 2012
  8. Raxalpen-Berggasthof, raxalpe.com
  9. Raxgmoa-Hütte. im-muerztal.at; abgerufen am 13. Mai 2015
  10. Bergrettung Reichenau: Hans Nemecek Diensthütte am Trinksteinsattel; abgerufen am 13. Mai 2015
  11. Nemecek, Johann (1891-1949), Alpinist und Sportfunktionär. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 7, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1978, ISBN 3-7001-0187-2, S. 64.
  12. Österreichischer Touristenklub: Wolfgang Dirnbacher-Hütte, 1477 m; abgerufen am 29. Juni 2012
  13. Die alte Seehütte; abgerufen am 2. Juni 2012
  14. Niederösterreichische Nachrichten: Wiener Alpen; Ausgabe 2011
  15. Wolfgang Kos (Hrsg.): Die Eroberung der Landschaft: Semmering, Rax, Schneeberg. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung, Schloss Gloggnitz, 1992. Falter Verlag, Wien 1992, ISBN 3-85460-062-3.
  16. Bergnews.com: Gamsecksteig; abgerufen am 29. Juni 2012
  17. www.alpenlandmagazin.at: Routenbeschreibung, abgerufen am 15. Juli 2013
  18. www.alpenlandmagazin.at: Routenbeschreibung, abgerufen am 15. Juli 2013.
  19. www.alpenlandmagazin.at: Routenbeschreibung, abgerufen am 15. Juli 2013.
  20. Alpine Gesellschaft Reißtaler; abgerufen am 17. Juni 2012
  21. Karl-Ludwig-Haus: Reißthalersteig; abgerufen am 17. Juni 2012
  22. Karl-Ludwig-Haus: Schlangenweg; abgerufen am 17. Juni 2012
  23. www.alpenlandmagazin.at: Routenbeschreibung, abgerufen am 15. Juli 2013.
  24. Erzdiözese Wien: 70 Jahre Kirchlein auf der Rax; abgerufen am 1. Juni 2012
  25. Österreichischer Touristenklub: Raxkircherl beim Karl Ludwig-Haus auf der Rax: Geschichte. Abgerufen am 1. Juni 2012.
  26. So Seebenstein, siehe Bergmesse im Raxkircherl, 06.09.2014. reichenau.at, abgerufen 9. Mai 2014.
  27. Wolfgang Greisenegger: Theaterwelt, Welttheater: Tradition & Moderne um 1900