Raymond Depardon
Raymond Depardon (* 6. Juli 1942 in Villefranche-sur-Saône) ist ein französischer Fotojournalist und Filmemacher.
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Biografie[Bearbeiten]
Anfang der Sechziger Jahren leistete er seinen Militärdienst als Kriegsberichterstatter im Algerienkrieg ab. Zusammen mit Gilles Caron gründete er 1967 die Fotoagentur Gamma. In den folgenden Jahren arbeitete er in Krisengebieten wie Vietnam, Kambodscha und dem Tschad. Für seine Reportage über Chile gewann er 1973 zusammen mit seinen Mitarbeitern Chas Gerretsen und David Burnett die Robert Capa Gold Medal. Seine Reportage aus dem Tschad, die von 1975 bis 1977 entstand, wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Er verließ Gamma 1978, um sich der Fotografen-Agentur Magnum anzuschliessen.
Sein erster Kurzfilm handelte 1969 vom Prager Studenten Jan Palach, der sich aus Protest gegen die Besetzung der Tschechoslowakei durch Streitkräfte des Warschauer Paktes selbst verbrannte. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm 1974-Une partie de campagne zeigte den Wahlkampf Valéry Giscard d’Estaings um die französische Präsidentschaft. Dieser Film wurde auf Betreiben Giscard d’Estaings jahrzehntelang verboten, da er die Diskrepanz zwischen der Privatperson und dem Präsidentschaftskandidaten zu deutlich herausstellte. Erst im Jahr 2002 wurde er unter dem Namen 50,81% uraufgeführt. Neben seinen Dokumentarfilmen hat Depardon auch einige Spielfilme gedreht.
Depardons Fotografien wurden in zahlreichen Galerien Frankreichs und weltweit unter anderem in New York, Rotterdam, Budapest, Zürich, Mexiko-Stadt und Amsterdam ausgestellt. Neben den bereits erwähnten Auszeichnungen erhielt er 1991 den Grand Prix National de la Photographie und 2000 den Prix Nadar. Den französischen Filmpreis César erhielt er in verschiedenen Kategorien 1982, 1986 und 1994. 2007 zeichnete Depardon für Cinéma d'Eté verantwortlich, einen Kurzfilm von drei Minuten Länge, der mit den Arbeiten von 32 weiteren Regisseuren, darunter Theo Angelopoulos, David Lynch oder Roman Polański, die filmische Anthologie Chacun son cinéma bildete. Der Film wurde anlässlich des 60. Geburtstags der Filmfestspiele von Cannes produziert. Ein Jahr später wurde Neue Zeiten (2008) in den französischen Kinos veröffentlicht. Das in einem Zeitraum von zehn Jahren entstandene Porträt über die vom Verschwinden bedrohte Landwirtschaft in den Cevennen brachte Depardon den renommierten Louis-Delluc-Preis ein.[1]
Bis heute hat Depardon über 40 Bücher publiziert und mehr als 30 Filme gedreht.
Filmografie[Bearbeiten]
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Bibliografie[Bearbeiten]
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Weblinks[Bearbeiten]
- Raymond Depardon bei Magnum
- Eine ganz normale Fotografie Zeit Online, 15. Juni 2012
- Raymond Depardon in der Internet Movie Database (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ vgl. Le Prix Delluc 2008 à "La vie moderne" de Raymond Depardon. SDA – Service de base français, 12. Dezember 2008 2:14 PM CET
| Personendaten | |
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| NAME | Depardon, Raymond |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Fotojournalist |
| GEBURTSDATUM | 6. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Villefranche-sur-Saône Frankreich |