Ray Ewry
| Ray Ewry |
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Ewry bei den Olympischen Spielen 1900 |
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| Voller Name | Raymond Clarence Ewry | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 14. Oktober 1873 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Lafayette | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 185 cm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 79 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbedatum | 29. September 1937 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbeort | New York City | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Standspringen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | Purdue Boilermakers | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Raymond Clarence „Ray“ Ewry (* 14. Oktober 1873 in Lafayette, Indiana; † 29. September 1937 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Leichtathlet, der an vier Olympischen Spielen teilnahm, 1900 in Paris, 1904 in St. Louis, 1906 bei den inoffiziellen Spielen in Athen und 1908 in London. Insgesamt gewann er bei diesen Spielen zehn Goldmedaillen, was ihn zu einem der erfolgreichsten Sportler der Olympischen Spiele der Neuzeit machte.
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Karriere [Bearbeiten]
Das Außergewöhnliche an seiner sportlichen Karriere war, dass er als Kind im Alter von fünf Jahren an Kinderlähmung erkrankte und für einige Zeit einen Rollstuhl verwenden musste. Laufen erlernte er jedoch nicht mehr.[1] Nach Abschluss eines Ingenieurstudiums an der Purdue University, wo er in verschiedenen College-Mannschaften American Football und Leichtathletik trieb, ging er nach New York und wurde Mitglied des New York Athletik Club.
Seine zehn Goldmedaillen gewann er sämtlich in den nur zwischen 1900 und 1912 bei Olympischen Spielen ausgetragenen Standsprungwettbewerben (Standhochsprung, Standweitsprung und Standdreisprung). Er war unumstritten der dominante Athlet dieser Disziplinen, und nicht ohne Grund lautete sein Spitzname The Human Frog.
Bei seiner ersten Olympiateilnahme, den Olympischen Spielen 1900 in Paris, gewann er in allen drei Disziplinen, die alle am selben Tag (19. Juli) ausgetragen wurden. Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis konnte er in allen drei Disziplinen den Titel des Olympiasiegers verteidigen. Zwei Umstände sind dafür verantwortlich, dass Ewry in der Folge nicht zu einem der erfolgreichsten Athleten der Olympischen Spiele wurde. Zum einen wurde der Standdreisprung nach 1904 aus dem Olympischen Programm genommen, zum anderen werden die Olympischen Zwischenspiele 1906 in Athen, wo Ewry im Standhochsprung und Standweitsprung erneut die Goldmedaille gewann, vom IOC nicht zu den offiziellen Olympischen Spielen gezählt. Diese zwei Medaillen tauchen deshalb in den offiziellen Statistiken auch nicht auf. Die letzten zwei Goldmedaillen errang er schließlich bei den Olympischen Spielen 1908 in London nochmals im Standhochsprung und Standweitsprung. Alle Wettkämpfe, zu denen Ewry bei Olympischen Spielen angetreten war, hatte er damit gewonnen und es auf besagte zehn Goldmedaillen gebracht. Damit ist er erfolgreicher als der amerikanische Schwimmer Mark Spitz oder sein Landsmann, der Leichtathlet Carl Lewis (je neun Goldmedaillen). Offiziell wird Ray Ewry jedoch mit acht Goldmedaillen auf dem zehnten Platz der erfolgreichsten Olympiateilnehmer aller Zeiten geführt (Stand 2007).
Sein Weltrekord im Standweitsprung von 3,476 m aus dem Jahr 1904 hatte bis 1938 Bestand, von dort an wurde dieser Wettbewerb nicht mehr ausgetragen. In der Zeit zwischen 1898 und 1910 gewann er 15 AAU-Meisterschaften. 1974 wurde er in die National Track and Field Hall of Fame und 1983 in die US-amerikanische Olympic Hall of Fame aufgenommen.
Im Alter litt Ewry erneut an einer schweren Krankheit, der Knochentuberkulose. Infolge dieser Erkrankung starb er schließlich an einer Lungenentzündung.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Ray Ewry auf Sports-Reference.com (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ "Ray Ewry - Der olympische Rekordhalter", Sport-Bild vom 19. Juni 1996, 48
1896: Ellery Clark | 1900: Irving Baxter & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Samuel Jones & Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Con Leahy & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1908: Harry Porter & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1912: Alma Richards & Platt Adams (aus dem Stand) | 1920: Richmond Landon | 1924: Harold Osborn | 1928: Bob King | 1932: Duncan McNaughton | 1936: Cornelius Johnson | 1948: John Winter | 1952: Walt Davis | 1956: Charles Dumas | 1960: Robert Schawlakadse | 1964: Waleri Brumel | 1968: Dick Fosbury | 1972: Jüri Tarmak | 1976: Jacek Wszoła | 1980: Gerd Wessig | 1984: Dietmar Mögenburg | 1988: Hennadij Awdjejenko | 1992: Javier Sotomayor | 1996: Charles Austin | 2000: Sergei Kljugin | 2004: Stefan Holm | 2008: Andrei Silnow | 2012: Iwan Uchow
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1896: Ellery Clark • 1900: Alvin Kraenzlein & Ray Ewry (aus dem Stand) • 1904: Meyer Prinstein & Ray Ewry (aus dem Stand) • Zwischenspiele 1906: Meyer Prinstein & Ray Ewry (aus dem Stand) • 1908: Frank Irons & Ray Ewry (aus dem Stand) • 1912: Albert Gutterson & Konstantinos Tsiklitiras (aus dem Stand) • 1920: William Petersson • 1924: DeHart Hubbard • 1928: Ed Hamm • 1932: Ed Gordon • 1936: Jesse Owens • 1948: Willie Steele • 1952: Jerome Biffle • 1956: Greg Bell • 1960: Ralph Boston • 1964: Lynn Davies • 1968: Bob Beamon • 1972: Randy Williams • 1976: Arnie Robinson • 1980: Lutz Dombrowski • 1984: Carl Lewis • 1988: Carl Lewis • 1992: Carl Lewis • 1996: Carl Lewis • 2000: Iván Pedroso • 2004: Dwight Phillips • 2008: Irving Saladino • 2012: Greg Rutherford |
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1896: James Connolly | 1900: Meyer Prinstein & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Meyer Prinstein & Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Peter O’Connor | 1908: Tim Ahearne | 1912: Gustaf Lindblom | 1920: Vilho Tuulos | 1924: Nick Winter | 1928: Mikio Oda | 1932: Chūhei Nambu | 1936: Naoto Tajima | 1948: Arne Åhman | 1952: Adhemar da Silva | 1956: Adhemar da Silva | 1960: Józef Szmidt | 1964: Józef Szmidt | 1968: Wiktor Sanejew | 1972: Wiktor Sanejew | 1976: Wiktor Sanejew | 1980: Jaak Uudmäe | 1984: Al Joyner | 1988: Christo Markow | 1992: Mike Conley | 1996: Kenny Harrison | 2000: Jonathan Edwards | 2004: Christian Olsson | 2008: Nelson Évora | 2012: Christian Taylor
| Personendaten | |
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| NAME | Ewry, Ray |
| ALTERNATIVNAMEN | Ewry, Raymond Clarence (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1873 |
| GEBURTSORT | Lafayette, Indiana |
| STERBEDATUM | 29. September 1937 |
| STERBEORT | New York City, New York |